[Rodenbach / Main-Kinzig-Kreis] Der Vorstand des Angelvereins hat ein Schild am Beinholzsee aufgestellt. Darauf dankt und bittet man, ist aber "des Deutschen nicht wirklich mächtig" und verwendet statt des holperigen Genitivs lieber den Dativ: "Während dem Angelbetrieb..." Das hat jemanden, der wohl mit einem (schwarzen - nicht roten!) Permanentmarker in der Tasche vorbeikam, gereizt, den Text handschriftlich zu verbessern und ein entsetztes "Kerlchengesicht" daneben zu malen.
Zugegeben, unsere korrekte Muttersprache hat sich nicht jedem Deutschen in allen Einzelheiten logisch erschlossen - weder während der Schulzeit noch im mündlichen Alltagsgebrauch. Zudem ist einwandfreies Hochdeutsch seltener geworden, seitdem Pipi Langstrumpf verfilmt einfacher konsumiert werden konnte und auch keiner mehr die "Unendliche Geschichte" Blatt für Blatt selbst lesen musste. Außerdem hat sich in unsere heimischen Dialekte längst oberlustiges Ausländerdeutsch hineingemischt. So verstehen wir letztendlich alles... nur nicht immer die Erklärungen der "Oberlehrer" in Wikipedia.
Der kleine idyllische Beinholzsee bei Rodenbach (c) HESSENMAGAZIN.de - Hinfinden <-KLICK
Der Genitiv - erklärt von Wikipedia
Der Genitiv [ˈɡeːnitiːf] (auch [ˈɡɛnitiːf]), seltener Genetiv, veraltet Genitivus, Genetivus, von lateinisch [casus] genitivus/genetivus ‚die Abstammung bezeichnend[er Fall]‘, auch Wes-Fall oder Wessen-Fall, veraltet Zeugefall, ist ein Kasus, und somit eine Deklinationsform. Die typischste Funktion des Genitivs ist die Markierung von Attributen, also von Substantiv[grupp]en, die von einem anderen Substantiv abhängen. Beispiele im Standarddeutschen sind: „das Haus des Nachbarn“, „der Klang einer fernen Glocke“. Daneben tritt der Genitiv auch bei Ergänzungen von Präpositionen, Adjektiven und Verben auf, sowie in bestimmten adverbiellen Funktionen.
Viele Grammatiken folgen einer traditionellen Anordnung der Fälle, in der dann der Genitiv als 2. Fall bezeichnet wird.
In den meisten deutschen Dialekten findet sich der Genitiv höchstens noch bei Personennamen und Verwandtschaftsbezeichnungen sowie in festen Wendungen. Eine Ausnahme stellen einige Mundarten des Walliser- und Walserdeutschen dar, die zumindest noch bis in die jüngere Vergangenheit über einen vollumfänglich funktionablen Genitiv verfügten.[1] Dialektal weit verbreitet sind stattdessen Konstruktionen mit dem Dativ, beispielsweise „dem Nachbarn sein Haus“.
Noch mehr dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Genitiv