[Hessen und so] Man kommt an der Verkaufsplattform "Kleinanzeigen" nicht vorbei. Alles und jeder versammelt sich dort, um seine Sachen anzubieten oder nach einer "Nadel im Heuhaufen" zu suchen. Eigentlich ist der Spaß kostenlos. Das bedeutet, jeder kann und darf mitmachen, der über einen Onlinezugang verfügt.
Und dann das
Oft wirken Reaktionen auf unsere Angebote seltsam, weil viele Nutzer sehr knapp oder unhöflich schreiben, Fragen stellen, die im Text längst beantwortet sind, oder plötzlich verschwinden, obwohl sie zuvor großes Interesse gezeigt haben.
Manche aber feilschen extrem, andere wiederum erzeugen eine künstliche Dringlichkeit und melden sich dann nicht mehr... Es kommt auch vor, dass Nachrichten übertrieben freundlich oder unerwartet persönlich ausfallen, während andere misstrauisch oder kontrollierend wirken, weil die Absender schlechte Erfahrungen gemacht haben.
Insgesamt entsteht der Eindruck von Unzuverlässigkeit, Spontaneität und fehlender Aufmerksamkeit – ein Muster, das weniger mit der einzelnen Anzeige zu tun hat als mit der Art, wie viele Menschen solche Plattformen nutzen. Alltägliche Muster, die viele sofort wiedererkennen. Genau das: Alltagsfrust und skurrile Logik machen die Eigenheiten dieses digitalen Marktplatzes aber auch so interssant.
Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de





















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