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Home DOSSIER: Natur und Umwelt Klima - Wetter - Wandel Der August war zu nass und die Sonne schien zu wenig

Der August war zu nass und die Sonne schien zu wenig

August ist eigentich, wenn man nirgends richtig Abkühlung findet (c) Brigitta Möllermann / HESSENMAGAZIN.de[Deutschland] Im letzten Sommermonat 2021 befand sich Deutschland meist im Einflussbereich von Tiefdruckgebieten, die ihren Schwerpunkt allmählich von den Britischen Inseln zum südlichen Skandinavien verlagerten. Sie führten zu häufigen Regenfällen, anfangs auch zu heftigen Gewittern mit örtlich extremen Niederschlagsmengen und sogar Tornados. Hoher Luftdruck und Sonnenschein blieben meist nur von kurzer Dauer. Die zunächst sommerlichen Temperaturen gingen im Laufe des Monats zurück und erreichten im letzten Drittel zeitweise herbstliches Niveau. So fiel der August 2021 geringfügig zu kühl, sehr niederschlagsreich und sonnenscheinarm aus. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.

Erstmals seit 2014 ein statistisch betrachtet zu kühler August

Der Temperaturdurchschnitt lag im August 2021 mit 16,4 Grad Celsius (°C) um 0,1 Grad unter dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 betrug die negative Abweichung 1,6 Grad. Damit erlebte Deutschland erstmals seit 2014 wieder einen relativ kühlen August.

Auf der Vorderseite der Tiefdruckgebiete konnte in der ersten Monatshälfte immer wieder schwülwarme Luft einfließen, in der das Quecksilber gebietsweise über 30 °C kletterte. Regensburg meldete mit 33,2 °C am 15. den höchsten Augustwert. Typisch für einen mitteleuropäischen Sommermonat, gelangte später in zunehmendem Maße frische Meeresluft nach Deutschland und die Temperaturen gingen deutlich zurück.

Besonders zum Monatsende blieben die Maxima häufig unter 20°C und die Minima sanken vereinzelt bis in Gefrierpunktnähe. Am 25. zeigte das Thermometer in Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge 1,9 °C. In den nördlichen und westlichen Bundesländern wurde im August die 30-Grad-Marke meist nicht mehr überschritten.

Regenplus von 30 Prozent

Im August fiel mit rund 100 Litern pro Quadratmeter (l/m²) fast 30 Prozent mehr Niederschlag als im Mittel der Referenzperiode 1961 bis 1990 mit 77 l/m². Verglichen mit der Periode 1991 bis 2020 lag das Plus bei rund 28 Prozent. Insgesamt war der Monat meist recht niederschlagsreich. Vor allem in der ersten und letzten Dekade traten heftige Gewitter mit örtlich extrem hohen 24-stündigen Mengen auf.

Allein am 22. fiel in Wettin-Löbejün-Neutz, nordwestlich von Leipzig, mit 116,4 l/m² fast doppelt so viel Regen wie sonst im gesamten August. In der Region Großheide, nordöstlich von Emden, sorgte am 16. ein kräftiger Tornado der Stärke F2 für große Verwüstungen. Rund 50 Häuser wurden beschädigt, einige sind nicht mehr bewohnbar. Die trockensten Gebiete befanden sich mit örtlich nur 30 l/m² im östlichsten Münsterland, im Lee des Harzes und im nördlichsten Brandenburg. Die größten Monatsmengen fielen im östlichen Alpenvorland mit teils über 280 l/m².

Sonnenscheinminus von 30 Prozent

Mit annähernd 155 Stunden unterschritt die Sonnenscheindauer im August ihr Soll von 200 Stunden (Periode 1961 bis 1990) um fast 30 Prozent. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 betrug die negative Abweichung sogar gut 35 Prozent. Auf Rügen und in Vorpommern schien die Sonne mit örtlich über 210 Stunden am häufigsten. In der Lüneburger Heide und den zentralen Mittelgebirgen war sie mit rund 115 Stunden eher seltener zu sehen.

Das Wetter in den Bundesländern im August 2021

(In Klammern finden Sie die vieljährigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961-1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vieljährigen Werten ermöglicht eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels)

Baden-Württemberg: Im südwestlichsten Bundesland erzielte der August eine Temperatur von 16,5 °C (16,4 °C), eine Niederschlagsmenge von nahezu 95 l/m² (94 l/m²) sowie eine Sonnenscheindauer von annähernd 165 Stunden (206 Stunden). In der ersten Monatshälfte sorgten immer wieder kräftige Gewitter begleitet mit Starkregen und teils großkörnigem Hagel örtlich für schwere Schäden.

Bayern: Mit 16,1 °C (16,0 °C) war der Freistaat ein kühles und mit über 140 l/m² (101 l/m²) ein niederschlagsreiches Bundesland. Am 15. meldete Regensburg mit 33,2 °C den höchsten Augustwert. Schwere Gewitter mit Starkregen und teils großkörnigem Hagel führten in der ersten Monatshälfte gebietsweise zu vielen Einschränkungen: Am 16. lösten sintflutartige Regenfälle in der Höllentalklamm im Zugspitz-Massiv eine Flutwelle aus. Zwei Menschen wurden von den Wassermassen mitgerissen, eine Frau konnte nur noch tot geborgen werden. Der landesweit meiste Niederschlag fiel im östlichen Alpenvorland mit teils über 280 l/m². Die Sonne schien abgerundet 160 Stunden (202 Stunden).

Berlin: Die Bundeshauptstadt präsentierte sich im August 2021 mit 17,7 °C (17,8 °C) als die wärmste Region. Außerdem zählte Berlin mit aufgerundet 170 Stunden (214 Stunden) zu den sonnigsten Gebieten Deutschlands. Hier ermittelten die DWD-Klimaexpertinnen rund 105 l/m² (59 l/m²).

Brandenburg: Brandenburg war nach Berlin mit 17,1 °C (17,4 °C) das zweitwärmste Bundesland. Hier akkumulierte sich der Niederschlag auf rund 115 l/m², fast das doppelte des Klimawertes (59 l/m²). Der Großteil fiel am 22. nach ergiebigem Dauerregen. Guben, südlich von Frankfurt an der Oder, verzeichnete hierbei 24-stündig 75,0 l/m². Im nördlichsten Brandenburg fielen im August hingegen örtlich kaum 30 l/m². Die Sonne schien nahezu 165 Stunden (213 Stunden).

Bremen: Die Hansestadt zählte mit 16,9 °C (16,7 °C) zu den warmen und mit aufgerundet 145 Stunden (193 Stunden) zu den sonnenscheinarmen Regionen. Bremen verzeichnete nahezu 95 l/m² (71 l/m²) Niederschlag.

Hamburg: Für die Stadt an der Elbe ermittelte der DWD 16,7 °C (16,8 °C), abgerundet 110 l/m² (71 l/m²) Niederschlag und gut 145 Sonnenstunden (201 Stunden).

Hessen: Hessen erreichte eine Mitteltemperatur von 16,2 °C (16,4°C) und die Sonne zeigte sich aufgerundet 150 Stunden (190 Stunden). Mit einer Niederschlagssumme von annähernd 85 l/m² (70 l/m²) gehörte es zu den vergleichsweise trockenen Bundesländern.

Mecklenburg-Vorpommern: Hier erreichte die Durchschnittstemperatur im August 16,7 °C (16,6 °C) und die Niederschlagsmenge fast 100 l/m² (59 l/m²). Mecklenburg-Vorpommern ließ mit gut 170 Sonnenstunden (217 Stunden) alle Kontrahenten hinter sich. Auf Rügen und in Vorpommern zeigte sich die Sonne mit örtlich über 210 Stunden am häufigsten.

Niedersachsen: In Niedersachsen errechneten die Meteorologen 16,6 °C (16,5 °C), rund 100 l/m² (70 l/m²) und nahezu 145 Sonnenstunden (192 Stunden). Ein kräftiger Tornado der Stärke F2 sorgte am 16. in der Region Großheide, nordöstlich von Emden, für große Zerstörungen. Hierbei wurden rund 50 Häuser beschädigt, einige sind nicht mehr bewohnbar. In der Lüneburger Heide schien die Sonne mit örtlich nur 115 Stunden bundesweit am geringsten.

Nordrhein-Westfalen: Im August verzeichnete NRW durchschnittliche 16,3 °C (16,6°C) und eine Niederschlagsausbeute von gut 85 l/m² (73 l/m²). Das östliche Münsterland zählte im letzten Sommermonat zu den niederschlagsärmsten Gebieten, örtlich fielen kaum 30 l/m². Dazu zeigte sich die Sonne abgerundet 135 Stunden (183 Stunden).

Rheinland-Pfalz: Der letzte Sommermonat 2021 bescherte Rheinland-Pfalz eine Temperatur von 16,4 °C (16,6 °C) sowie eine Sonnscheindauer von gut 160 Sonnenstunden (194 Stunden). Mit annähernd 75 l/m² (70 l/m²) zeigte es sich als die zweittrockenste Region Deutschlands.

Saarland: Das kleinste Flächenland war im August mit einer Niederschlagsbilanz von knapp 65 l/m² (73 l/m²) das trockenste und mit einer Sonnenscheindauer von knapp 170 Stunden (202 Stunden) das zweitsonnigste Bundesland. Hier erreichte die Mitteltemperatur 16,8 °C (16,9 °C).

Sachsen: Sachsen erreichte 16,0 °C (16,8 °C) und war damit das zweitkühlste Bundesland. Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge registrierte am 25. mit 1,9 °C den bundesweit tiefsten Augustwert. Der Freistaat war im Ländervergleich mit gut 170 l/m² (77 l/m²) und deutlichem Abstand zu seinen Konkurrenten, das niederschlagsreichste Gebiet. Damit war der August 2021 der drittnasseste seit 1881. Ergiebiger Dauerregen führte am 22. zu örtlich großen Niederschlagssummen: Belgershain, südöstlich von Leipzig, meldete 24-stündig 101,8 l/m². Die Sonne schien rund 150 Stunden (199 Stunden).

Sachsen-Anhalt: Für Sachsen-Anhalt ermittelten die DWD-Klimaexperten eine Mitteltemperatur von 16,7 °C (17,2 °C) und eine Sonnenscheindauer von gut 150 Stunden (198 Stunden). Mit einer Niederschlagssumme von über 120 l/m² (59 l/m²) fiel hier im August mehr als das doppelte des Monatssolls. Allein am 22. summierten sich nach ergiebigem Dauerregen in Wettin-Löbejün-Neutz, nordwestlich von Leipzig, 116,4 l/m² und damit die landesweit größte Tagesmenge.

Schleswig-Holstein: Das nördlichste Bundesland erreichte im August 16,4 °C (16,2 °C) und die Sonne zeigte sich nahezu 165 Stunden (210 Stunden). Die Niederschlagsmenge betrug annähernd 85 l/m² (73 l/m²).

Thüringen: Der Freistaat erreichte durchschnittliche 15,6 °C (16,0 °C) und präsentierte sich damit als das kühlste Bundesland. Außerdem präsentierte sich Thüringen mit knapp 135 Stunden (192 Stunden) als die sonnenscheinärmste Region. Der Niederschlag summierte sich auf gut 145 l/m² (69 l/m²) und damit mehr als das doppelte des Klimawertes. Der August 2021 war damit hinter dem August 2010 der zweitnasseste seit Beginn von Messungen 1881.

Quelle Text: Deutscher Wetterdienst

 

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