BUNDjugend, Greenpeace und Fridays for Future Berlin fordern Klimagerechtigkeit und Menschenrechte
[Deutschland] Mit der Aktion und ihrer Alternativkonferenz machte die Jugendorganisation auf die Widersprüche der diesjährigen Klimakonferenz aufmerksam. Aserbaidschan als Gastgeber der COP29 steht wegen seiner schlechten Menschenrechtslage und der Unterdrückung der Zivilgesellschaft stark in der Kritik. Zudem ist das Land ein bedeutender Exporteur von Erdöl und Gas, was im Widerspruch zu den Zielen der Klimakonferenz steht.
Für die zweite Woche der Verhandlungen forderte die BUNDjugend mehr Ambitionen und Motivation, um eine Entscheidung zum dringend benötigten neuen bedarfsgerechten Klimafinanzierungsziel zu erreichen. Außerdem müssen weitere Schritte zu Klimaschutz, Anpassung und klimabedingten Schäden und Verlusten gegangen werden.
Zu allen Themengebieten stockten die Verhandlungen in der ersten Woche der Klimakonferenz. Vor allem die Entscheidung zu einem globalen Offsetting-Mechanismus wird von den jungen Aktivist*innen stark kritisiert. Viele Staaten, insbesondere die USA, entziehen sich der Verantwortung, indem sie sich lieber hinter angeblicher CO2-Kompensation verstecken, um ihre Klimabilanz zu schönen.
Unter dem Namen „Baku in Berlin: YouthHub zur Weltklimakonferenz“ veranstaltete die BUNDjugend diese Alternativkonferenz zur Klimakonferenz. Die Aktion vor der Aserbaidschanischen Botschaft war Teil des YouthHubs der BUNDjugend und fand im Rahmen der Jugendbeteiligung im Auswärtigen Amt statt. Junge Menschen aus Deutschland, Österreich, Frankreich und Brasilien kamen dort zusammen, verfolgten die Verhandlungen kritisch und entwickelten eigene Lösungsvorschläge für Klimagerechtigkeit. Jeden Abend berichteten die deutschen Jugenddelegierten live aus Baku.
Eine Fotoaktion plus Kundgebung fand am Freitag, den 15.11.2024, um 10:30 Uhr vor der Aserbaidschanischen Botschaft in Berlin statt. Die Aktivist*innen in Deutschland haben die Demonstrationsfreiheit dieser von der Polizei genehmigten Aktion bewusst genutzt, um regime-kritische Bilder zu erzeugen, die in Azerbaidschan nicht entstehen könnten = siehe Foto oben.
Quelle: Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.
Nachtrag von HESSENMAGAZIN.de
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