Herbstlich trüber Vogelsberg: Die Rotorblätter der Windräder sind kaum zu sehen (c) HESSENMAGAZIN.de
[Hessen] Gestern traf die Meldung ein, dass unsere Erde durch den Klimawandel auf 2,8 Grad Erwärmung zusteuert. Wenn man momentan draußen auf den Mittelgebirgshöhen im Vogelsberg unterwegs ist, kann man das bei der Durchschnittstemperatur von mehreren Grad unter 10 kaum glauben. Auch dass unser Wasser knapp wird und der Grundwasserspiegel weiterhin zu niedrig ist, erscheint einem im tagelangen Regen recht unwahrscheinlich. Zu allem Überfluss kündigt der Wetterdienst im Fernsehen jetzt noch ein Sturmtief an. Der Prüfblick aufs allwissende Handy zeigt: UV-Index niedrig, Feuchtigkeit 96 %, Joggen schlecht, Gräserpollen aber gut :-)
Der Deutsche Wetterdienst bezeichnet seine Warnstufe zurzeit jedoch lediglich als "markant": KLICKmal. Und kündigt an: "In Staulagen einiger westlicher Mittelgebirge immer wieder Regen mit Mengen zwischen 30 und 40 l/qm bis Samstagfrüh." (Das sind drei bis vier Putzeimer voll Wasser über den Tag verteilt.)
Damit kommen wir zu der aktuellen Pressemeldung des Hessischen Bauernverbandes. Der fordert angesichts zunehmender Wetterextreme (wie Starkregen, Dürre und Spätfrost) die Einführung einer staatlich geförderten Mehrgefahrenversicherung für die Landwirtschaft. Denn Prämien für einen umfassenden Schutz gegen mehrere Wettergefahren wären für viele Landwirte allein kaum tragbar.
Anlass dafür ist die Veröffentlichung einer flächendeckenden Starkregengefahrenkarte durch das Hessische Landwirtschaftsministerium: HIER <-KLICK.
Naja, dann sollten eigentlich wohl auch Spaziergänger winddichte Regenkleidung vom Vater Staat gesponsort bekommen. Denn fast alle sorgen mit Steuerzahlungen für den Fortbestand der Republik :-)
Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de


















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