[Frankfurt am Main] Am Samstag, 4. April 2026, stimmen insgesamt 50 Glocken von zehn Innenstadtkirchen in Mainhattan mit einem außergewöhnlichen Klangerlebnis auf Ostern ein: Das Große Stadtgeläute bietet am Karsamstag von 16.30 bis 17 Uhr wieder eine gute Gelegenheit zu einem besonderen Rundgang durch die Frankfurter City.
„Den Frühling genießen, gemütlich durch die Stadt flanieren und dabei dem Glockenkonzert lauschen – auf diese Weise verbinden zahlreiche Frankfurter:innen und Besucher:innen das Große Stadtgeläute mit einem Spaziergang durch die Innenstadt“, sagt Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff, der auch für die Dotationskirchen zuständig ist.
Das Große Stadtgeläute erklingt lediglich viermal im Jahr: an den Samstagen vor Ostern, vor Pfingsten und vor dem 1. Advent sowie an Heiligabend. Dabei erschallen die Glocken von zehn Innenstadtkirchen in einer festgelegten Reihenfolge und in perfekter Abstimmung. Den Auftakt macht die Bürgerglocke der Paulskirche, am Ende ertönt die Gloriosa im Dom.
Das erste Läuten aller Frankfurter Glocken ist bereits zur Begräbnisfeier von Kaiser Ludwig IV. im Jahr 1347 belegt. Daraus entstand eine lange Tradition: Auch bei Anlässen wie den Wahlen von Königen und Kaisern oder Goethes 100. Geburtstag ließ man die Kirchenglocken läuten. 1856 beschloss der Senat der Freien Stadt Frankfurt dann, zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten ein Geläute zu veranstalten. Die Komposition des Großen Stadtgeläutes geht allerdings auf den Mainzer Glockensachverständigen Professor Paul Smets zurück, der das Klangbild 1954 konzipiert hat.
Einen speziellen Ort, um am besten zu hören, gibt es allerdings nicht: Um das Klangerlebnis aktiv mitzuerleben, bietet sich ein Rundgang durch das Stadtzentrum an. Zu den beliebtesten Standorten zum Zuhören zählen der Römerberg, der Liebfrauenberg, die Hauptwache, der Paulsplatz und der Eiserne Steg.
Als Ergänzung oder Alternative wird am Osterwochenende auf der Internetseite der Stadt Frankfurt am Main auch eine Audiodatei mit dem Geläut freigeschaltet: HIER <-KLICK.
Quelle Text: Stadt Frankfurt





















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