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Tag des Gartens: Naturnah gärtnern

Wilder, naturnaher Garten im Juni (c) HESSENMAGAZIN.de[Deutschland] Anlässlich des Tags des Gartens machte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf die Bedeutung von Gärten für die biologische Vielfalt aufmerksam. „Die etwa 17 Millionen Privat- und Kleingärten belegen 2,6 Prozent der Gesamtfläche Deutschlands und können wertvolle Lebensräume für Insekten und andere Arten sein, sofern sie pestizidfrei und naturnah bewirtschaftet werden“, erklärt Corinna Hölzel, Pestizidexpertin des BUND. „Dass Gärten auch ein wichtiger Ort für Erholung und Gesundheit sind, ist vielen Menschen gerade in Corona-Zeiten deutlich geworden. Außerdem sind Gärten Stätten der Naturerfahrung und Umweltbildung: Kinder können Tiere und Pflanzen beobachten und Naturprozesse erleben.“

Für bestäubende Insekten wie Bienen und Hummeln sind Gärten und öffentliche Parks oft attraktiver als die ländliche Umgebung. Hölzel: „Städte bieten mehr Vielfalt, weniger Monokultur und weniger Pestizide. Viele Bienenarten fühlen sich hier besonders wohl, weil sie vielfältige Nistmöglichkeiten und ausreichend Nahrung finden. Wir Menschen profitieren von dieser Vorliebe, indem es reichhaltige Ernten an Obst und Gemüse gibt. Umso wichtiger ist es, dieses fantastische Zusammenspiel nicht durch Pestizideinsatz zu zerstören.“

Chemisch-synthetische Pestizide werden zwar hauptsächlich in der Landwirtschaft eingesetzt. Aber viele der Wirkstoffe sind auch für den Hobbybereich zugelassen. Privatgärtnerinnen und Privatgärtner haben über hundert Mittel in den Giftschränken der Baumärkte, Gartencenter oder online zur Auswahl. Rund 5.500 Tonnen reiner Wirkstoff werden jährlich in Deutschland an nichtberufliche Verwender verkauft. Hölzel: „Viele Mittel schädigen nicht nur Blattläuse oder andere ungeliebte Insekten, sondern auch Nützlinge wie Wildbienen, Schmetterlinge oder Schwebfliegen. Wenn mit Herbiziden alle Blühpflanzen weggespritzt werden, können Bienen keinen Nektar und Pollen mehr finden.“

Ein Einsatz dieser Chemiekeulen ist gar nicht notwendig. Chemiefrei und naturnah gärtnern ist möglich und einfach. „Wildkräuter sollten per Hand gejätet werden. Mit Nisthilfen lassen sich einfach Lebensräume für Nützlinge schaffen, auch wilde Ecken im Garten eignen sich bestens dafür“, so Hölzel. „Es muss nicht jede Woche gemäht werden und heimische Pflanzen sind meist robuster als bunte Exoten. Zum Düngen eignen sich natürliche Mittel wie Pflanzenjauchen bestens und die verwendete Erde sollte unbedingt torffrei sein. Solch ein naturnahes Gärtnern ist gut für unsere Natur und schafft Lebensräume, in denen es für Gärtnerinnen und Gärtner viel zu entdecken gibt.“

Ein Verbot von chemisch-synthetischen Pestiziden für den Hobbygarten ist dringend überfällig. Frankreich hat bereits Anfang 2019 die Ausgabe von Pestiziden an Laien und den Pestizideinsatz in Haus- und Kleingärten gesetzlich untersagt. „Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner hinkt hinterher. Sie kündigt zwar wortreich schon seit Beginn der Legislaturperiode den Schutz der Bienen an, doch umgesetzt wurde noch nichts davon. Das Aktionsprogramm Insektenschutz wurde verabschiedet, aber noch nicht in konkrete Gesetze umgesetzt. Auch das im Koalitionsvertrag vereinbarte Glyphosatverbot ist nichts als eine Absichtserklärung. Ein Verbot von Pestiziden für Privatanwender wäre ein leichter, wirksamer erster Schritt für den Insektenschutz“, so Hölzel abschließend.

Mehr Informationen:

Allein mit insektenfreundlichen Gärten und Parks in den urbanen Gebieten ist das Insektensterben nicht aufzuhalten. Notwendig ist eine grundlegende Reform der Agrarpolitik, die Bestäuber schützt, Pestizide drastisch reduziert und Landwirtinnen und Landwirte unterstützt, ökologische und soziale Maßnahmen zu ergreifen.

Für diese Ziele hat der BUND gemeinsam mit rund 140 Organisationen eine europäische Bürgerinitiative gestartet, die eine Million Unterschriften sammeln möchte: www.aktion.bund.net/fuer-agrarwende-und-artenvielfalt

Quelle Text: BUND

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