[Deutschland] Die Umweltorganisation ROBIN WOOD ist mit ihren rund 3.000 Mitgliedern den "Kollegen" gegenüber zwar klein, besitzt aber einen enormen qualitativen Stellenwert im Kampf für die Natur: Sie agiert als investigatives Frühwarnsystem und ökologisches Gewissen, das den Finger auch dort in die Wunde legt, wo größere Organisationen aus diplomatischen Gründen schweigen. Hier ist der "Gral" ein sofortiger Stopp der Zerstörung direkt vor Ort – am liebsten in 30 Metern Höhe aus den Wipfeln eines bedrohten Waldes, völlig unbeeindruckt von Räumungsbefehlen und Paragraphen.
Konsequent & unabhängig: Die „radikale“ Speerspitze
Während die großen Umwelt-NGOs oft in politischen Gremien sitzen, Kompromisse aushandeln und einen riesigen Verwaltungsapparat finanzieren, bleibt ROBIN WOOD die unbequeme, basisdemokratische Seitenlinie. Durch spektakuläre Kletter- und Besetzungsaktionen erreicht man u. a., dass die etablierten Organisatioen von Politik und Wirtschaft oft als „gemäßigte Verhandlungspartner“ akzeptiert werden. Damit ebnet ROBIN WOOD also indirekt den Weg für politische Kompromisse :-)
Weil sich der Verein fast ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert und keine Großinvestoren oder staatlichen Fördergelder annimmt, gilt er in der Medienlandschaft als integer. Seine Berichte und Recherchen werden von Fachjournalisten geschätzt, da sie frei von wirtschaftlichen oder parteipolitischen Rücksichten sind.
ROBIN WOOD schafft es wie kaum eine andere Organisation, globale Klimaziele auf konkrete, regionale Konflikte herunterzubrechen, zum Beispiel beim Protest gegen Werkserweiterungen von VW, Kohle- und Gasstandorten im Ruhrgebiet oder gerade jetzt bei der Weservertiefung.
Der Fokus richtet sich auf spektakulären, aber gewaltfreien Umweltschutz direkt vor Ort
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf dem Erhalt der Wälder durch das Verhindern von Holzeinschlag und Biomasse-Verfeuerung. Man agiert für die Energie- und Wärmewende und gegen fossiles Gas/LNG. Dazu gibt es immer wieder Protest aufgrund von Autobahnneubauten. Aktuell engagiert sich die Organisation stark in der bundesweiten Wasserbewegung durch die „Flusscamps“ an Weser, Elbe und Rhein. Aktuelles dazu: HIER <-KLICK.
Die Medienarbeit: Das ROBIN WOOD Magazin erscheint vierteljährlich und bietet tiefgehende Hintergrundberichte, investigative Recherchen zu Umweltverbrechen und Updates zu eigenen Kampagnen. Das Besondere daran: Das Magazin verzichtet auf kommerzielle Werbung, um redaktionell unabhängig zu bleiben: HIER <-KLICK.
In Pressemitteilungen reagiert der Verein direkt auf politische Entscheidungen oder Missstände. Die Tonalität ist fordernd, investigativ und stark faktenbasiert - oft untermauert durch eigene Fachreferenten. Außerdem nutzt ROBIN WOOD zunehmend den Klageweg. Aktuell sorgt die Organisation beispielsweise international für Aufsehen durch ihre Berufungsklage vor dem EU-Gericht gegen das „Greenwashing“ von forst- und bioenergiebasierten Projekten in der EU-Taxonomie.
Fazit: Im Vergleich zu den Riesensorganisationen wie Greenpeace, dem BUND , NABU oder dem WWF nimmt ROBIN WOOD eine ganz spezifische, unersetzbare Nische ein ;-)
Hintergrund
ROBIN WOOD wurde 1982 von Aktivistinnen und Aktivisten gegründet, die aus der Anti-Atomkraft-Bewegung, der Waldsterben-Debatte und frühen direkten Umweltaktionen kamen. Die Gründer wollen seither zivilen Ungehorsam und Kletteraktionen in den Mittelpunkt stellen ohne Parteibindung, ohne Großspender und Lobbyismus. Erste Kampagnen richteten sich gegen Regenwaldzerstörung, die Papierindustrie, Atomkraftwerke und Autobahnprojekte. Diese Wurzeln prägen die Aktionsgruppe bis heute und machen ROBIN WOOD zu einem glaubwürdigen Ritter im NGO-Feld.
Investigativ und unbequem: www.robinwood.de
Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de




















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