[Welt] Normalerweise stehen politische Geschehnisse nicht im Fokus von HESSENMAGAZIN.de. Doch im Moment überschlagen sich die Ereignisse in der Welt und ziehen uns so sehr in den Bann, dass wir nicht einfach wegschauen können: Da bekommt doch gestern der Ukrainische Präsident Selenskyj bei seinem USA-Besuch von Trump und seinem Vize J.D. Vance vor laufenden Kameras eins auf die Mütze, weil er sich nicht dankbar genug zeigt für die bisherige Kriegshilfe aus Amerika. Die hatte ihm zwar Trumps Vorgänger Biden gewährt, wofür man aber jetzt eine Art Rückzahlung in Form von Bodenschätzen erwartete.
Ein entsprechender Rahmenvertrag sollte an diesem Tag unterzeichnet werden - Überlegungen zu dem geplanten Deal bei WELT.de <-KLICK
Tja, so ist das mit den Erwartungen: Der eine erhofft dies, der andere das. Wenn's aber nicht zusammenpasst, kracht es. Auf der menschlichen Ebene wird man dann viel zu oft aus Enttäuschung persönlich verletzend und ungerecht. Und hackt ohne einen diplomatischen Rahmen aufeinander herum.
Einer der ersten Kommentare der Medien: "Das sieht man, welche Anfänger das sind."
Ohne die üblichen Umgangsformen des politischen Parketts zu beachten, wird Trumps Staatsgast Selenskyj zum Schluss sogar noch beschuldigt, gar keinen Frieden zu wollen, sondern einen dritten Weltkrieg zu riskieren: Das Opfer der ganzen Situation wird also noch gescholten und bekommt zudem die Schuld in die Schuhe geschoben.
Woher man das kennt lesen Sie bei: www.polizei-beratung.de/infos-fuer-betroffene/victim-blaming/ <-KLICK.
Nachtrag danach
Wir haben bei Arte.tv Beiträge gesehen, die Erklärungen liefern können zu der verwirrenden Situation.
Einerseits präsentiert das Magazin "Mit offenen Augen - Sehen um zu verstehen" Bilder, die aufschlussreiche Hintergründe liefern zum Beispiel zu "Trumps Handschlag – ein diplomatischer Kraftakt" <-KLICK.
Andererseits hat die Sendung "28 Minuten", ein weiteres Magazin von Arte, am 25.02.2025 nachgefragt: "Wer kann Donald Trump die Stirn bieten?" <-KLICK. Ab Minute 13:45 wird es hochinteressant: Da werden Trumps besondere Verhaltensweisen beleuchtet.
Fazit: Selenskyj war chancenlos. Selbst wenn er nicht emotionell re-agiert hätte, hätte man es bestimmt geschafft, ihn "vorzuführen". Es wurden sogar inzwischen Stimmen laut, die die Stiuation für inzeniert halten. Googlen Sie mal: KLICK!
Das auch noch: Inzwischen haben viele nachgedacht und kommen zu manchen überraschenden Rückschlüssen. So schreibt Lea Verstl, Politik- und Nachrichtenredakteurin bei ntv.de, dass Thomas Jäger als deutscher Politikwissenschaftler zu der Überzeugung kam, die "Show" war für die amerikanische Öffentlichkeit gedacht. Und zwar, um sie zu überzeugen, dass die Ukraine die Unterstützung der USA nicht verdient. Selbst nachlesen: HIER <-KLICK.
Und das vorläufige Ende in London: Der englische König Charles lädt Selenskyj zum Treffen ein - auch wenn dieser zum Ukraine-Sondergipfel immer noch ohne Anzug und Krawatte reist ;-)
Alle News dazu <-KLICK.
PS: Trump kommt wohl auch in einigen Tagen zu Charles. Wir sind alle gespannt auf seinen "Handschlag" zur Begrüßung.
Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de