[Hessen] Rund 200 landwirtschaftliche Betriebe haben sich in Hessen auf den Anbau von Erdbeeren spezialisiert. Für Verbraucher ist es wichtig, dass das rote Früchtchen nun wieder zu haben ist - und zwar frisch vom Feld. Eigenhändig pflücken ist ein Spaß, der bei vielen schon zum Kult geworden ist. Das in Kombination mit Bioqualität ist dann fast so gut wie aus dem heimischen Garten. Allerdings: Richtig billig ist das auch nicht mehr!
Erdbeeren selber zu ernten ist fast überall möglich: HIER <-KLICK für Proplantas Übersichtskarte.
Sogar rund um Frankfurt gibt es Möglichkeiten: HIER <-KLICK. Aber ob auf der von Ihnen angesteuerten Plantage konventionell oder ohne Pestizide in Bio-Qualität angebaut wurde, können Sie leider nicht an den Früchten erkennen. Also gilt draußen auf dem Feld: Nicht direkt von der Hand in den Mund, sondern vorher abwaschen - auch wenn es schwer fällt. Der beinahe schon überregional organisierte "Platzhirsch" Bauer Würfl bietet zwar geprüfte, aber definitiv keine Bio-Qualität an.
By the way: Wenn Sie schon unterwegs sind: Spargel können Sie normalerweise nicht selbst ernten, aber frisch in der Region kaufen. Die entsprechende Karte für das "königliche Gemüse" gibt es HIER <-KLICK.
Wenn Sie jetzt aber wissen möchten, wo Sie einen richtigen BIO-Laden oder entsprechenden Direktvermarkter finden, klicken Sie HIER.
Gut zu wissen: Was Sie mitessen
Einen Pestizidreport veröffentlicht Nordrhein-Westfalen aktuell seit einigen Jahren. Bei den "normal" bzw. konventionell angebauten Erdbeeren gibt es nur 14 Prozent ohne gesundheitsgefährdende Rückstände, alle anderen jedoch mit einem Chemiecocktail und 5 Proben sogar mit unerlaubter Höchstmengenüberschreitung.
BIO kommt oft daher wie aus dem Garten Eden (Stand 24.05.2016 = Beginn der Saison). Mehr dazu: HIER <-KLICK.
Wer es genauer wissen möchte: Diese Liste mit Pflanzenschutzmitteln (in gedruckter Form erund 40 Din A4 Seiten!) stellt Proplanta öffentlich im Internet zur Verfügung. Sie stammt vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), wo nicht ganz unkompliziert und äußerst wortreich über das gleiche Thema informiert wird: HIER <-KLICK.
Wollen Sie wirklich alles wissen zu den o. g. Pestiziden auf unseren Früchtchen, rufen Sie in der Proplanta-Liste ALLE Einträge auf (Achtung: es dauert etwas länger) und suchen Sie sich einfach über das Menü "BEARBEITEN / Suchen" Ihres Browsers das Mittel heraus, zum Beispiel Glyphosat, über das gerade die Medien berichten.
Cyprodinil ist mehrmals gelistet, die Erdbeere ist unter "Kernobst" aufgeführt. Das Fungizid gegen schädliche Pilze - auch bei Kernobst - ist bis 2019 zugelassen. Sein Granulat verteilt sich leicht im Wasser (= wasserdispergierbar), ist echt umweltgefährdend, muss unbedingt in Schutzkleidung aufgebracht werden und wird ganz sicher in Gewässern schädliche Wirkung haben.
Es bringt Frosch, Fisch und Wasserfloh gnadenlos um. Allerdings bei Beachtung der Höchstmengen angeblich keine Bienen, Raubmilben, Laufkäfer, Florfliegen und Brackwespen. Was jedoch passiert, wenn der Hund am verwendeten Eimerchen schleckt, sollte man sich besser nicht vorstellen.
Kein Wunder, dass so viele Leute sich inzwischen wieder einen eigenen Garten anlegen!
2015 397