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Home Der Vogelsberg ist Kult Sonntagsspaziergang über den erloschenen Vulkan

Sonntagsspaziergang über den erloschenen Vulkan

Geschichten vom einst kostbaren Brauneisen, dem Wasser und glitzernden Steinen

Führung Vulkanerlebnis: Angela Metzer (rechts im Magentashirt) mit den Teilnehmern auf dem Hoherodkopf (c) HESSENMAGAZIN.de
Führung "Vulkanerlebnis": Angela Metzer (rechts im Magentashirt) mit den Teilnehmern auf dem Hoherodkopf (c) HESSENMAGAZIN.de

[Mittelgebirge Vogelsberg] Am Nachmittag des 21. Juni 2020 führte Dr. Angela Metzner 20 interessierte Besucher etwa drei Stunden vom Hoherodskopf aus durch den Vogelsberger Oberwald, um ihnen Zeugnisse der einstigen Vulkantätigkeit zu zeigen. Das etwa 2.500 qkm große Vulkangebiet besteht aus einer ca. 800 Meter dicken Basaltschicht, die auf Bundsandstein lagert. Die Spitzen der Erhebungen sind längst verwittert. An den meisten Stellen zeigt die Region sich abgeflacht und grün - von Vegetation bedeckt.

Neben der Dinofigur lauschte die Gruppe den Ausführungen zu der Beschaffenheit des Vulkans (c) HESSENMAGAZIN.de
Neben der Dinofigur lauschte die Gruppe den Ausführungen zu der Beschaffenheit des Vulkans (c) HESSENMAGAZIN.de

Längst ist im Vogelsberg Ruhe eingekehrt, seit rund 15 Millionen Jahren sind die Vulkane nicht mehr aktiv. Man vermutet, wenn überhaupt, eine letzte Magmakammer in vierzig Kilometern tief unter der Erde: Zu weit weg, um die Hitze zu spüren. An der Dinosaurier-Skulptur auf der Nordseite des Hoherodskopfs berichtete die Vulkanführerin als nächstes, dass seit der Besiedelung durch die Kelten die hier lebenden Menschen viele Relikte aus der feurigen Vergangenheit gut zu nutzen wussten.

Nahaufnahme: Rostfarbener Brauneisenstein (c) HESSENMAGAZIN.deSo erzählte sie zum Beispiel von dem Erz, das man als Verwitterungsprodukt des Basalts finden konnte und sogar immer noch kann: "Damals, als ein Eisenschwert den Wert eines Bauerngehöftes darstellte, war das Verhütten dieses Limonits, sprich: des Rohstoffs Brauneisenstein, zwar sehr mühselig, aber notwendig: Es gab keine Alternativen zur Werkzeugherstellung."

Ein großes Thema im Vogelsberg ist die Geologie. Eindrückliche Belege der zu Stein gewordenen Vergangenheit sind ein Stück weiter am Taufstein zu sehen. Neben dieser höchsten Erhebung des Vogelsbergs liegen die Reste von sechseckigen Basaltsäulen auf einer naturgeschützten Blockhalde. Deren ungewöhnliches Aussehen enstand nach Vulkanausbrüchen, als die ausgeströmte Lava langsam erkaltete.

Basaltfelsen im Wald: Der Gipfel des Hoherodskopfes (c) HESSENMAGAZIN.de
Basaltfelsen im Wald: Der Gipfel des Hoherodskopfes (c) HESSENMAGAZIN.de

Angela Metzner wies darauf hin, dass die "platzsparende" Sechseckform oft in der Natur anzutreffen ist, die dekorativen Originalsäulen inzwischen aber nur noch selten zu bekommen sind: "Sie waren immer schon ein begehrter Baustoff für Gebäude - Bismarcktürme, Brunnen,Treppen, Häuser und auch sogar vor 100 Jahren für den Deichbau in Holland."

Gemächliche Wanderrunde mit vielen Informationen (c) HESSENMAGAZIN.de
Gemächliche Wanderrunde mit vielen Informationen (c) HESSENMAGAZIN.de

Auf der acht Kilometer langen Rundwanderung wurde den Teilnehmern zudem das Problem "Wasser" nahegebracht. Aufgrund der vielen Niederschläge im Mittelgebirge Vogelsberg konnten sich im Basalt große Grundwasserstockwerke mit frischem reinen Wasser in Trinkwasserqualität füllen.

Einerseits ist das der Grund für die vielen Quellen und Bäche im Vogelsberg, andererseits konnte hier seit über 150 Jahren überregional Wasser gewonnen werden. Die Versorgungsunternehmen im Rhein-Main-Gebiet fördern bis heute pro Jahr rund 200 Millionen Kubikmeter des kostbaren Nasses, das durch Fernwasserleitungen nach Frankfurt fließt.

Gut beschildert: Der Oberwald rund um den Taufstein und Hoherodskopf (c) HESSENMAGAZIN.de
Gut beschildert: Der Oberwald rund um den Taufstein und Hoherodskopf (c) HESSENMAGAZIN.de

Besondere Gesteine und Mineralien

Im Erdmantelgestein verbirgt sich durch den Vulkanismus auch so manches Wertvolles. Von Olivgrün bis hellgrün glitzern winzige Kristalle des Perodit (Olivin) in einigen gefundenen Steinen am Wegesrand. Sie kommen aus einer Tiefe von über 10 Kilometern und würden als sauber geschliffene 8 mm Kügelchen ca. 30 Euro wert sein.

Stein mit Peroditeinschlüssen und eine hübsche Kette aus Splittern (c) HESSENMAGAZIN.de"Armbänder und Halsketten aus Splittern dieses Halbedelsteins bekommt man preiswert im Internet", verrät Angela Metzner ganz bewusst erst zum Schluss ihrer Führung, damit das prägende Gestein des Vogelsberg nicht zu kurz kommt: der Basalt :-)

Quelle: Brigitta Möllermann, www.HESSENMAGAZIN.de

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