Ausflug auf die Ronneburg im Main-Kinzig-Kreis - Update

Mittwoch, den 07. August 2019 um 12:00 Uhr Freizeit & Tipps - Zeitgeschichte
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Immer einen Besuch wert: Die Ronneburg (c) HESSENMAGAZIN.de
Immer einen Besuch wert: Die Ronneburg (c) HESSENMAGAZIN.de

[Ronneburg / Main-Kinzig-Kreis] Vom vielen Burgen hat man einen herrlich weiten Blick über das Land, weil im Gegensatz zu Schlössern ihre einstigen Besitzer Ritter waren, die sich hinter dicken Mauern oben auf dem Berg verschanzen mussten. So boten sie ihren Feinden einen beschwerlichen Aufstieg. Viele dieser „trutzingen“ Burgen bestehen inzwischen oft nur noch aus Ruinen, denn in der Neuzeit wollte dort niemand wohnen. Sie verfielen, wenn sich keiner darum kümmerte. Eine Ausnahme ist die Burg Ronneburg bei Altwiedermus, nicht weit von Hanau entfernt.

Diese so genannte Höhenburg wurde im Mittelalter auf einem steilen Hügel errichtet und von den Grafen zu Isenburg bis zum 16. Jahrhundert als Wehranlage und Adelssitz ausgebaut. Ein tiefer Brunnen versorgte die Bewohner mit Wasser. Und von ihrem Bergfried, einem 32 m hohen Aussichtsturm, konnte man herannahende Räuber früh erblicken.

Wer heute die Burg Ronneburg aufsucht, kann das Leben von Burgfräulein und Ritter bestens nachempfinden. Vieles ist in den Räumen wieder mittelalterlich hergerichtet. Zusätzlich sorgt der Verein „Freunde der Ronneburg“ für die entsprechende „Burgbelebung“.

Zu bestimmten Zeiten werden außerdem Großveranstaltungen -  Ritterspiele und Mittelaltermärkte - organisiert. Da findet sich inzwischen halb Frankurt auf der Burg ein und die Wiesen rund um die Burg stehen voller Blechkarossen.

An ruhigeren Sonntagen bietet man für die Besucher Tanz- und Schmiedevorführungen Schwertkampftraining, Lederbearbeitung, Korbflechen und Bogenschießen oder ähnliches.

Außerordentlich interessant sind die Tage zum Selbsterkunden, wenn sich mittelalterliche Gruppen zu Burgbelebung einfinden. Sie kochen und essen in der Burgküche, schwatzen und sticken in der Kemenate, genau so, als wohnten sie dort. Man darf ihnen zuschauen und sich mit ihnen unterhalten.

Das Museum der Burg befindet sich hinter dem ersten Torhaus und ist von März bis Ende November, Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18, ab 2025 von 11 bis 17 Uhr geöffnet - im Winter nur am Wochende von 11 bis 16 Uhr (geschlossen).

Der Eintritt kostet für Erwachsene inzwischen 7,50 Euro, für Kinder ab 5 Jahren 6 Euro. Darin enthalten sind die öffentlichen Führungen von März bis November, zu denen am Wochende um 16:15 Uhr eingeladen wird. Sie dauern eine Stunde (finden nicht mehr statt).

Die Gaststätte hinter dem ersten Tor der Burg ist eintrittsfrei zugänglich. Sie hat außer Montag und Dienstag heuer erst ab nachmittags geöffnet, Samstag und Sonntag schon ab 11 Uhr. An diesen beiden Tagen kann man jedoch Getränke, Kaffee und Würstchen draußen im Hof an einer Theke bekommen. (Der Biergarten ist z. Zt. geschlossen.)

Für die Flugvorführungen der Falknerei im frei zugänglichen Burghof nimmt man sich bei gutem Wetter von März bis Oktober täglich außer Montag um 15 Uhr etwas Zeit. Der Eintritt kostet für Erwachsene: 6 Euro und für Kinder von 3 bis 14 Jahren 5 Euro. (Hat sich alles für die Öffentlichkeit erledigt ;-(

Adresse: Burg Ronneburg, 63549 Ronneburg, www.burg-ronneburg.de

Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de - Update im März 2025  Küssend

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