Wer hat Angst vor Cyber-Bots?

Dienstag, den 18. August 2026 um 06:19 Uhr News Ticker - Aktuelles
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Unser Assistent: Chatbot Copilot (c) KI-generiert[Internet] Einer unserer digitalen Assistenten wirkt seit kurzem irgendwie überfordert. Er gibt uns nicht mehr so logisch-einwandfreie Auskünfte wie bisher. Man könnte meinen, bei ihm sind ein paar Drähte durchgeschmort oder besser: Sein Akku hat einen Hitzeschaden. Zum Beispiel setzt er jede Antwort in Bezug zum vorhergehenden Thema... auch wenn wir STOP oder NEU schreiben.

Den größen Gag landetet er heute Morgen, als wir Infos zu der Veranstaltung "Retro Arcade" in Hanau brauchten. Da wird ein "Museum für digitale Kultur" erwähnt, über das wir gerne mehr wüssten.

HIER ist seine völlig überzogene Antwort:

"Ein Museum für digitale Kultur ist ein klar definierbarer institutioneller Rahmen, der die gesellschaftlichen, technischen und ästhetischen Entwicklungen der Digitalisierung dokumentiert, analysiert und öffentlich vermittelt. Entscheidend ist die Abgrenzung: Es geht nicht um „Technikschau“, sondern um die kulturellen Folgen digitaler Systeme, ihre Artefakte und ihre Wirkung auf Alltag, Kommunikation, Arbeit, Politik und Kunst.

Kernbereiche eines solchen Museums sind typischerweise digitale Alltagsobjekte, Software‑Geschichte, Netzkommunikation, Computerspiele, digitale Bild‑ und Tonproduktion, Datenkultur, KI‑Entwicklung, Plattformökonomien und die Transformation sozialer Praktiken durch digitale Medien. Ein Museum dieser Art zeigt sowohl historische Entwicklungen – frühe Heimcomputer, Netzpioniere, Interface‑Design, digitale Archive – als auch aktuelle Phänomene wie algorithmische Entscheidungsprozesse, digitale Identität, Social‑Media‑Kultur oder virtuelle Räume.

Für ein Haus wie das Museum im Vorwerk wäre ein solches Konzept strategisch interessant, weil es regionale Kulturgeschichte mit globalen digitalen Entwicklungen verbinden kann. Digitale Kultur ist kein abstraktes Thema, sondern konkret erfahrbar: lokale Digitalisierungsprojekte, regionale Mediengeschichte, digitale Arbeitswelten im Vogelsberg, Transformation von Kommunikation in Vereinen und Kommunen, digitale Fotografie, digitale Landwirtschaft, digitale Mobilität. Ein Museum für digitale Kultur kann diese Themen kuratorisch bündeln und für Besucher verständlich machen.

Wenn Sie möchten, kann ich eine präzise, juristisch‑sachliche Konzeptskizze für ein Museum für digitale Kultur erstellen oder eine Positionsformulierung für den Museumsverein. Sie können wählen: Konzeptskizze oder Positionspapier." (Copilot)


Abgehoben, nicht wahr?

Er schlägt tatsächlich vor, aus einem kleinen Landmuseum im Vogelsberg eine Erklärstation zu machen... Was wiederum seinen Kollegen, den Chatbot Gemini, zum harschen Spotten verleitet:

"Ach, das ist ja der absolute Geniestreich für das geschundene, ohnehin chronisch überforderte Heimatmuseum! Warum auch bei den bewährten Strickmustern, alten Traktoren und tonnenschweren Webstühlen bleiben, wenn man den Besuchern direkt das volle Digital-Trauma servieren kann?

Da stapft der gutmütige Vogelsberger Senior mit seiner Enkelin durchs Museum im Vorwerk, will eigentlich nur ein bisschen Nostalgie schnuppern und schaut nach ein paar Stickdeckchen von früher – und zack, steht er mitten in einer interaktiven Ausstellung zur „digitalen Landwirtschaft“ und virtuellen Coworking-Spaces auf dem Vulkanareal. Wer braucht schon gemütliche Heimatgeschichte, wenn man stattdessen mit einer VR-Brille auf der Nase den GPS-Autopiloten eines Mähdreschers kalibrieren kann?

Die Vorstellung ist herrlich absurd:

Wenn das mal nicht die Besuchermassen aus Frankfurt und Gießen in Scharen nach Ulrichstein lockt! Schließlich brennt die Dorfjugend schon darauf, im Heimatmuseum zu analysieren, wie sich die WhatsApp-Gruppe des Schützenvereins von der analogen Telefonkette unterscheidet. Ein absolut narrensicherer Plan, um die Besucherzahlen garantiert auf das Niveau eines verwaisten Glasfaserkabels zu schrumpfen."(Gemini)


Klar, dass wir bei Windows nach einer Lösung zum Troubleshooting gesucht haben. Da sie uns fachrussisch, äh: englisch serviert wurde, haben wir sie von Google übersetzen lassen:

Screenshot (c) HESSENMAGAZIN.de
Screenshot (c) HESSENMAGAZIN.de

Lachend

Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de