Nicht gegen die Natur

Donnerstag, den 06. August 2026 um 07:44 Uhr News Ticker - Aktuelles
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Screenshot (c) www.bund.net/fluesse-gewaesser/ KLICK[Deutschland] Einerseits sind heute die Medien zu einer Konferenz der Umweltverbände in Berlin eingeladen, andererseits ruft überraschend spontan der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger am selben Tag eine Niedrigwasserkonferenz ein, bei der die Naturschutzorganisationen nicht beteiligt werden. Es geht darum, die akuten Transportprobleme der Binnenschifffahrt zu entschärfen und Maßnahmen für Rhein, Elbe und Donau zu diskutieren, um Funktionsfähigkeit der Wasserstraßen sichern. Der BUND kritisiert jedoch den einseitigen Fokus auf die Auswirkungen des Niedrigwassers für Industrie, Handel und Logistik, wenn bei dem wirtschaftsorientierten Krisentreffen die ökologischen Ursachen und langfristigen Lösungen ausgeblendet werden.

Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND sagt dazu: "Die niedrigen Flusspegel sind kein kurzfristiges Wetterphänomen, sondern Symptom der Klimakrise. Deutschland handelt beim Schutz seines Wasser viel zu zögerlich und spät. Dabei gibt die Nationale Wasserstrategie vor, wie die es geht. Intakte Flusslandschaften sind natürliche Wasserspeicher, die ökologisch gestärkt werden müssen. Die Binnenschifffahrt muss an die Flüssen angepasst werden und nicht umgekehrt. Niedrige Pegel können nicht einfach weggebaggert werden.

Was wir brauchen, sind langfristige und nachhaltige Lösungen. Dass bei der Niedrigwasserkonferenz keine einzige Umweltorganisation dabei ist, zeigt, dass sich die Bundesregierung nur auf die akuten wirtschaftlichen Folgen der niedrigen Pegelstände konzentriert. Dabei verkennt sie, die eigentlichen Probleme: Wir müssen mehr Wasser in den Flächen halten, Wasserentnahmen reduzieren und unsere Flüsse klimaresilient machen. Nur so können die Folgen der Trockenheit begrenzt werden.“

Mehr dazu: www.bund.net/fluesse-gewaesser/auswirkungen-des-klimawandels-auf-den-wasserhaushalt/ <-KLICK


Als vermutliche Reaktion auf die Situation haben die 12 Veranstalter der Naturschutzkonferenz über Nacht Zuwachs bekommen durch soziale, ökologische, kirchliche und zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung einsetzen. Gemeinsam vertreten sie die Position, dass Klimaschutz, Wasser‑ und Naturschutz nicht gegen wirtschaftliche Interessen ausgespielt, sondern als Grundlage gesellschaftlicher Stabilität verstanden werden müssen.

Der BUND teilt heute mit, dass nun zu dem Bündnis folgende Organisationen zählen:

Welche Forderungen nicht mehr "zeitnah" sondern jetzt gestellt werden, erfahren Sie nach der Sperrfrist der Pressemeldung.

Küssend

Quelle Zusammenstellung: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de