[Vogelsberg] Die katholische Pfarrei Heilige Drei Könige am Vogelsberg steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Aufgrund sinkender Mitgliederzahlen und deutlich rückläufiger Kirchensteuereinnahmen hat das Bistum Mainz alle Gemeinden verpflichtet, die Kosten für die Gebäudeunterhaltung um fünfzig Prozent zu reduzieren. Eine eigens eingesetzte Projektgruppe hat in den vergangenen Monaten verschiedene Szenarien geprüft. Infolgedessen sollen sechs Kirchen der Pfarrei – in Brauerschwend, Grebenau, Groß-Felda, Kirtorf, Nieder-Gemünden und Vockenrod – künftig weltlichen Nutzungen zugeführt werden.
Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren der rückläufige Gottesdienstbesuch, der bauliche Zustand der Gebäude sowie die dauerhaft hohen Unterhaltskosten. Für diese Kirchen werden ab dem kommenden Jahr keine finanziellen Zuweisungen des Bistums mehr gewährt.
Die Verantwortlichen der Pfarrei betonen, dass dieser Schritt vielen Gemeindemitgliedern schwerfällt, da die Kirchen das Ortsbild prägen und mit persönlichen Erinnerungen verbunden sind.
Gleichzeitig sei die Umsetzung der Vorgaben des Bistums zwingend notwendig, um die verbleibenden Kirchenstandorte langfristig zu sichern. Bis zum Jahresende muss die Pfarrei ein tragfähiges Konzept für die zukünftige Nutzung der betroffenen Gebäude vorlegen. Eine Arbeitsgruppe aus Ehrenamtlichen begleitet diesen Prozess und entwickelt Perspektiven für die Zeit nach der Profanierung.
Quelle Text: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de