Weltwunder in Hessen - Ausflugsziele zu vier UNESCO-Welterbestätten

Mittwoch, den 25. Februar 2026 um 09:29 Uhr News Ticker - Aktuelles
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Famil Dack erkundet mit dem Rad die Limes Route (c) hr[Hessen] Der Hessische Rundfunk (hr) zeigt in einer zweiten Staffel in vier 45-minütigen Folgen populäre touristische Ausflugsziele mit UNESCO-Welterbe-Status in Hessen, die auf der internationalen Top-Liste vertreten sind und stellt die Menschen hinter den Kulissen vor. Der Limes, das Kloster Lorsch, das Obere Mittelrheintal und die Grube Messel sind diese "Weltwunder in Hessen". In der gleichnamigen Reihe werden sie ab dem 24. Februar 2026 wöchentlich um 20.15 Uhr im hr-fernsehen präsentiert. Die Reihe ist zusätzlich ab sofort in der ARD-Mediathek verfügbar.

Die Folgen der Reihe "Weltwunder in Hessen"

Limes - Grenzen des Römischen Reiches am 24. Februar, 20.15 Uhr, Autor:Ilyas Meç

Der Obergermanisch-Raetische Limes ist das größte Bodendenkmal Europas. Vor fast 2.000 Jahren Teil der Grenzen des Römischen Reiches, heute touristisches Highlight und UNESCO-Welterbe. Dabei zählen die gut 150 Kilometer, die durch Hessen führen, zu den besterhaltenen Abschnitten. Familie Dack aus Kriftel macht sich auf den Weg, diesen Teil des Limes mit seinen rekonstruierten Wachtürmen und Kastellen mit dem Fahrrad zu erkunden. Sie begegnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die mit neuen Entdeckungen faszinieren, und sie treffen auf Menschen, die sich mit Herzblut für den Erhalt des UNESCO-Welterbes einsetzen. Sie probieren römische Speisen, üben sich im Bogenschießen und erleben Geschichte als Abenteuer.

Kloster Lorsch - Tor zum frühen Mittelalter am 3. März, 20.15 Uhr, Autorin: Rebecca Rühl

Das Kloster Lorsch zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern Europas und ist seit 1991 UNESCO-Weltkulturerbe, das erste in Hessen. Bis zu 350.000 Menschen zieht es jedes Jahr zur Welterbestätte an der hessischen Bergstraße. Die berühmte Torhalle ist eines der besterhaltenen Bauwerke aus karolingischer Zeit. Historiker Dr. Hermann Schefers leitet die Welterbestätte. Dank seines Engagements konnte das lange vermisste Lorscher Evangeliar für eine Ausstellung zurückgeführt werden. Zusammen mit seinem Team macht er die Welterbestätte erlebbar. Im Schaugarten beispielsweise finden Besucherinnen und Besucher Heilkräuter, die im Lorscher Arzneibuch vorkommen. Es ist das älteste Medizinbuch des abendländischen Mittelalters und seit 2013 Weltdokumentenerbe.

Oberes Mittelrheintal - einzigartige Kulturlandschaft am Rhein am 10. März, 20.15 Uhr, Autorin: Nathaly Janho

Als erste deutsche Kulturlandschaft ist das Obere Mittelrheintal seit Juni 2002 UNESCO-Welterbe. Eine Besonderheit: Hier wird das Zusammenspiel Mensch und Natur gewürdigt, nicht, wie so oft, die Unberührtheit. Bingen und Rüdesheim bilden das südliche Tor zum Oberen Mittelrheintal, das sich von dort rund 67 Kilometer bis Koblenz erstreckt. Die porträtierten Menschen brennen für ihre Heimat, sie sind "Welterbe-Patinnen und -Paten", Botschafter ihrer Region und Gastgeber. Zu ihnen zählt eine junge Winzerin, die als "Retterin des Rieslings" in 4. Generation das Weingut bewirtschaftet, oder der 70-jährige Wanderführer, der Menschen auf seinen Touren durch das Welterbe für die Region begeistert.

Grube Messel - Schatzkammer der Urzeit am 17. März, 20.15 Uhr, Autorin: Rebecca Rühl

Die Grube Messel bei Darmstadt ist seit 1995 Deutschlands erstes UNESCO-Weltnaturerbe. Der ehemalige Vulkankrater zählt zu den bedeutendsten Fossilfundstätten weltweit und ist ein Besuchermagnet. In jedem Zentimeter Ölschiefer der Grube Messel sind rund 100 Jahre Erdgeschichte enthalten -eine einzigartige Schatzkammer der Natur. Philipe Havlik, der Leiter der Weltnaturerbestätte, versucht, die Grube für Besucherinnen und Besucher attraktiver zu machen - etwa mit dem Angebot "GRAB'MAL", eigenhändig nach Fossilien suchen dürfen. Außerdem werden Grabungsteams bei ihrer Arbeit vom Fernsehteam begleitet. So stellen Insektenforscherin Dr. Sonja Wedmann vom Senckenberg Institut und Paläontologe Prof. Dr. Torsten Wappler vom Landesmuseum Darmstadt ihre Tätigkeiten vor.

Quelle: Hessischer Rundfunk