Lust auf Natur: Thema Streuobst im Internet

Montag, den 25. August 2014 um 00:00 Uhr Gut zu wissen - Dossier: Natur und Umwelt
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Im August werden die Äpfel reif (c) HESSENMAGAZIN.de
Ab August werden die Äpfel reif (c) HESSENMAGAZIN.de

[Hessen] In unserer Region werden Obstgehölze zur Erzeugung von frischem Obst, Saft und als Grundlage für das Ansetzen des  des Apfelweins genutzt. Doch Apfel- und Birnenbäume brauchen eine spezielle und dauerhafte Pflege, die einiges an Arbeitskraft und Zeit verlangt. Viele Obstwiesenbesitzer möchten oder können sich dem nicht mehr stellen. Andererseits gibt es immer mehr junge Familien, die gern eine Streuobstwiese übernehmen möchten, um frisches Obst für den Eigenbedarf zu bekommen oder sich einen Ausgleich für die Büroarbeit zu schaffen und den Kindern ein gutes Beispiel an gelebtem Naturschutz zu geben, unter anderem auch, damit zur Erntezeit das Obst nicht ungenutzt auf der Wiese verdirbt.

Wiesenbörse: Den Bestand der wertvollen Streuobstwiesen erhalten

Über seine Streuobstwiesenbörse möchte der Landschaftspflegeverband des Main-Kinzig-Kreises, angesiedelt beim Naturpark Hessischer Spessart, erreichen, dass das heimische Obst geerntet und gut verarbeitet wird. Zudem soll verhindert werden, dass eventuell die mühsam gepflegten Flächen einfach über Nacht „fremdgeerntet“ werden. Die Streuobstwiesenbörse will Abhilfe schaffen und hofft darauf, dass sich die richtigen Partnerschaften bilden.

Über die Streuobstwiesenbörse HIER <-KLICK erfährt man, wo und wieman eine Streuobstwiese zur Pflege und zum Ernten finden kann. Und auch Besitzer können mit einem guten Partner, der das Gelände pflegt, zusammenkommen. Die Börse steht jedem Interessenten kostenlos offen.

Alle Einträge sind kostenlos und für jedermann möglich. Persönliche Beratung und Unterstützung erhalten Sie beim Landschaftspflegeverband MKK e.V. unter den Telefonnummern: 06059-906688 oder 0173-3200806 oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


Wetterauer Ernte(n) - Kooperationsprojekt des Naturschutzfonds Wetterau

Die Stadt Karben gibt als erste Mitgliedskommune 2022 ausgewählte Flächen bereits zum zweiten Mal für die Ernte frei. Ab sofort können Bürgerinnen und Bürger die Früchte der markierten Bäume kostenlos pflücken und genießen. Auch auf kommunalen Flächen sind viele Obstbäume zu finden, die teilweise wenig genutzt werden.

Mit dem Projekt „Wetterauer Ernte(n)“ rückt der Naturschutzfonds die hiesigen Obstbäume mehr ins Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger. An nun vier verschiedenen Standorten in Okarben, Klein-Karben und Petterweil warten mit einem gelben Punkt markierte Apfel-, Birnen-, Kirsch-, Pflaumen-, Mirabellen- und Walnussbäume darauf, abgeerntet zu werden. Frisch vom Baum oder in der heimischen Küche weiterverarbeitet zu Marmelade oder Saft können sich Groß und Klein über die regionalen Leckereien direkt vom Baum nebenan freuen.

Projektbeginn in Reichelsheim

Die Stadt Reichelsheim wird 2022 ebenfalls Partner des beliebten Kooperationsprojektes des Naturschutzfonds Wetterau e.V.. Drei ausgewählte Streuobstwiesen der Stadt mit insgesamt 56 Apfel-, 19 Walnuss-, zehn Birnbäumen und elf Süßkirschen werden für die Nutzung freigegeben. Ab sofort können Bürgerinnen und Bürger die Früchte der markierten Bäume kostenlos pflücken und genießen.

Der Naturschutzfonds appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, verantwortungsbewusst mit den Bäumen und Wiesen umzugehen. „Bitte beschädigen Sie die Bäume nicht und befahren die Wiesen nicht mit dem Auto“, so Franka Hensen, Geschäftsführerin vom Naturschutzfonds Wetterau e.V..

Welche Bäume es sind und wie man sie erreicht, sind beim Naturschutzfonds Wetterau e.V. zu finden: HIER <-KLICK.


Streuobst-Portal des Regionalverbandes

Viele Menschen in der Rhein-Main-Region engagieren sich für den Erhalt von Streuobstwiesen. Seit einiger Zeit haben sie dabei einen gewichtigen Partner an ihrer Seite. Der Regionalverband FrankfurtRheinMain will die zahlreichen Streuobst-Aktivitäten in der Region bündeln, vernetzen und verbessern, um diese für das Rhein-Main-Gebiet typische Kulturlandschaft besser zu schützen und zu erhalten.

Dafür gibt es ein neues Informations- und Mitmachangebot im Internet: Unter "streuobst-frm.de" sind gebündelt Informationen, Nachrichten und Ansprechpartner rund um die umweltfreundliche und "hessischste" Form des Obstanbaus zu finden.

Informationen, Nachrichten und Ansprechpartner

Wer eine Kelterei sucht, die Streuobst verarbeitet, oder Hilfe bei der Pflege seiner eigenen Streuobstwiese braucht, findet im Streuobst-Portal den passenden Kontakt. Und wer sich bereits selbst im Bereich Streuobst engagiert, kann sich auf der Homepage vorstellen und so sein Angebot bekannter machen.

Auch der touristische Aspekt kommt nicht zu kurz: Das Portal bietet alles Wissenswerte rund um die Hessische Apfelwein- und Obstwiesenroute mit ihren fünf Regionalschleifen, und natürlich kann auch der "Apfelbote", das zweimal jährlich erscheinende Printmagazin zur Route, online gelesen werden.

Für alle, die sich aktiv für Streuobst in unserer Region einsetzen oder Informationen brauchen: streuobst-frm.de <-KLICK


Nachtrag von HESSENMAGAZIN.de im August 2022:

Seit 2014 haben wir bereits Berichte zu diesem Thema gesammelt... und freuen uns, dass nun endlich Schwung in die Sache kommt :-)

Wenn wir passende Events finden, lesen Sie davon in unserem Veranstaltungskalender <-KLICK.

Das Programm der Mitglieder der Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute beinhaltet zum Beispiel:

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