[Vogelsberg] Die Schutzgemeinschaft Vogelsberg e. V. (SGV) warnt in ihrer aktuellen Pressemitteilung vor einer trügerischen Entspannung bei der Grundwasserbildung. Trotz gut gefüllter Bäche und Flüsse nach der Schneeschmelze und dem Regen im Februar bleibt das Erdreich vielerorts trocken – wie Tiefbauer Wolfgang Schleich bei Biotoparbeiten am Hillersbach feststellte. Die Folgen der vergangenen Trockenjahre haben dazu geführt dazu, dass kaum Wasser in tiefere Bodenschichten gelangt.
Die SGV fordert deswegen weiterhin einen sparsamen Umgang mit Wasser, mehr dezentrale Regenrückhalteeinrichtungen und eine stärkere Eigenversorgung des Rhein-Main-Gebiets, das jährlich rund 40 Millionen Kubikmeter Wasser aus dem Vogelsberg bezieht.
Zudem setzt sich der Verein für eine verpflichtende Brauchwassernutzung in Neubauten und die Wiedereinführung des Wasserentnahmeentgelts in Hessen ein – eine Abgabe, die in den meisten Bundesländern bereits erhoben wird.
Quelle und mehr:
Die SGV wurde 1989 gegründet und zählt heute über 290 Mitglieder, darunter Landkreise, Kommunen, Vereine und Einzelpersonen. Sie engagiert sich für den Schutz des Grundwassers und gegen den Wasserraubbau aus dem Vogelsberg - www.sgv-ev.de.