Ein- und Aussichten von der Bonifatiuskanzel

Donnerstag, den 07. Mai 2020 um 06:00 Uhr VB - Der Vogelsberg ist Kult
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Geheimtipp: Aussichtspunkt im Vogelsberg (c) HESSENMAGAZIN.de
Aussichtspunkt mit Weitblick (c) HESSENMAGAZIN.de

[Vogelsberg in Hessen] Es geht die Mär, man könne nur von wenigen Stellen im Vogelsberg eine herrlich weite Aussicht genießen - zum Beispiel in Richtung Frankfurt. Doch Insider wissen, das stimmt so nicht :-) Wie in den Englischen Gartenparks gibt es in jedem Mittelgebirge sogenannte "Sichtachsen", die es uns ermöglichen, auch von nicht ganz hohen Bergen kilometerweit in die Ferne zu schauen. Von so einer Stelle ist hier die Rede, die u. a. als Standort für mehrere Funk-Antennen genutzt wird.

Aussicht

Nach Osten 30 km zur Rhön, 13 km nach Westen zum Hoherodskopf... bei gutem Wetter ca. 60 km bis zum Taunus

Als Geheimtipp gilt der 552 Meter hohe Horstberg zwischen den Ortsteilen Nieder-Moos und Gunzenau - zumindest für die Einheimischen - nicht mehr. Denn im Jahr 2007 errichteten die Leute aus dem "Blauen Eck", wie die Gemeinde Freiensteinau auch genannt wird, hier oben eine Kanzel aus Basaltsteinen. Dort wird seither ab 10:30 Uhr zu Himmelfahrt unter freiem Himmel ein Gottesdienst abgehalten, der "großen Anklang findet". (Wozu nicht allein der oft beteiligte Posaunenchor beiträgt...)

Die Bonifatiuskanzel befindet sich in der Nähe des Gunzenauer Friedhofs, der wie so oft im Vogelsberg einen guten Fußmarsch vom Dorf entfernt liegt. Und wie immer führt ein asphaltierter Fahrweg dorthin. Einige Parkplätze sind in der Regel ebenfalls vorhanden, so dass man an fast allen Tagen hier oben ein bis zwei freie Plätzchen für die Blechkarossen vorfindet.


Einsicht

Eine Geschichte am Rande

Wir kennen alle die menschliche Gattung "Schlaumeier". Zwei davon waren an einem der letzten Tage während der Coronakrise in aller Ignoranz mit ihrem Auto (FB-Kennzeichen) über die Wiese direkt bis zur Bonifatiuskanzel gefahren. Aus dem Kofferraum packten sie Picknickutensilien aus und nahmen Platz an dem steinernen Tisch neben der Kanzel.

Doch als Wetterauer hatten sie wohl nicht bedacht, dass es auf einer 552 Meter hohen Kuppe recht windig und kühl sein kann. So dauerte es nicht lange, bis sie wieder von dannen zogen. Genuss sieht anders aus... *kicher*

Die Bilder