Neues zum Gartenwetter: Über verdorrten Rasen und anders mehr

Montag, den 20. Juli 2026 um 09:01 Uhr Gut zu wissen - Gartenlust & Flügeltiere
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Schmetterling auf einer Blüte (c) HESSENMAGAZIN.de[Hessen] Gerade haben wir wir noch geschwitzt in der Julisonne. Nun ist Frösteln angesagt. Ganz plötzlich. Und trotzdem müssen wir unsere Pflanzen gießen, denn es regnet viel zu wenig. Die Folge davon sind bereits Wasser-Entnahmeverbote für Oberflächen‑ und Grundwasser (Brunnen) in mehreren Landkreisen. Doch Trinkwasser aus dem Wasserhahn zu Hause können wir immer noch (teuer) verwenden. Hierbei wäre abzuwägen, ob man seinen Pflanzen den Goldstandard gewähren möchte.

Das wechselhafte Wetter stellt Hobbygärtner derzeit vor eine klare Entscheidungsfrage. Nach der Hitzeperiode hat sich die Luft zwar spürbar abgekühlt, doch die dringend benötigten Niederschläge bleiben weiterhin aus.

Viele Böden sind stark ausgetrocknet. Für private Gärten bedeutet das: Wer seinen immer wieder kurz geschorenen Rasen erhalten möchte und keinen Regenwassertank besitzt, muss auf Leitungswasser zurückgreifen – eine teure Ressource.

Damit wird das Rasensprengen zu einer Frage der Prioritäten. Zwischen Kosten, Wasserknappheit und dem Wunsch nach einem gepflegten Grün müssen Gartenbesitzer abwägen, ob sie ihren Rasen aktiv stützen oder auf natürliche Erholung hoffen. Manchmal vergeblich, denn der beliebte Outdoor-Teppich für Hausbesitzer kann auch verbrennen oder einfach vertrocknen, wenn die Wurzeln zu stark der Sonne ausgesetzt sind.

Der klassische „englische Rasen“ galt lange als Inbegriff gepflegter Gartenkultur – kurz geschoren, sattgrün, makellos. Doch seine Perfektion hat klimarelevante Nachteile: Er bietet notwendigen Insekten (und damit Vögeln, Igeln, Amphibien und Fledermäusen) kaum Nahrung, fördert keine Artenvielfalt und verwandelt Gärten in ökologisch weitgehend sterile Flächen.

Ein Garten ohne Insekten ist ökologisch tot – egal wie gepflegt er aussieht. Wer klug ist sucht deshalb nach Alternativen - eine Wildblumenwiese <-KLICKmal zum Beispiel oder einen Kräuterrasen <-KLICKmal.

Mehr zu diesem Thema bei uns demnächst ... Küssend

Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de