[Frankfurt am Main] Im Zoo Frankfurt trägt das Goodfellow-Baumkänguru Aluna erstmals Nachwuchs in seinem Beutel. Das im Juni geborene Jungtier zeigt sich jetzt inzwischen gelegentlich, wird aber noch mehrere Monate im schützenden Beutel bleiben. Goodfellow-Baumkängurus gelten als gefährdet; weltweit leben nur rund 50 Tiere in Zoos, jährlich gibt es lediglich vier bis fünf Geburten.
Baumkängurus sind die einzigen Kängurus, die in den Bäumen leben. Sie bewegen sich geschickt in den Kronen der Regenwälder Papua-Neuguineas und Nordaustraliens, sind meist nachtaktiv und sehr scheu. Ihr langer Schwanz hilft beim Balancieren, kräftige Vorderbeine und gebogene Krallen beim Klettern.
Die Tiere ernähren sich vor allem von Blättern und Früchten und leben überwiegend allein. Viele der Arten gelten als gefährdet, weil ihre Wälder abgeholzt werden und sie in einigen Regionen bejagt werden: Mehr dazu <-KLICK.
Diese Art Kängurus sind Teil des Global Species Management Plans, eines internationalen Programms, das die weltweite, genetisch ausgewogene Nachzucht bedrohter Arten organisiert. Der Zoo Frankfurt hält diese Art seit den 1970er Jahren und sammelt wichtige Daten für Zucht und Haltung. Kulturdezernentin Ina Hartwig und Zoodirektorin Dr. Christina Geiger betonen die Bedeutung jeder erfolgreichen Aufzucht für den Erhalt der Art.
Parallel beteiligt sich der Zoo an europäischen Forschungsprojekten und unterstützt die Tenkile Conservation Alliance in Papua-Neuguinea, die sich für den Schutz der Baumkängurus und ihrer Lebensräume einsetzt. Weitere Hintergründe bietet Folge 44 des Naturschutz-Podcasts von Zoo Frankfurt und Zoologischer Gesellschaft Frankfurt: HIER <-KLICK.
Quelle: Stadt Frankfurt