Das Felsenmeer im Odenwald

Dienstag, den 19. April 2011 um 12:00 Uhr Freizeit & Tipps - Outdoor - Natur
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Felsenmeer im Odenwald (c) HESSENMAGAZIN.de
Felsenmeer im Odenwald (c) HESSENMAGAZIN.de

[Odenwald - Lautertal] Es war schon da, als die Römer bei Reichenbach Steine zum Bauen ihrer Straßen brauchten, und bis heute hat es seine Attraktivität nicht verloren. Wer glaubt, in ihrer Freizeit lägen alle Deutschen auf der Couch, wird hier eines Besseren belehrt. Über diese Felsblöcke klettert jeder - und lustvoll allen Gefahren trotzend kommen alle begeistert und verschwitzt wieder unten an.

Infozentrum beim Felsenmeer (c) HESSENMAGAZIN.de
Infozentrum beim Felsenmeer (c) HESSENMAGAZIN.de

Das Felsenmeer im Odenwald war schon immer ein beliebtes Ausflugsziel. Heute befindet sich am Fuße des Berges auf ca. 220 Höhenmeter ein ganzjährig geöffnetes Informationszentrum (von November bis Februar nur am Wochenende). Dort bekommen Touristen jederzeit Informationen. Auch Führungen, Rallyes durch die Felsen oder die Ausrichtung von Kindergeburtstagen können gebucht werden. Von April bis Oktober ist nebenan das Bistro "Koboldklause" mit seinem Biergarten von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Felsenmeer: Ausflugsziel auch für Familien (c) HESSENMAGAZIN.de
Ausflugsziel für die ganze Familie (c) HESSENMAGAZIN.de

Die Kooperation der Gemeinde Lautertal mit dem UNESCO Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald hat die Besucherzahlen steigen lassen. Das Parken auf einem übersichtlich gestalteten Parkplatz vor dem Gelände kostet inzwischen pro Auto zwei Euro am Tag. Das sind Einnahmen, die zum weiteren Ausbau des touristischen Angebots genutzt werden. Die eigentliche Attraktion, das Felsenmeer, aufzusuchen kostet nichts.

Pfade rund um das Felsenmeer (c) HESSENMAGAZIN.de
Pfade rund um das Felsenmeer (c) HESSENMAGAZIN.de

Wer sich auskennt, beginnt möglicherweise oben auf dem über 500 hohen Felsberg beim Ohlyturm, der im Look alter Bismarcktürme neben einer modernen Antenne zu finden ist. Von hier aus schlängeln sich verschiedene nummerierte Wege hinab zum Infozentrum oder auch im Kreis herum. Die Nummer 6 (auf alten Tafeln am Wegesrand: 11 - Europäischer Fernwanderweg E1) ist z. B. ein 1,6 km langer Rundspazierweg. Folgt man ihm, kommt man am Naturdenkmal Teufelskanzel, an einer steinernen, neun Meter langen Riesensäule, dem Altarstein und einem Getränkekiosk vorbei.

Gute Schuhe sind Voraussetzung: Pfade am Felsenmeer (c) HESSENMAGAZIN.de
Gute Schuhe sind Voraussetzung zum Klettern und Aufsteigen (c) HESSENMAGAZIN.de

Eine zweite Möglichkeit, ist morgens, wenn noch nicht alle kostenlosen Parkplätze belegt sind, von den "Römersteinen" auf dem Rundweg Nr. 4 ca. zwei Kilometer bis zur Brücke (350 m über NN) zum Felsenmeer zu gehen. Abwärts zum Informationszenter wären von dort noch rund 150 Höhenmeter auf den Wegen 1, 2 oder 3 zu bewältigen. Ob auf den Pfaden oder per Geklettere über die Felsen - es ist zu allem abenteuerlichen Spaß recht anstrengend. Manchen Erschöpften kann man seinem vorausgeeilten Partner zurufen hören: "Holst du das Auto, bitte!?"

Wanderwege durch den Wald beim Felsenmeer (c) HESSENMAGAZIN.de
Wanderwege rund um das Felsenmeer führen hier durch den Wald (c) HESSENMAGAZIN.de

Als besonders abwechslungsreich gilt der "Nibelungensteig", ein zertifizierter Wanderweg, der hier das Felsenmeer bei Reichenbach kreuzt. Mit einem roten N gekennzeichnet kommt er auf schmalen Pfaden von Zwingenberg durch den tiefen Wald und über aussichtsreiche Höhen 40 km weit bis nach Gras-Ellenbach. In der ganzen Gegend bezieht man viele Ereignisse aus der Nibelungensage auf die Region. So nennt sich das Gebiet, die das hessische Ried, die Bergstraße, den Odenwald bis in das Neckartal zusammenfasst, auch bezeichnenderweise "Nibelungenland".

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