Der alte Vulkan Vogelsberg: Und man sieht ihn doch

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Weiter Blick übers Wetterauer Land zum Vogelsberg (c) HESSENMAGAZIN.de
Weiter Blick übers Wetterauer Land zum Vogelsberg (c) HESSENMAGAZIN.de

[Wetterau - Vogelsberg] Kommen Sie mal näher ran, kneifen Sie ein wenig die Augen zu: Sehen Sie auf dem Foto ganz hinten am Horizont das Mittelgebirge Vogelsberg?

Wetterauer Felder (c) HESSENMAGAZIN.de
Wetterauer Felder (c) HESSENMAGAZIN.de

Die Wetterau (im Vordergund), die sich die Römer schon hinter ihren Limes legten, galt in früheren Zeiten als "goldene" Kornkammer Hessens. Für den kargen, dunklen - weil in Urzeiten stark bewaldeten - Vogelsberg hatten weder die Römer noch später die Großbauern etwas übrig.

Ganz hinten der Fernmeldeturm auf dem Hoherodskopf (c) HESSENMAGAZIN.de
Ganz hinten der Fernmeldeturm auf dem Hoherodskopf (c) HESSENMAGAZIN.de

Er ist deswegen bis heute unspektakulär geblieben, der von Wind und Wetter abgeschliffene Vulkan liegt sanft gewellt ganz friedlich und still in der Mitte Hessens. Alle Autobahnen führen seit römischen Zeiten traditionell außen herum.

Herangezoomt: Der Hoherodskopf (c) HESSENMAGAZIN.de
Herangezoomt: Der Hoherodskopf (c) HESSENMAGAZIN.de

Und das ist gut so. Er ist eine Heimat für diejenigen, die immer geblieben sind, und wurde zu einem Refugium (Zuflucht) für Menschen, denen die Stadt zu laut und hektisch ist, und die zum Durchatmen kommen wollen.

Ganz nah und doch fern (c) HESSENMAGAZIN.de
Ganz nah und doch fern (c) HESSENMAGAZIN.de

Es lebt sich gut dort auf dem Land. Das Licht kommt ungebrochen vom Himmel - genauso wie am Meer. Nur, dass es weit und breit keins gibt. Auch keine Steilküsten und großen Flüsse - nur viele kleine Bäche, die in alle Richtungen davonfließen und von deren Wasser eine Riesenmenge durch lange Rohre nach unten in die großen Städte rinnt. (Das ist auch Tradition - seit Kaisers Zeiten :-)

Gut zum Erzeugen von Windenergie (c) HESSENMAGAZIN.de
Gut zum Erzeugen von Windenergie (c) HESSENMAGAZIN.de

Früh - im Gegensatz zu anderen Landkreisen - hat das Vogelsberger Land beim Verteilen von Metallmonstern zur Erzeugung von Strom per Windkraft die Hand gehoben. Die Bauern haben ihre windumwehten Felder zur Verfügung gestellt und mit der Pacht mehr verdient als durch das Ernten. Wer wollte ihnen das verdenken?

Ohne Vogel kein Vogelsberg (c :-) HESSENMAGAZIN.de
Ohne Vogel kein Vogelsberg (c :-) HESSENMAGAZIN.de

Doch es tröstet, dass die Natur einen großen Teil zurückhält und Naturschutz in der Wetterau und im Vogelsberg ein wichtiges Thema geworden ist. Schauen Sie sich bei einem Spaziergang oder einer Radtour doch mal die Gegend an. Auf dem Abschnitt des Radweges R4 zwischen Dauernheim und Geiß-Nidda sehen Sie, wo diese Fotos aufgenommen wurden : HIER <-KLICK.