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Von neuen und alten Altstädten: Hessens historische Städte entdecken

Marktplatz in Marburg (c) HA / Georg Kronenberg[Hessen] Aus Neu mach Alt – so geschehen in der Frankfurter Altstadt. Endlich fertiggestellt, hat sich das Dom-Römer-Projekt mit 15 schöpferischen Nachbauten von historischen Altstadthäusern und im Stil angepassten Neubauten in kürzester Zeit zum Besuchermagnet entwickelt. Doch nicht nur hier, sondern überall in Hessen begeistern Altstädte und historische Bauten die Besucher. Von der Romanik und Gotik des Mittelalters bis hin zu Renaissance, Barock, Neuzeit und natürlich dem Jugendstil haben die hessischen Städte prächtige Stadtkerne beziehungsweise Bauwerke vorzuweisen.

Trotz seines jungen Alters gilt der rekonstruierte Teil der Frankfurter Altstadt bereits als historischer Stadtkern. Ergänzend zu dem bereits ab 1945 neugestalteten Römerberg komplettieren die in diesem Jahr fertiggestellten 35 Neubauten des Dom-Römer-Projekts das historische Bild der Stadt. 15 Bauwerke wurden dabei in ihrer ursprünglichen Form rekonstruiert und spiegeln verschiedenste Epochen wider, darunter Barock, Gotik, Renaissance und Klassizismus. Um die Häuser noch authentischer zu gestalten, wurden 60 Spolien, also originale Teile der Bausubstanz, wiederverwendet.

Neben den historisch anmutenden Gebäuden wurden auch die Straßenverläufe und -namen der ursprünglichen Altstadt wiederbelebt. Nun können Gäste der Stadt auf dem geschichtsträchtigen Krönungsweg zwischen Dom und Römer sowie in der Gasse „Hinter dem Lämmchen“ schlendern und die Läden und Cafés im Quartier besuchen. Das Eröffnungsfest für die Öffentlichkeit findet vom 28. bis 30. September 2018 statt, Führungen durch die neue Altstadt sind bereits buchbar.

Noch in ihrem ursprünglichen Zustand finden Besucher die historische Altstadt von Wetzlar vor. Vorbei an charmantem Fachwerk, durch Gassen aus Kopfsteinpflaster sowie über mittelalterliche Plätze führt der Weg hin zum einzigartigen Dom der Stadt. Er war Zeitzeuge fast aller baulichen Epochen des Mittelalters. Der „Dom im Dom“ ist schon von weitem an seiner unfertigen Optik zu erkennen. Der Bau begann um das Jahr 1230 und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals unterbrochen. Dadurch vereint das imposante Bauwerk im Herzen der hessischen Stadt mehrere Stile.

Das Westwerk stammt aus der Romanik, die Hallenkirche wurde im 13. Jahrhundert ergänzt und die spätgotische Westfassade wurde dem Bau um 1500 angefügt. Ganz fertig ist er jedoch bis heute nicht. Als Teil der historischen Altstadt von Wetzlar ist er umringt von mittelalterlichen Plätzen, farbenfrohen Fachwerkhäusern sowie direkt an der Lahn gelegenen Barockbauten. Führungen durch Wetzlar sind in der Touristeninformation buchbar. Wer auf eigene Faust die Geschichte entdecken möchte, findet im entsprechenden Wetzlar-Guide „Historischer Rundweg“ alles Wissenswerte.

Rathaus und Marburger Marktplatz bilden das Zentrum der mittelalterlichen Stadt in Mittelhessen und verbinden die Gotik mit der Renaissance. Das 1527 erbaute Rathaus war den Marburger Bürgern in seiner ursprünglichen Form nicht pompös genug, weshalb rund 60 Jahre später der Glockenturm im Stil der Renaissance angebaut wurde. Die kleinen Gassen, gesäumt von Fachwerk, verleihen der Stadt ihr historisches Flair, ebenso wie die Kugel-, Elisabeth- und Lutherkirche.

Besucher schlendern durch die malerische Oberstadt, worüber das Landgrafenschloss des ersten hessischen Landgrafen Heinrich I. thront. In den letzten Jahrhunderten diente das Schloss unter anderem als Gefängnis sowie Hessisches Staatsarchiv. Verborgene Plätze und urige Anekdoten – die Führung des Marburger Nachwächters ist ein echter Geheimtipp für Geschichtsliebhaber.

Mit den Jahren veränderte sich die Bauweise und entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts hin zum Jugendstil. Das hessische Zentrum des Jugendstils ist Darmstadt mit der Mathildenhöhe. Der höchste Punkt der Stadt ist im Stil eines englischen Landschaftsparks angelegt. Besonders markant präsentiert sich dort die Russische Kapelle mit ihrer opulenten Verzierung und dem goldenen Zwiebelturm.

Im Gebäude-Ensemble findet sich auch der Hochzeitsturm, eines der größten Wahrzeichen Darmstadts, mit seinem prägnanten Dach, der auch heute noch Trauzimmer des Darmstädter Standesamts beheimatet. In der Innenstadt wurden viele historische Gebäude zerstört, darunter auch Teile des Darmstädter Residenzschlosses, welches aber wieder vollständig rekonstruiert werden konnte. Stadtführungen zum Thema Jugendstil in Darmstadt werden von Darmstadt Marketing online sowie in der Tourist-Info angeboten.

2019 feiert der Bauhaus-Stil 100-jähriges Jubiläum und auch in Frankfurt wird der Beginn der Moderne im Architektur-Museum gefeiert. Besonders prägend für das Frankfurter Stadtbild war das Bauprojekt „Das Neue Frankfurt“ aus dem Jahr 1925, das eine neue Lebens- und Wohnkultur zum Ziel hatte. So setzten Architekten neue Ansprüche an das Bauen in der Großstadt um, zum Beispiel durch die Entwicklung der berühmten „Frankfurter Küche“ nach dem Entwurf von Margarete Schütte-Lihotzky. Weitere Frankfurter Museen werden in Sonderausstellungen verschiedene Aspekte des „Neuen Frankfurts“ thematisieren.

Über Tourismus in Hessen

Im Zentrum Deutschlands gelegen bieten die hessischen Regionen und Städte attraktive Urlaubs- und Freizeitmöglichkeiten für Wanderer, Radfahrer, Kultur- und Naturliebhaber, Erholungssuchende und Familien. Fachwerkidylle und Großstadtflair, über 3.300 Kilometer Hessische Radfernwege, unzählige Kulturveranstaltungen, 30 Kur- und Heilbäder, über 3.000 Kilometer qualitätsgeprüfte Wanderwege, eine große Auswahl von UNESCO Welterbestätten, Burgen, Schlösser und Museen in Hülle und Fülle – Hessen ist ein Land der Kontraste. Mehr Informationen unter: www.hessen-tourismus.de und hessen.tourismusnetzwerk.info.

Quelle: HA Hessen Agentur GmbH im September 2018

 

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[Hessen] Insgesamt 103 Veranstaltungen an 251 Tagen, gezeigt an 76 verschiedenen Orten zwischen Wetzlar und Marburg, Herborn und Laubach: Das verspricht der Kultursommer Mittelhessen, den das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst in diesem Jahr mit 130.000 Euro fördert. Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn eröffnet die Veranstaltungsreihe mit einem Grußwort.

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