Umstrittenes neues Corporate Design des Landes Hessen im Visier

Freitag, den 27. März 2026 um 10:53 Uhr News Ticker - Offene Worte
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Meldung der Hessischen Staatskanzlei - Screenshot Pressemitteilung - KLICK!
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[Hessen] Der Bund der Steuerzahler (BdSt) Hessen hat das umstrittene neue Corporate Design der Hessischen Landesregierung als Verdachtsfall für sein jährliches Schwarzbuch aufgenommen. Damit reagiert der Verein auf eine große Zahl von Hinweisen aus der Bevölkerung sowie die teils emotional geführte Diskussion im Land. „Das neue Erscheinungsbild mag für manche modern wirken, doch in Zeiten von Krisen, angespannten Haushalten und Milliardenschulden sollte sich die Landesregierung auf ihre Kernaufgaben konzentrieren.

Für viele Steuerzahlerinnen und Steuerzahler ist es schwer nachvollziehbar, warum gerade jetzt mehrere hunderttausend Euro für ein neues Design ausgegeben werden“, erklärt Joachim Papendick, Vorsitzender des Bundes der Steuerzahler (BdSt) Hessen.

Aus Sicht des Vereins gehören ein zeitgemäßes Erscheinungsbild und eine einheitliche Außendarstellung zwar grundsätzlich zu einer professionellen Verwaltung. Dennoch müsse sich die Landesregierung an der Frage messen lassen, ob der konkrete Nutzen in einem angemessenen Verhältnis zu den Kosten stehe.

Aus diesen Gründen habe der BdSt Hessen mit Recherchen begonnen, so Papendick. Am Ende könnte ein Eintrag im Schwarzbuch „Die öffentliche Verschwendung“ stehen, das der Bund der Steuerzahler jährlich herausgibt.

Der hessische Steuerzahlerbund fordert die Landesregierung dazu auf, bei künftigen Ausgaben stärker auf die richtige Prioritätensetzung zu achten.

„Steuergeld sollte vorrangig dort eingesetzt werden, wo es den Menschen im Land unmittelbar zugutekommt – etwa in Bildung, Infrastruktur oder innere Sicherheit. Ein neues Logo oder gar eine Mode-Kollektion bringen den Menschen in krisenhaften Zeiten wohl nur wenig Mehrwert“, so Papendick.

Gut zu wissen

Jedes Jahr im Herbst stellt der BdSt "Das Schwarzbuch – Die öffentliche Verschwendung" vor. Darin werden immer wieder zahlreiche Beispiele für den sorglosen Umgang mit Steuergeldern angeprangert. Mit der Veröffentlichung exemplarischer Verschwendungsfälle soll auf einen effizienteren Umgang mit dem Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler hingewirkt werden.

Quelle Text: Bund der Steuerzahler Hessen e. V.