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Blick von der Seite: Ländliche Regionalentwicklung in Hessen

Ländliche Region ohne Fachwerkhausidylle (c) HESSENMAGAZIN.de

[Hessen] Wir lesen heute eine vom Ministerium mit großem Stolz verfasste Meldung, dass "seit 1991 die LEADER-Strategie dazu beiträgt, den ländlichen Raum attraktiver zu gestalten." Aha, und weshalb wird bitteschön so ein Aufwand mit der Unterstützung von 51 Millionen Euro pro Periode betrieben? Weil "es gilt, die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Infrastruktur in den ländlichen Gebieten zeitgemäß weiterzuentwi­ckeln, um den Druck von den Städten zu nehmen."

Also hat man "da oben" eigentlich Angst, dass unsere wenigen größeren Städte durch den Zuzug benachteiligter Menschen aus dem Hinterland irgendwann aus allen Nähten platzen könnten... und dann niemand mehr draußen auf den Feldern Getreide und Kartoffeln zwecks Volksernährung anbaut...?!?

Oh, ja: Die Gefahr besteht, denn die Bewohner der so umschriebenen "ländlichen Regionen" sind definitv in der Überzahl, wie die Karte des Ministeriums es klar zeigt: HIER <-KLICK.

Selbst nachlesen: Der ländliche Raum Hessens umfasst ca. 80% der Landesfläche. Mehr als die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger Hessens leben in ca. 2.000 Dörfern und 370 kleineren Städte und Gemeinden <-KLICK

Aber ist diese Ansicht nicht überholt: Landleben = Mühsal und Benachteiligung?

Stammt sie nicht aus dem Mittelalter, als das Wort "Kommune" ein neu entstandenes Organisationsprinzip der Städte (heute auch der Gemeinden) bezeichnete? Sprechen wunderbar gestaltete Landleben-Zeitungen in den letzten Jahren nicht längst eine andere Sprache, und zwar die der Romantik..?

Und ist es seit der Erfindung das Autos und des "Nahverkehrs" nicht wirklich schöner, seine Kinder auf dem Land oder wenigstens "verkehrsberuhigt" aufwachsen zu lassen?

Außerhalb der Städte ackern und wohnen doch fast keine Bauern mehr. Ihre Felder wurden durch Siedlungsräume (Wohngegenden mit Einkaufszentrum) ersetzt. So ist auch der negative Begriff der "grünen Witwe" aus unserem Sprachgebrauch verschwunden und nicht einmal mehr als diesen kurzen Eintrag in Wikipedia wert: Eine Frau, deren Ehemann tagsüber abwesend ist und die sich in der Wohnung außerhalb der Stadt allein fühlt :-)


Demografiewandel und "sterbende Dörfer"

Tja, man lässt es sich "da oben" auf den hessischen Ministersesseln ganz schön etwas kosten, die drohende Entwicklung aufzuhalten. (So sichert man sich nebenbei auch noch die Sympathie und die Wählerstimmen der Landbevölkerung...)

Übrigens kommen zu den 51 Millionen Euro aus den Fördertöpfen für 2014 bis 2020 "noch das kommunale Engagement der Regionen hinzu, das mit etwa zehn Millionen kalkuliert wird." Aha, und wie soll ein normaler Mensch das verstehen "kommunales Engagement"? Ist damit gemeint, dass man in der Kommune nicht nur Kindergärten unterhält, Schulen renoviert und Seniorenfahrten anbietet, sondern auch Fachkräftesicherung betreibt und Unternehmerworkshops - doch nicht etwa auf eigene Kosten - anbietet?

Damit das viele Fördergeld nicht nach dem Gießkannenprinzip oder "wer zuerst kommt" möglicherweise ungerecht verteilt wird, gehört zum ordnungsgemäßen Ablauf, dass extra Wirtschaftsförderbüros gegründet und Schreibtische in dafür bestimmte separate Amtsstuben gestellt werden / wurden. Die verbrauchen durch ihren eigenen Aufwand / Personalkosten etc. schon einen guten Teil der Fördergelder selbst: HIER <-KLICK.

Von netten oder kompetenten Damen und Herren wird zu festgelegten Zeiten entschieden, wer wann was wieviel oder überhaupt nichts bekommt oder mit seinem Projekt gar keine Chance auf Förderung hat. In die Schlange der Bitt- äh, Antragsteller stellen sich zuvor mutige Bürger und Vereine, kleine Geschäftsleute oder wer auch immer mit einer Idee... Vorne dran sind aber in manchen Regionen oft die, die bereits wissen, wie man sich im "Förderdschungel" zurechtfindet...

Alle anderen verstehen eigentlich nur "Bahnhof" - schon bei den Auswahlkriterien: HIER <-KLICK.


TOLLES SYSTEM... oder?

Cool bleiben und kassieren: 24 Förderregion in Hessen sind anerkannt worden <-KLICK.

Gemeinsam ist man stark: Die Regionen haben sich zusammengeschlossen im Verein "Hessische Regionalforen". Und damit mal was vorangeht, hat man sich gerade mit vielen Beteiligten im Vogelsberg getroffen, um ein wenig die Lage durchzudiskutieren nach diesem langen (erfahrungsreichen?) Vierteljahrhundert der Regionalentwicklung...

Den etwas "verwirrten" Bericht (wie könnte es auch anders sein :-) von Anke Koob lesen Sie im Lauterbacher Anzeiger online = Bewusstsein für ländliche Region einfordern: HIER <-KLICK.


Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Ministerin Priska Hinz: „Die Zukunft unseres Landes hängt maßgeblich von der Entwicklung ländlicher Räume ab. Mit LEADER werden Projekte gefördert, die von den Bürgerinnen und Bürger für ihre Region entstanden sind.“

25 Jahre LEADER

Seit 1991 – also seit über einem viertel Jahrhundert - trägt die LEADER-Strategie dazu bei, den ländlichen Raum attraktiver zu gestalten. Für den Gesamtzeitraum konnten durch das LEADER-Programm etwa 85 Millionen Euro an Zuschüssen bei Investitionen in Höhe von 210 Millionen Euro durch die Bewilligungsstellen bearbeitet werden.

„Hessen hat in der aktuellen Förderperiode den höchstmöglichen Beitrag eigener Haus­haltsmittel geleistet, damit der finanzielle Rahmen des Europäischen Landwirtschafts­fonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) voll ausgeschöpft werden kann“ betonte Priska Hinz.

„Neben den rein finanziellen Aspekten braucht es aber auch das Engagement aller Beteiligten direkt vor Ort. Denn ohne die Kompetenz und auch die Leidenschaft der Bewohnerinnen und Bewohner im ländlichen Raum, wäre das Erreichte so nicht möglich gewesen. Daher auch mein Dank an alle, die über die Jahrzehnte dazu beigetragen haben“, ergänzte die Hessische Umweltministerin.

Mittlerweile gibt es in Hessen 24 LEADER-Regio­nen

Das Besondere ist, dass unter Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern, Interessenverbänden und der lokalen Wirtschaft Projekte selbst entwickeln, die dann bei ihnen vor Ort auch umgesetzt werden. „Die regionalen Akteure sind bewährte Partnerinnen und Partner, wenn es darum geht, die Stärken und Schwächen zu analysieren und eine Strategie für die Gestaltung des Lebensumfelds und Wirtschaftsraumes zu entwickeln“, sagte Hinz.

So wurde im Landkreis Vogelsberg mit LEADER-Mitteln das DorfBräuHaus errichtet. Dort wird noch selbst und mit so genannter „Heimatgerste“ aus Wartenberg gebraut. Außerdem wurden in weiteren Regionen die Qualitätswanderwege „Lahnwanderweg“, „Habichtswaldsteig“ und „Spessartbogen“ gefördert. Die Erlebniszentren „Haus am roten Moor“ und das Infozentrum „Felsenmeer“ vermitteln vielfältige Kenntnisse zu den dortigen Naturparks, auch sie wurden mit LEADER unterstützt.

„Umfragen zeigen uns, dass die hessischen Bürgerinnen und Bürger gerne in Hessen wohnen. Das gilt sowohl für die Städte als auch für den ländlichen Raum. Gleichzeitig erkennen wir aber deutliche Abwanderungsbewegungen hin zur Stadt. Diesem Trend wollen und müssen wir etwas entgegenstellen, damit die Strukturen auf dem Land erhalten bleiben“, erläuterte Ministerin Hinz.

Es gilt, die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Infrastruktur in den ländlichen Gebieten zeitgemäß weiterzuentwi­ckeln, um den Druck von den Städten zu nehmen.

„Um dieses Ziel zu erreichen, stärken wir in den Regionen sowohl den Einzelhandel und das produzierende Gewerbe als auch zunehmend die touristische Infrastruktur. Hotellerie, Gastronomie und in diesem Umfeld auch die Landwirtschaft bieten ein großes Entwicklungspotential. Dieses wollen wir fördern und ausbauen“, erklärte Priska Hinz abschließend.

Hintergrund:

LEADER steht für „Liaison entre actions de dévelopement de l‘économie rurale“, zu Deutsch „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der regionalen Wirtschaft“.

In der aktuellen Förderperiode von 2014 bis 2020 stehen rund 51 Millionen Euro zur Umsetzung der regionalen Entwicklungsstrategien zur Verfügung. Hinzu kommt das kommunale Engagement der Regionen, das mit etwa zehn Millionen kalkuliert wird.

Das LEADER-Programm ist Bestandteil des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER). Die Projekte werden auf der Grundlage der Richtlinien des Landes Hessen zur Förderung der ländlichen Entwicklung durch die jeweiligen Landräte bewilligt.

Quelle: Pressestelle @ umwelt.hessen.de, 17.08.2018

 

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