Hessenmagazin.de

INFOS zu aktiver Freizeit + Kultur + Natur

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Home News Ticker Aktuelles Achtung, Wölfe kreuzen :-)

Achtung, Wölfe kreuzen :-)

Schild der Jägerschaft: Achtung ! Wolf - Streifgebiet: Hunde anleinen und Kinder beaufsichtigen. (c) HESSENMAGAZIN.de [Tiefer Vogelsberg] Sie kennen die Warn-Schilder aus Australien mit dem Känguru und von Schweden mit dem Elch? Jetzt ist der erste (noch zaghafte) Hinweis auf Meister Isegrimm im Vogelsberg an einen Baum in der Nähe der Ludwigsquelle im Vogelsberg getackert worden. Aber das waren nicht die nach Mama-rufenden Schafhalter und Bauern - sondern Leute aus der Riege der Erzfeinde des Wolfes = Jäger (wissen wir aus "Rotkäppchen"). Die reklamieren anscheinend mit ihren Kollegen den Abschuss für sich?!


Am 14. Juli 2020 landete bei den Medien (sowie bei uns im HESSENMAGAZIN.de) das übliche "Gezeter" zu diesem Thema:

1.) Pressemeldung des Bauernverbandes:
"Ministerin Hinz ignoriert Sorgen der Weidetierhalter"

Zunehmende Probleme mit Wölfen in Hessen

Nachdem eine Wölfin, die sogenannte „Stölzinger Wölfin“, im Landkreis Hersfeld-Rotenburg bisher 22 Schafe, Ziegen und Kälber getötet hat, sorgen sich die Weidetierhalter in ganz Hessen zunehmend um den Schutz ihrer Tiere. Auch im Vogelsberg und im Odenwald wurden in den letzten Monaten Wolfsrisse an landwirtschaftlichen Nutztieren festgestellt.

„Hessens Landwirtschaftsministerin Priska Hinz ignoriert die berechtigten Sorgen unserer Weidetierhalter. Für die Ministerin hat der Schutz des Wolfes offensichtlich einen höheren Stellenwert als das Leben von Schafen, Ziegen, Rindern und Pferden“, kritisiert der Vizepräsident des Hessischen Bauernverbandes, Volker Lein, und wirft der Ministerin Untätigkeit vor.

Nach der Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes im Frühjahr dieses Jahres könnten einzelne Wölfe entnommen, das heißt, getötet werden, wenn ernste Schäden aufgetreten seien. “Diese Grenze ist im Falle der Stölzinger Wölfin längst überschritten“, betont Lein. Kürzlich habe das Oberverwaltungsgericht Niedersachsen in einem Urteil den Abschuss von zwei Wölfen, die trotz guter Herdenschutzmaßnahmen nachweislich mehrere Schafe gerissen hätten, erlaubt, mit der Begründung, die Maßnahme sei zur Abwendung erheblicher wirtschaftlicher Schäden gerechtfertigt. Zumutbare Alternativen zur Tötung gebe es nicht, weil die Gefahr bestehe, dass die beiden Wölfe die erlernte Jagdtechnik an andere Wölfe aus ihrem Rudel weitergeben würden.

„Die zunehmende Ausbreitung des Wolfes in Deutschland um jährlich 30 Prozent gefährdet die Halter von Weidetieren in den betroffenen Gebieten in ihrer Existenz. Wir haben in Deutschland mittlerweile einen Wolfsbestand von circa 1.350 bis 1.950 Tieren. Damit ist die Anzahl der amtlich dokumentierten Risse von Weidetieren rasant angestiegen“, beklagt Lein. Das von Artenschützern verfolgte Ziel des guten Erhaltungszustandes der Wolfspopulation sei hierzulande längst erreicht. Demzufolge sei auch nach dem europäischen Naturschutzrecht eine Regulierung der Wolfsbestände ohne Weiteres möglich.

„Die vom hessischen Landwirtschaftsministerium propagierten sehr aufwändigen und teuren Herdenschutzmaßnahmen, die Erhöhung der Herdenschutzprämie und die im Februar beschlossene Weidetierprämie sind zwar anerkennenswert, die Maßnahmen helfen aber nicht wirklich“, hebt Lein hervor. Deshalb fordere der Hessische Bauernverband den gezielten Abschuss von Problemwölfen als die einzige effektive Maßnahme, um Weidetiere und deren Halter vor Leid zu bewahren. Ansonsten werde die von Politik und Gesellschaft für den Naturschutz und die Landschaftspflege gewünschte Weidetierhaltung in Hessen bald der Vergangenheit angehören, befürchtet Lein. Dies werde die Attraktivität der hessischen Grünlandregionen und des ganzen ländlichen Raumes erheblich beeinträchtigen.

„Auch um die Versorgung der Bevölkerung mit Milch und Fleischprodukten aus heimischer Weidetierhaltung zumindest zum Teil zu gewährleisten, brauchen wir hierzulande keine Wolfsreviere, sondern sichere Weidegebiete“, betont Vizepräsident Lein abschließend.

Quelle: Hessischer Bauernverband e. V.


Vogelsberg: Parkplatz am alten Schottenring (c) HESSENMAGAZIN.de
Vogelsberg: Selbst mal dem Wolf begegnen im Wald hinter dem Parkplatz am alten Schottenring (c) HESSENMAGAZIN.de


2.) Pressemeldung des angegifteten Ministeriums

„Schaf schafft Landschaft“ sorgt für biologische und landschaftliche Vielfalt

„Wacholderheiden, Streuobstwiesen und zahlreiche Insekten prägen das Landschaftsbild der Region Werra-Meißner. Da hier jahrhundertelang Schafe geweidet haben, sind besonders hochwertige Magerrasen und Wacholderheiden entstanden. Das Projekt „Schaf schafft Landschaft“ setzt sich dafür ein, diese wertvollen Lebensräume zu sichern und weiter zu entwickeln, um die große Artenvielfalt zu erhalten. Zurecht wird es deshalb als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet und ich freue mich, heute diese Auszeichnung überreichen zu dürfen“, sagte Umweltstaatssekretär Oliver Conz, der in Frankershausen die Auszeichnung an die Projektpartner, die Fachgebiete Landschafts- und Vegetationsökologie und Betriebswissenschaft der Universität Kassel, den Werra-Meißner-Kreis und den Geo-Naturpark Frau Holle Land, übergab.

„Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Schafe auf Wanderschaft in ihren Klauen und besonders im Fell Samen, Sporen, ganze Pflanzenteile und sogar kleinere Tiere transportieren. Auf diese Weise können bedrohte Arten ganz natürlich wieder verbreitet werden,“ erklärte der Staatssekretär. „Die Weidetierhaltung ist enorm wichtig für den Naturschutz, doch leider ist sie wirtschaftlich kaum rentabel und Schäferinnen und Schäfern sehen sich vielen Herausforderungen ausgesetzt. Das Projekt „Schaf schafft Landschaft“ setzt hier an und sorgt dafür, dass Strukturen geschaffen werden, die die Situation der Schäfereibetriebe verbessern und zu einer angemessenen Entlohnung ihrer Leistungen im Naturschutz führen, damit die Beweidung mit Schafen auch in Zukunft bestehen bleibt“, ergänzte Conz. An dem Projekt „Schaf schafft Landschaft“ wirken bisher 18 Schäfereibetriebe mit, die von Beginn an die Projektinhalte aktiv mitgestaltet haben.

Neben der wirtschaftlich schwierigen Situation, ist auch der Wolf eine neue große Herausforderung für Schafhalterinnen und -halter in der Region. „Wir lassen die Schäferinnen und Schäfer mit ihren Sorgen nicht allein. Wir haben in diesem Jahr die Förderung erhöht und eine Weidetierprämie eingeführt. Nach der Sommerpause werden wir, wie bereits angekündigt, mit Tierhalterinnen und Tierhalten und weiteren Verbänden den Entwurf des neuen Wolfsmanagementplan erörtern und weitere Förderinstrumente zum Schutz der Tiere vorstellen“, stellte der Staatssekretär in Aussicht.

Das Projekt „Schaf schafft Landschaft“ wird mit über 5 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt und mit 400.000 Euro Landesmitteln in seiner sechsjährigen Projektlaufzeit von 2019 bis 2025 gefördert. Die Leitung und wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch die Fachgebiete Landschafts- und Vegetationsökologie und Betriebswirtschaft der Universität Kassel. Projektpartner sind der Werra-Meißner-Kreis und der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land.

Quelle: Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


Wer traut sich nun hier noch zu wandern oder zu rasten? (c) HESSENMAGAZIN.de
Wer traut sich nun hier noch zu wandern oder zu rasten? (c) HESSENMAGAZIN.de

3.) Nun warten wir noch auf die Pressemeldung der Jäger...

Doch jene sind wohl zurzeit noch eifrig damit beschäftigt, ihre Forderung zum Erschießen anderer böser "Raubtiere" bei uns in Deutschland durchzusetzen: "Verfassungswidrige Schonzeit für Jungfüchse und Jungmarderhunde muss zeitnah aufgehoben werden" (LINK: https://ljv-hessen.de/verfassungswidrige-schonzeit-fuer-jungfuechse-und-jungmarderhunde-muss-zeitnah-aufgehoben-werden/)

Fortsetzung folgt...

147

 

NewsFlash - Kurz & Knapp

Vegetarisch grillen, ganz ohne Fleisch

Es gibt viele Argumente für mehr Gemüse auf dem Grill. Es schmeckt und ist gut für die Umwelt. Mit Mozzarella gefüllte Peperoni, eingelegte Auberginen, Grill-Gemüse mit Feta aus der feuerfesten Schale, Kartoffeln, Maiskolben oder Champignons mit Kräuterbutter statt bergeweise Schnitzel und Würstchen... Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und schützen so gleichzeitig das Klima.

Weiterlesen...

Vogelsberg Hommage

KLICK zum Film-> Der Vogelsberg (c) ARD

___________________________________

Der Vogelsberg ist Kult

Der Vogelsberg ist Kult - Sticker gefällig? HIER <-KLICK

___________________________________

TOURen auf dem Vulkan

Reiseführer: Touren Sie mal im Vogelsberg <-KLICK

 

 

 

 

 

 

 

___________________________________

Streuobstwiesen-Boerse

Streuobstwiesenbörse im Internet (c) HESSENMAGAZIN - Klick für mehr

 

___________________________________

Letzte Rettung Repair-Café

Repaircafés im Internet (c) HESSENMAGAZIN - Klick für mehr

 

___________________________________

Leo - WAU Nachrichten

NEUES vom Redaktionshund - KLICK (c) HESSENMAGAZIN.de

 

___________________________________

Kosmetik Information

Teaser Kosmetikinformation (c) HESSENMAGAZIN - Klick für mehr

 

___________________________________

Lebensmittelwarnung

Teaser Lebensmittelwarnung (c) HESSENMAGAZIN - Klick für mehr

 

___________________________________


HESSENMAGAZIN Suche

Anzeigen

Vulkanstadt Gedern

www.Vulkanstadt.de <-KLICK

PR + Werbung (c) HESSENMAGAZIN.de <-KLICK

___________________________

Bitte beachten: Anfragen zu Artikelplatzierungen für SEO (Suchmaschinenoptimierung) oder Linkbuilding sind überflüssig. Sie werden von HESSENMAGAZIN.de NICHT beantwortet Zunge raus

PR - Kunde werden

Wir liefern Gesprächsstoff <-KLICK

___________________________________

Spruch der Woche

Sorgen ertrinken nicht in Alkohol. Sie können schwimmen. (Heinz Rühmann)

Unsere Telefonnummer

HESSENMAGAZIN Telefon 0700-77700012 - Mehr <-KLICK

Freizeit TOOLS

Brigitta Möllermann on Tour (c) HESSENMAGAZIN.de

Man muss nicht weltweit unterwegs sein, um Interessantes zu erleben.
Mehr Nützliches dazu: HIER <-KLICK

Aktiv chillen - FREIZEIT

Chillen und aktiv sein - KLICK für mehr (c) HESSENMAGAZIN.de

___________________________________

O wie OZON in der Luft

Das unsichtbare Ozongas bildet sich bei blauen Himmel (c) HESSENMAGAZIN.de___________________________________

Air Quality Index Live

Luftqualität - Information aus vielen Ländern (c) HESSENMAGAZIN.de___________________________________