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Weideabtrieb lockte Tausende nach Ginolfs

Mit Blumenschmuck und Glockengeläut erreichte die erste Herde der Familie Manger den Festplatz (c) Landkreis Fulda
Mit Blumenschmuck und Glockengeläut erreichte die erste Herde der Familie Manger den Festplatz (c) Landkreis Fulda

[Markt Oberelsbach / Rhön] Zwischen den Hörnern üppige Kronen aus herbstlicher Blütenpracht und große Glocken um den Hals - wahre Laufsteg-Schönheiten führten am 21. Oktober 2018 den Zug von Klaus Mangers vierzigköpfiger Rinderherde an. Von den Bergweiden ging es auf gewundenen Pfad hinab ins Tal und auf den Festplatz. Eigentlich ist Mangers Viehbestand zahlreicher, doch ließ die anhaltende Dürreperiode in diesem Jahr auch auf den Rhönwiesen das Futter rar werden und zwang dazu, einige Tiere früher in den Stall zurückzuholen.

Von solchem Mangel merkten die rund fünftausend Schaulustigen, die es am Sonntag zum Ginolfer Almabtrieb gezogen hatte, rein gar nichts, als die prächtigen Tiere auf ihrem abgesteckten Parcours an ihnen vorbei defilierten. „Viel schöner als im Allgäu ist es hier“, behauptete voller Stolz der Geschäftsführer der Rhön GmbH, Thorn Plöger, zuständig für die touristische Vermarktung der Region und ihrer Produkte. Das klang vielleicht etwas vermessen, aber wer das bunte Spektakel miterlebte, dürfte begeistert gewesen sein.

Authentisch, traditionell, sinnbildlich für die Rhön

Seit zehn Jahren gibt es den derart gefeierten und stets auch von Politprominenz beehrten Weideabtrieb. Den Ursprung dazu legte ein Projekt des Landschaftspflegeverbandes, mit dem alte, in der Rhön heimische Nutztierrassen, etwa Klaus Mangers gelbes Frankenvieh, wieder revitalisiert werden sollten. Das von Karl-Heinz Kolb dazu entworfene, länderübergreifende Grünlandprojekt – heute angebunden an 876 Hektar Land- und Weideflächen – hat damals viele Landwirte überzeugt, zum einen aus ökologischen Gründen, zum anderen aus Liebe zu ihrer Rhönheimat, dem Land der offenen Fernen, das an seinen Hängen und Höhen eben auch gut beweidet und damit „offen“ gehalten werden will.

Knapp 400 Rhönschafe zählt die Herde von Michael Bökelmann (c) Landkreis Fulda

Für dieses Geschäft sind besonders die Rhönschafe prädestiniert – und fehlten selbstverständlich auch in Ginolfs nicht. 380 stolze Exemplare zogen nach den Rindern als zweite Herde talwärts, angeführt von Schäfer Michael Bökelmann, musikalisch begleitet vom Heidi-Song und kommentiert von den beiden Moderatoren, die auf die vielen Herdbuchtiere aufmerksam machten, die sich in der Schar verbargen.

Die streng reglementierte Herdbucheintragung wird nur wenigen Tieren zuteil. Ist unter 1000 Tieren oft nicht ein einziges dabei, das alle Kriterien erfüllt, gab‘s in dieser Herde gleich dreimal die Höchstnote. Als ob sich die schwarzköpfigen Schönen ihrer schon von Napoleon erkannten und hochgelobten Exklusivität bewusst gewesen wären, brach die Herde auf ihrem Talweg aus und forderte die Kunst der Hütehunde heraus.

Dagegen zogen die 120 Ziegen der Familie Breunig zwar laut meckernd an den Kameras und Smartphones der Besucher vorbei, hielten sich aber ebenso brav an die Choreografie wie die 900 Schafe von Viktor Schumacher und Julian Schulz aus der Weidegemeinschaft Rhön. Nur nebenbei verriet Moderator Josef Kolb heimlich durchs Mikrofon, dass die Herzen auf Schumachers Gürtel für die von ihm gebrochenen Frauenherzen stünden, bevor er zur schon angekündigten Überraschung der „Rhön-Momente“ kam: Beim Klang südamerikanischer Rhytmen prozessierten sechs freilich exotische, aber herzlich willkommene Alpakas Richtung Festplatz. Mit den kuscheligen Langhälsen wollen ihre Besitzer Florian und Marc-André Janz den Rhöngästen demnächst ganz besondere Trekkingtouren anbieten.

Mehr als anderthalbtausend Tiere waren im Verlauf einer guten Stunde im Dorf angelangt, wo man sie nun hautnah betrachten und streicheln durfte. Lange hatte in Karl-Heinz Kolbs Überlegungen zum Grünlandprojekt das zündende i-Tüpfelchen, das Sahnehäubchen gefehlt, dann spielte ihm der Zufall alte Ginolfer Fotografien vom herbstlichen Viehabtrieb in die Hand. „Das ist es“, dachte er sofort, „authentisch traditionell, sinnbildlich für die Rhön!“

Gemeinde zum „Genuss-Ort“ gekürt

Es freute ihn, dass die Dorfgemeinde seiner Idee nicht nur zustimmte, sondern sie auch sofort verinnerlichte. Josef Kolb, der den Weideabtrieb organisierte, und der Landwirt Peter Schrenk – beide moderierten die diesjährige Veranstaltung – erinnerten sich: „Als wir 2008 von dem Grünlandprojekt erfuhren, haben wir uns gern angeschlossen. Die ersten Jahre lief es eher schlecht, am ersten Samstagabend waren nur 50 Mann im Festzelt, aber dann kamen von Jahr zu Jahr mehr Leute und schließlich ist das Fest zum Selbstläufer geworden!“

Schon von Weitem sichtbar war die Herde von Julian Schulz, der seine 900 Tiere problemlos den Berg hinab brachte (c) Landkreis Fulda
Schon von Weitem sichtbar war die Herde von Julian Schulz, der seine 900 Tiere problemlos den Berg hinab brachte (c) Landkreis Fulda

Ginolfs‘ Bürgermeisterin Birgit Erb kennt zudem keine Gemeinde, die die Kette von ökologisch erzeugten Produkten über deren Veredlung bis zur Direktvermarktung besser darstellen könnte. „Fast alle Höfe setzen hier auf Öko-Betrieb“, sagte sie und fügte stolz hinzu, dass die Marktgemeinde Oberelsbach, der Ginolfs angehört, zu Bayerns 100 „Genuss-Orten“ zähle, die das bayerische Landwirtschaftsministerium auslobe.

Natürlich beinhaltet dieses Markenzeichen mehr als „nur“ den Weideabtrieb – ein Backhausfest zum Beispiel mit seinem Zwiebelsploatz, die Fischerhütte, wo es Rhöner Bachforellen gibt, und, und, und… „Von gelungener Landschaftspflege über Naturschutz bis hin zur reichhaltigen Produktpalette der Region zeigt unser Markt am Fuß der langen Rhön so gut wie alles.

Die etwa 2.700 Einwohner leben naturnah und traditionsbewusst, Landkreis und Gemeindeverwaltung arbeiten eng zusammen“, bilanzierte Michael Gier, Leiter des bayerischen Biosphärenreservats. Und auch der Himmel schien zum Gelingen das Seinige beitragen zu wollen: eine strahlende Herbstsonne sorgte für spätsommerliche Temperaturen und gute Laune bis zum Nachhausegehen.

Quelle: Landkreis Fulda, 24.10.2018

 

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