Woran man Touristen erkennt...?

Freitag, den 17. Juli 2020 um 00:00 Uhr Gut zu wissen - Lifestyle
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Kurz gesagt: Am ungewöhnlichen bzw. oft schlechtem Benehmen oder falschem Verhalten!

An der Niddaquelle: Touristenkind baut einen hölzernen Damm (c) HESSENMAGAZIN.de[Ferienland Hessen] Früher bezeichnete man Touristen, die aus den Frankfurter Häuserschluchten in den Vogelsberg hinaufkamen, herablassend als "Luftschnäpper". Doch die Großstädter wissen inzwischen (dank der Medien und eifriger Teilnahme an Naturführungen) wesentlich mehr als früher über schützenswerte Biotope, sprich: die Besonderheiten in der Natur. So halten sie sich eigentlich recht gut an die entprechenden Regeln in jeweiligen Region. Nun aber sind es die "allwissenden" Tagestouristen aus der näheren Umgebung (GI / FD / MKK / FB... etc.), die man daran erkennt, dass sie frech auf Naturschutzflächen picknicken, quer durch den Wald mit seiner geschützter Artenvielfalt trampeln und sogar das Vogelsberger "Heiligtum", die Niddaquelle im Oberwald, als Abenteuerspielplatz missbrauchen.

Die Muttis der Kinder, die an einem denkwürdigen Julitag 2020 johlend durch den Wald galoppierten und Holz für ihren "Dammbau" an der Quelle im Wald sammelten, hielten sich schwatzend neben dem dortigen Unterstand auf. Eine von ihnen hatte gerade ungeniert ihre Notdurft hinter der Hütte erledigt. Alle wurden erst aufmerksam, als sie auf das Thema Naturschutz angesprochen wurden. Angeblich waren die drei Frauen darüber informiert, wollten aber das Werk ihrer Nachkommschaft weder stoppen noch beseitigen. Im Gegenteil: sie drohten lautstark keifend mit Anzeige (wegen Datenschutz ;-)))) falls die Angelegenheit weitergegeben würde.

Etwas Ähnliches - samt Gekreisch und Drohgebärden - passierte nicht weit von dort an den naturgeschützten Forellenteichen. Selbst staunen: HIER <-KLICK.


Gut zu wissen

Laut Bundesnaturschutzgesetz <-KLICK sind Quellen gesetzlich geschützte Biotope: § 30

(1) Bestimmte Teile von Natur und Landschaft, die eine besondere Bedeutung als Biotope haben, werden gesetzlich geschützt (allgemeiner Grundsatz).

(2) Handlungen, die zu einer Zerstörung oder einer sonstigen erheblichen Beeinträchtigung folgender Biotope führen können, sind verboten:

1. natürliche oder naturnahe Bereiche fließender und stehender Binnengewässer einschließlich ihrer Ufer und der dazugehörigen uferbegleitenden natürlichen oder naturnahen Vegetation sowie ihrer natürlichen oder naturnahen Verlandungsbereiche, Altarme und regelmäßig überschwemmten Bereiche,

2. Moore, Sümpfe, Röhrichte, Großseggenrieder, seggen- und binsenreiche Nasswiesen, Quellbereiche, Binnenlandsalzstellen

ff (mehr dazu) -> KLICK

Und beim Bundesamt für Naturschutz nachlesen: HIER <-KLICK.

Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de

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