[Menschsein] Neben allem Wichtigen zu Qualität und Haltbarkeit wie sonst, vermittelt der aktuelle Newsletter der Stiftung Warentest diesmal den Eindruck, dass medizinische und psychologische Probleme im Grunde durch den Erwerb ihrer Publikationen bearbeitet oder sogar beseitigt werden könnten – vom Denksport gegen kognitive Einbußen über Strategien bei Demenz bis hin zur Selbsthilfe bei Zwangsstörungen. Ein Produktüberblick, der komplexe Gesundheitsfragen auf konsumierbare Lösungen reduziert.
Es werden mehrere neue und aktualisierte Ratgeber vorgestellt, die sich mit geistiger Gesundheit, Demenzprävention und persönlicher Vorsorge befassen.
Der Newsletter betont damit die Bedeutung von geistiger Gesundheit, Prävention und rechtzeitiger Vorsorge – bleibt aber leider in der Logik eines Katalogs, der für jedes Problem eine passende Publikation bereithält.
So what.
- Im Mittelpunkt steht das Buch „Geistig fit bis ins hohe Alter“ von Emrah Düzel, das wissenschaftlich fundierte Übungen, Bewegungsimpulse und Ernährungstipps zur Förderung der kognitiven Leistungsfähigkeit bietet.
- Für Menschen mit bestehender Demenzdiagnose wird der Ratgeber „Demenz. Nicht jetzt!“ empfohlen, der therapeutische Ansätze und Strategien für ein möglichst selbstbestimmtes Leben beschreibt.
- Ein weiterer Schwerpunkt ist der neue Ratgeber „Nimm den Zwängen die Macht“, der erklärt, wie man alltägliche Marotten von behandlungsbedürftigen Zwangsstörungen unterscheidet und welche Methoden helfen können, belastende Zwänge zu reduzieren.
- Ergänzend wird das Vorsorge‑Set vorgestellt, das zentrale Dokumente wie Patientenverfügung, Testament, Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht bündelt.
Vom Denksport gegen Vergesslichkeit im Alter über Strategien bei unheilbarer Demenz und Auswegen aus belastenden Zwangsgedanken bis hin zur kompletten Vorsorge‑Mappe für den eigenen Tod steigert man sich sauber durch Problemklassen in aufsteigender Schwere.
Wer's braucht... 
Nachtrag: Auf der Treppe der menschlichen Sorgen fehlen noch Adipositas, Schönheitswahn und Machtstreben!
Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de