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Home Gesund oder ungesund bis giftig Ideenaufruf: Vom Wissen zum Handeln

Ideenaufruf: Vom Wissen zum Handeln

Brotgenuss ohne Zusatzstoffe - Foto (c) HESSENMAGAZIN.de

[Hessen - Welt] Apfel oder Sahnetorte oder herzhaftes Brot mit Radieschen? In der Theorie ist gut essen und trinken einfach – in der Praxis leider oft nicht. Die meisten Menschen wissen, was die bessere Wahl wäre und kennen die Vorzüge einer abwechslungsreichen Ernährung. Doch häufig fällt es Ihnen schwer, dieses Wissen in die Tat umzusetzen. Daher sind Erfahrungswerte aus dem Alltag gefragt: Wie kann es gelingen, vom Wissen zum Handeln zu kommen und sich nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch regelmäßig gut und ausgewogen zu ernähren?

Um das zu beantworten startete das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gemeinsam mit dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) den bundesweiten Ideenaufruf „Vom Wissen zum Handeln“

Insgesamt 287 Ideen sind von September bis Ende November 2017 eingegangen von engagierten Verbraucherinnen und Verbrauchern, Bildungseinrichtungen, Organisationen, Vereinen und Unternehmen. Dabei reichten sie von konkreten Wünschen, über bewährte Erfahrungen, bis hin zu kreativen Aktionen und innovativen Kampagnen. Alle Vorschläge wurden von einer Expertenjury in den vergangenen Monaten genau unter die Lupe genommen. Herauskristallisiert haben sich zehn besonders praktikable und innovative Ideen. Und nun sind alle Leser gefragt, aus den zehn Finalisten den persönlichen Favoriten zu wählen.

Welche Idee gefällt Ihnen aus den folgenden am besten?


Die Zehn Jury-Favoriten im Überblick:

1. Betriebliche Gesundheitsförderung mit dem inneren Schweinehund
(Justus-Liebig-Universität Gießen, Dr. Stephanie Hoy)

Sie stehen in der Kantine an der Essensausgabe. Der Blick ruht entschlossen auf Salat und Vollkornbrötchen. Dann zieht Ihnen der Duft von Schnitzel und Pommes in die Nase. Das Resultat: Der Salat kann bis morgen warten. Der „innere Schweinehund“ hat gewonnen und das tut er oft, wenn es um gesundheitsförderliche Entscheidungen am Arbeitsplatz geht.

Hier setzt die Idee von Dr. Stephanie Hoy der Justus-Liebig-Universität Gießen an. Wie wäre es, wenn uns dieser innere Schweinehund als Motivator unterstützt? Was wäre, wenn er uns dafür begeistert am Getränkeautomat das Wasser anstelle der Cola zu wählen oder die Treppe und nicht den Aufzug zu nehmen? Für eine nachhaltige Verankerung der gesundheitsförderlichen Inhalte braucht es Erinnerungsinstanzen am Ort der Entscheidung. Denkbar wäre Video- und Bildmaterial, zum Beispiel Poster und Plakate, für Bereiche, in denen gesundheitsrelevante Entscheidungen gefällt werden: am Fahrstuhl, am Süßigkeiten- und Getränkeautomaten, im Eingangsbereich der Kantine oder am Ausgang zum Parkhaus.

2. DeMaKaLuMa Einkaufsliste
(SOS Kinderdorf e.V., SOS-Hof Bockum, Alexandra Pinior)

Gut geplant ist halb gewonnen. Das gilt auch für den Einkauf. Damit Gemüse und Obst einen festen Platz im Einkaufswagen finden, wäre eine Einkaufsliste praktisch, auf der Obst und Gemüse bereits aufgedruckt sind.

Genau das wünschen sich Denise, Marcelo, Karsten, Lukas und Maik aus dem SOS Kinderdorf e.V., SOS-Hof Bockum. Sie schlagen die DeMaKaLuMa-Einkaufsliste für den alltäglichen Gebrauch vor. Leckere Rezeptvorschläge und farbenfrohe Bilder auf den Einkaufszetteln sollen dazu motivieren, die frischen Lebensmittel nach dem Einkauf auch gleich zuzubereiten und nicht im Gemüsefach zu vergessen.

3. Frisches Frühstück
(NWZ Medien, Muddis kochen)

Stundenlang in der Schule zu sitzen und sich zu konzentrieren fordert jede Menge Energie und ist für viele Erstklässler eine ganz neue Herausforderung. Umso wichtiger sind ein stärkendes Frühstück und ein gesundes Pausenbrot.

Mit der Aktion „Frisches Frühstück“ möchten die drei Mütter hinter „Muddis kochen“ Vorschulkinder und deren Eltern auf den neuen Lebensabschnitt vorbereiten. So besuchen die engagierten Mütter jährlich sechs Kindergärten im Nordwesten Deutschlands und bereiten gemeinsam mit den Vorschulkindern ein frisches Frühstück zu. Angesagt sind Obst, Gemüse und frisches Wasser. Und damit das Frühstück nach dem Wechsel in die Schule mindestens genauso frisch ausfällt, gibt es für jedes Vorschulkind ein Frühstücks-Set, bestehend aus Brotdose, Getränkeflasche und Kühltasche.

4. Gemüsekiste mit Variationen und Improvisationen
(Lisa Shoemaker, selbstständige Kochlehrerin)

Selber kochen - gerne, aber bitte nur nach Rezept. Ohne genaue Kochanleitung trauen sich heute viele Menschen nicht mehr an den Herd. Dabei muss Kochen nicht schwierig sein. In den meisten Fällen reicht es aus, einige Grundrezepte zu beherrschen und diese dann ganz nach den eigenen Vorlieben zu variieren.

Hier setzt der Vorschlag der selbstständigen Kochlehrerin, Lisa Shoemaker, an. Um ungeübten Köchinnen und Köchen Vertrauen in die eigenen Kochkompetenzen zu vermitteln, schlägt sie vor, Kurse zur Vermittlung von Grundrezepten anzubieten und verschiedene Variationsmöglichkeiten aufzuzeigen. Es geht um Zubereitungstechniken wie dämpfen, blanchieren, im Ofen rösten. Es folgen Kurse zum Thema Saucen (von Béchamel über Brühe bis zum Salatdressing), Teigherstellung oder der Zubereitung von vielfältigen Bratlingen. Dabei sollte stets Gemüse im Mittelpunkt der Kurse stehen. Hierfür wünscht sich Lisa Shoemaker, dass regionale Biohöfe die Kochkurse mit gespendeten Gemüsekisten unterstützen.

5. Ich-Du-Wir-gemeinsam
(Seniorenzentrum Jörg Creutzer, Michael Wagner)

Essen verbindet Generationen. Michael Wagner vom Seniorenzentrum Jörg Creutzer in Forchheim beschreibt sein Projekt als kombinierte Generationenküche. Bewohner des Seniorenzentrums bauen in Hochbeeten Obst, Gemüse und Kräuter an. Die frischen Lebensmittel werden gemeinsam mit Vorschulkindern geerntet und zubereitet. Dabei teilen die Senioren ihren Erfahrungsschatz und die Kindergartenkinder erweitern ihre Koch- und Lebensmittelkenntnisse.

Auf dieser gemeinsamen Reise von Jung und Alt geht es auch um die respektvolle Begegnung. So lernen die Kinder nicht nur von den Erfahrungen der Senioren, sondern erhalten zugleich ein aktives Bild des Alterns. Die Bewohner des Seniorenzentrums erfahren Momente der Selbstwirksamkeit, sodass letztlich beide Generationen voneinander profitieren.

6. Kinderfreundliche Speisekarte
(Maike Meinema-Gorath, MamaMila Ernährungsberatung)

Pommes mit Nuggets, Pommes mit Fischstäbchen oder Pommes mit Schnitzel. Der Blick in die Kinderspeisekarte birgt häufig die üblichen Verdächtigen. Maike Meinema-Gorath, zertifizierte Ernährungsberaterin, schlägt vor, das zu ändern. Sie wünscht sich, dass Kinderspeisekarten zukünftig abwechslungsreicher und ausgewogener gestaltet werden: Gemüsebolognese, Pfannkuchenwraps, die Hälfte von Mama oder einen Räuberteller.

So lernen auch die Kleinsten schon früh die bunte Vielfalt der Lebensmittel kennen. Als Anreiz für die Restaurants könnte ein Siegel vergeben werden, zum Beispiel mit dem Titel "Besonders kinderfreundliche Speisekarte".

7. KitchenKompass
(Hochschule Niederrhein, Katharina Georg, Tina Vogt, Nadine Heier, Nadine Abu Dhaga, Jennifer Brandt)

Gemeinsam kochen, essen und dabei Deutsch lernen. Darum geht es in dem Blog „KitchenKompass- jeder muss essen“, der von fünf Studentinnen der Hochschule Niederrhein Mönchengladbach entwickelt wird. Mit Ihrer Idee wollen die Studentinnen Einwanderer mit geringen Deutsch- und Kochkenntnissen bei der Integration unterstützen, indem sie kulturübergreifend Wissen zum Thema Ernährung weitergeben und so auch eine Unterstützung für eine abwechslungsreiche Ernährung bieten.

Zukünftig sollen auf dem Blog verschiedene kleine Hilfestellungen für den Koch- und Essalltag zu finden sein, darunter Vokabellisten, ein Saisonkalender oder eine Video-Einkaufshilfe. Ein Intro-Video ist bereits fertiggestellt und auch auf der Website vomwissenzumhandeln.de zu sehen.

8. Smartes Einfrieren, cleveres Vorkochen
(Markus Wiegleb)

Fertiggerichte sind eine schnelle Alternative im stressigen Alltag. Aber warum Lebensmittel nicht selber schon verzehrsfertig machen. Markus Wiegleb wünscht sich Unterstützung in Form eines Ratgebers, mit einfachen Erklärungen, wie man sein eigenes Tiefkühlessen herstellt: Welche Lebensmittel (-Kombinationen) und Gewürze eignen sich zum Einfrieren? Welche Tricks gibt es, damit die Mahlzeit auch nach dem Aufwärmen noch richtig gut schmeckt?

Mit Hilfe eines solchen Ratgebers soll jeder in der Lage sein, das persönliche Lieblingsgericht vorzubereiten. Wie schön kann dann im stressigen Alltag die Vorfreude auf die individuellen Leckerbissen sein?

9. TauschGut oder Make a change
(Jessica Strutz)

Ein Feierabendbier, warum nicht alkoholfrei? Pommes Frites, warum nicht auch mal Ofenblechkartoffeln oder die Lasagne mit weniger Fleisch und mehr Gemüse? Dazu ein Klecks Sahne, aber bitte die kalorienärmere saure. Viele Menschen verbinden „gesündere“ Ernährung mit Genussverlust, erhöhten Kosten und Aufwand oder sogar mit sozialer Ausgrenzung. Dabei muss gesunde Ernährung keine Radikalumstellung bedeuten.

Jessica Strutz hat eine Übersicht an Alternativen entworfen, die dabei helfen kann, die eigene Lebensmittelauswahl schrittweise vielfältiger zu gestalten. Ihre Vorschläge sind teilweise nährstoffreicher, teilweise kalorienärmer oder die Produkte sind weniger stark verarbeitet. Die einfachen und alltagstauglichen Handlungsvorschläge kann man sich beispielsweise als Spickzettel an den Küchenschrank hängen.

10. Werbung für gesunde Ernährung von Schülern für Schüler
(Berufsbildende Schulen Springe, Klasse BFY AR 17)

Werbung für eher ungesunde Snacks und Fastfood ist weit verbreitet. „Gesunde“ Lebensmittel werden hingegen deutlich seltener in Szene gesetzt. Zu diesem Schluss kam die Klasse BFY 17 AR der Berufsbildenden Schulen Springe und sammelte Ideen für Werbung mit frischen Lebensmitteln. Die Schüler erstellten kreative Texte und schossen Fotos von gesunden Leckerbissen.

Um Ihre frischen Snacks mehr ins Rampenlicht zu rücken, wünschen sich die Schüler eine Verbreitung über Social Media-Kanäle und Unterstützung durch Prominente, Krankenkassen, Sportvereine oder Ernährungsberater. Die Motive sollen Appetit auf eine genussvolle gesunde Ernährung machen.


Welche Idee gefällt Ihnen besonders gut? Welcher Vorschlag liegt Ihnen besonders am Herzen?

Bis zum 17. August 2018 haben Sie die Möglichkeit auf www.vom-wissen-zum-handeln.de für Ihre Lieblingsidee zu voten.

Quelle Text: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) / (BZfE)

 

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