Papa, Mama, das schmeckt: Wie Kinder nicht dick erwachsen werden

Samstag, den 17. Juni 2017 um 05:14 Uhr Das leibliche Wohl - Gesund oder ungesund bis giftig
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[Dickes Deutschland] Bedauerlicherweise ist Essen für viele Leute und ihre Kinder immer noch reine Geschmackssache. Sie vertilgen, was ihnen gut schmeckt und glauben, es täte ihnen auch gut. Doch leider funktioniert diese Ur-Regel schon längst nicht mehr. Seitdem die Lebensmittel-Industrie unseren Sinnen vorgaukeln kann, was immer ihr einfällt und die Werbung uns dazu verführt, auch Pappe mit Geschmack zu futtern, sind wir dem hilflos ausgeliefert.

Unseren eigenen Sinnen können nicht mehr trauen und geben deswegen unser Essensgeld nicht mehr für echte Lebensmittel aus. In unserem Einkaufwagen landen Fertigprodukte und Leckereien in bunten Verpackungen.

Mehr dazu bei uns: HIER <-KLICK

Langweilig aussehende Äpfel machen uns eben nicht genügend an. Und kochen wollen wir eigentlich auch möglichst wenig. Das dauert ja... und wir haben jetzt Hunger oder doch wenigstens Lust, etwas zu essen.

Nun hat die Europäische Union erkannt, dass es ein echt dickes Problem gibt und zog die Bremse an. Auf alles Essbare im Laden muss ein Etikett geklebt werden, das die Inhaltsstoffe auflistet. Immerhin. Doch wer liest das denn bzw. kapiert die Reichweite dessen, was da steht?

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Folge, immer mehr Menschen gehen in die Breite. Doch fett werden will eigentlich niemand und krank schon gar nicht. Aber bereits auf dem Weltgesundheitstag 2016 erkannte man, dass in Europa inzwischen 32 Millionen Menschen mit Diabetes leben und die Zahlen der betroffenen Erwachsenen zwischen 1980 und 2015 von 153 Millionen auf 415 Millionen gestiegen sind.

Und so packt man das Übel an den Wurzeln und erzieht nun die deutschen Kinder mit einem "Schulobst- und Gemüse-Programm": HIER <-KLICK.


Lesen Sie dazu eine Original Pressemeldung vom 16.06.2017

EU beschließt Prävention von Übergewicht im Kindesalter

Der Rat der Europäischen Union für Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz hat auf seiner Sitzung heute in Luxemburg Empfehlungen zur Eindämmung des Anstiegs von Übergewicht und Adipositas im Kindesalter beschlossen. In diesen so genannten Ratsschlussfolgerungen wird die derzeitige Situation als eine große gesundheitspolitische Herausforderung bezeichnet, der sich die Mitgliedsstaaten der EU zu stellen haben.

Bundesernährungsminister Schmidt begrüßt europäische Initiative

"Der Rat setzt mit diesem Beschluss das richtige Zeichen. Gesunde Ernährung muss schon bei den Jüngsten anfangen. Dafür haben wir in Deutschland schon viel auf den Weg gebracht. Mit der Einrichtung des Nationalen Qualitätszentrums für Ernährung in Kita und Schule (NQZ) im vergangenen Jahr wollen wir die Standards für das Essen in Kitas und Schulen so anpassen, dass Kinder und Jugendliche sich in den Kantinen gesund ernähren können. Aber das kleine Einmaleins der Ernährung muss auch im Unterricht verankert werden - als eigenes Schulfach.

Prinzipiell ist ein hohes Maß an Transparenz und umfassende Verbraucherinformation für einen gesunden Lebensstil und eine gesunde Ernährungsweise wichtig. Deshalb haben wir Anfang dieses Jahres auch das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) gegründet.

Und schließlich greift hier auch der Nationale Aktionsplan 'IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung', den es seit 2008 gibt. In den letzten neun Jahren wurden in über 200 Projekten in verschiedenen Bereichen des Lebens Maßnahmen gefördert, die das Ernährungs- und Bewegungsverhalten in Deutschland nachhaltig verbessern. In den Ratsschlussfolgerungen werden gerade solche übergreifenden Ansätze als besonders erfolgsversprechend herausgestellt.“

Quelle Text: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

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