[Hessen] Einen studierten Juristen hat man im Januar 2024 zum Minister in Hessen für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat gemacht: Bald schon legt Ingmar Jung in einer Pressemeldung ein „hohes Tempo beim Schutz vor dem Wolf“ vor. Da er auch Jagdminister ist, "dankt den Regierungsfraktionen CDU und SPD, die den Gesetzentwurf zur Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht eingereicht haben."
Aua, sagt der Wolf.
Weiter heißt es: "Die wachsende Wolfspopulation bereitet in Hessen nicht nur den Weidetierhaltern Sorge, sondern vielerorts auch den Bürgerinnen und Bürgern im ländlichen Raum."
Aha, die Leute auf dem Land haben Angst? Der Wolf wundert sich.
"Minister Jung hat sich unter anderem mit vielen Schäferinnen und Schäfern ausgetauscht und bei einem Besuch in der Rhön drei konkrete Handlungsfelder für mehr Schutz der Nutztierhaltung vor Wolfsübergriffen vorgestellt: Neben der Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht, werden die Förderung für den Weidetierschutz sowie die Entschädigung für Tierhalter verbessert und das Wolfszentrum in die Zuständigkeit von Hessen-Forst übertragen."(Pressemeldung)
Klar, dass die Betroffenen sich freuen, resümiert der Wolf.
Herr Jung meint: „Der Ortstermin in der Rhön hat mir eindrücklich die Ängste und Nöte der Betroffenen vermittelt".
Mich hat er nicht angetroffen, nörgelt der Wolf.
"Mehr Geld für Zäune wird allein das Problem nicht lösen. Der Wolf muss maßvoll bejagt werden“, erklärt der Minister der Öffentlichkeit.
Ich bin zwar als wiedergekehrter Naturbewohner europarechtlich streng geschützt, doch Herr Jung hofft, dass
"die EU diesen Schutzstatus bald lockern könnte. Hessen ist mit der Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht dafür vorbereitet. Bis dahin schafft der Gesetzentwurf wichtige Voraussetzungen für einen effizienten Umgang mit ‚Problemwölfen‘ unter der Nutzung der engen bundesrechtlichen Entnahmemöglichkeiten."
Er meint, mich zu erschießen wäre
"die Vorrausetzung für einen ideologiefreien und realistischen Umgang mit dem Wolf“?
Unmenschlich kann man das wohl nicht nennen, protestiert der Wolf.
Quelle: Ein Wolf aus Hessen
Faire Fakten = gut zu wissen
Auf der Liste der gemeldeten Nutztierschäden 2024 beim Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie gibt es bis heute nur einen (1) Wolf. Die anderen Risse stammen von Füchsen und Hunden: HIER <-KLICK.
Auf die wachsene Wolfspopulation scheint man noch zu warten im Wolfszentrum Hessen:
www.hlnug.de/themen/naturschutz/tiere-und-pflanzen/arten-melden/wolfszentrum <-KLICK.
Lesen Sie auch zum Thema die aktuellen Meldungen vom Wolfszentrum: HIER <-KLICK.
Quelle Zusammenstellung: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de