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Dem deutschen Wald geht es schlecht

Redaktionshund Leo im frischen Sägemehl einer gefällten Buche (c) HESSENMAGAZIN.de[Deutschland] Julia Klöckner (CDU) stellte am 24. Februar 2021 in Berlin den Waldzustandsbericht des vergangenen Jahres vor. Der Bericht zeigt: die Wälder in Deutschland sind massiv geschädigt. Die Ergebnisse gehören zu den schlechtesten seit Beginn der Erhebungen 1984. Es kommentiert Greenpeace Waldexpertin Sandra Hieke: "Den Wäldern in Deutschland geht es immer schlechter. An ihrer Bewirtschaftung ändert sich jedoch nichts. Die letzten alten Laubwälder werden weiter eingeschlagen. Flächen werden kahlschlagen und geräumt. Der Boden wird mit schweren Maschinen befahren und dabei erheblich geschädigt. Es gibt kaum noch naturnahe Wälder in Deutschland.

Um unsere Wälder zu retten, muss Ministerin Klöckner endlich die Rahmenbedingungen für eine naturnahe und ökologische Bewirtschaftung schaffen. Außerdem muss sie sich für mehr Schutzgebiete ohne industriellen Holzeinschlag einsetzen. Bis diese ausgewiesen sind, darf vor allem in alten, naturnahen Laubwäldern und besonders gefährdeten Wäldern nicht mehr eingeschlagen werden. Ansonsten werden auch in der Zukunft die Berichte der Bundesregierung weiter dramatisch ausfallen."

Quelle Text: Greenpeace


Pressemitteilung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

Klöckner: Der Waldzustand besorgt mich! Bundesministerin legt Waldzustandserhebung 2020 vor: Wälder in Deutschland massiv geschädigt, 1,5-Milliarden-Unterstützungsprogramm wird gut angenommen

Die Bundeswaldministerin Julia Klöckner hat heute die Waldzustandserhebung 2020 des Bundesministeriums vorgestellt. Der Bericht zeigt: Die vergangenen drei Dürrejahre, der massive Borkenkäferbefall, Stürme und vermehrte Waldbrände haben in den Wäldern langfristig massive Schäden angerichtet. Die jetzigen Ergebnisse gehören zu den schlechtesten seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984, die meisten Bäume haben lichte Kronen.

Zentrale Ergebnisse

  • Noch nie waren so viele Erhebungs-Bäume abgestorben wie 2020.
  • Vier von fünf Bäumen haben lichte Kronen, konkret:
  • 79 Prozent der Fichten.
  • 80 Prozent der Kiefern.
  • 80 Prozent der Eichen.
  • 89 Prozent der Buchen.
  • 37 Prozent aller Bäume weisen deutliche Verlichtungen auf
  • Das heißt: Bei diesen Bäumen sind mindestens 26 Prozent der Blätter oder Nadeln vorzeitig abgefallen.

Julia Klöckner: „Der Kronenzustand ist wie ein Fieberthermometer – er zeigt an, wie es den Bäumen geht. Die Waldzustandserhebung zeigt: Unsere Wälder sind krank. Wer im Wald unterwegs ist, der sieht die massiven Schäden, die Bilder großflächig abgestorbener Wälder haben sich bei vielen eingebrannt. Umso wichtiger, dass wir als Ministerium früh und entschlossen gehandelt haben: Mit dem größten Unterstützungsprogramm der Geschichte – insgesamt 1,5 Milliarden Euro stehen zur Verfügung. Wir helfen den Waldbesitzern und Forstwirten effektiv, unkompliziert und schnell, Schäden zu räumen, neue resiliente und standortangepasste Bäume zu pflanzen, die Wälder weiter umzubauen und damit besser an den Klimawandel anzupassen. Damit werden wir unserer Verantwortung für den Wald und die kommenden Generationen gerecht. Denn wir brauchen unsere Bäume und Wälder in Deutschland: Als Klimaschützer, Lebensraum für eine vielfältige Fauna und Flora, Luft- und Wasserreiniger, CO2-Speicher, Arbeitgeber oder zur Erholung für uns Menschen. Uns ist es gelungen, passgenaue Hilfsprogramme aufzulegen: Die Mittel fließen sehr gut ab und kommen zielgenau dort an, wo sie gebraucht werden.“

Bei der Vorstellung des Berichts nannte die Bundesministerin auch aktuelle Zahlen zu den entstandenen Schäden der vergangenen drei Jahre: Die wieder zu bewaldende Fläche liegt bei 277.000 Hektar (Stichtag: 31.12.2020). Hier sei ein leicht positiver Trend erkennbar, so die Ministerin. Denn innerhalb von sechs Monaten ist diese Schadfläche um 8.000 Hektar zurückgegangen (zum Stichtag 30.6.2020: 285.000 Hektar). Beim Schadholz beträgt die Gesamtmenge nach aktuellem Stand 171 Millionen Kubikmeter.

Was das Bundeswaldministerium tut und wie es wirkt

Bund-Länder-Paket

In 2019 hatte Bundesministerin Julia Klöckner alle Beteiligten beim ‚Nationalen Waldgipfel‘ zusammengebracht und erreicht, dass der Bund – zusammen mit der Ko-Finanzierung der Länder – in der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) rund 800 Millionen Euro als Hilfen zur Verfügung stellt. Die Gelder werden den privaten und kommunalen Waldeigentümern zur Bewältigung der Waldschäden, für Wiederaufforstungen sowie zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel zur Verfügung gestellt.

Voraussetzung für die Anpassung ist die Vorbereitung der Flächen für die Wiederbewaldung. Deshalb liegt hier aktuell auch der Fokus der Waldbesitzer: Hierfür wurde 2020 mehr Geld zur Bewältigung der Waldschäden beantragt als vorgesehen war. Damit kein Antrag verloren geht, können Gelder, die für 2021 vorgesehen sind, auch für die bereits gestellten Anträge verwendet werden. Zudem besteht die Möglichkeit, Gelder zwischen den Bundesländern umzuschichten. Auch die Maßnahmen zur Anpassung der Wälder sind gut angelaufen. Sie werden sich verstärken, sobald mehr Schadflächen geräumt und wiederbewaldet sind.

Konjunkturpaket des Bundes

Zudem hatte sich die Bundesministerin erfolgreich dafür eingesetzt, dass für Wald und Holz im Konjunkturpaket der Bundesregierung zusätzlich insgesamt 700 Millionen Euro Bundesmittel vorgesehen sind.

500 Millionen Euro gehen davon in die Bundeswaldprämie. Mit dem Programm bietet das Bundesministerium schnelle und unbürokratische Hilfe für den Kommunal- und Privatwald. Denn viele Forstbetriebe haben massive wirtschaftliche Schäden erlitten oder sind sogar in der Existenz bedroht. Die Förderrichtlinie wurde Ende November 2020 veröffentlicht. Bis Jahresende 2020 sind bereits 56,6 Millionen Euro ausgezahlt worden. Die Auszahlung hat das Ministerium dabei an klare Kriterien geknüpft:

  • Die Waldflächen müssen eine Nachhaltigkeits-Zertifizierung nach den Programmen PEFC oder FSC haben, wobei die nachzuweisende Zertifizierung zehn Jahre zu halten ist. Ansonsten ist die Prämie ganz oder teilweise zurückzu­zahlen.
  • Auf Grund der Prämie ist die zertifizierte Waldfläche bereits jetzt um über 550.000 Hektar im Privat- und Kommunalwald angestiegen. Das sind fast 11 Prozent mehr Waldfläche, die nach einem höheren Standard bewirtschaftet werden. Eine Fläche, doppelt so groß wie das Saarland.

Die weiteren 200 Millionen Euro sind für das Investitionsprogramm Wald und zwei Programme im Holzbereich vorgesehen. Die Holz-Programme werden demnächst gestartet.

Den Waldzustandsbericht 2020 finden Sie unter:
https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/ergebnisse-waldzustandserhebung-2020.html

Quelle Text: BMEL, 24.02.2021


Pressemitteilung des BUND vom 24. Februar 2021

Kranker Wald – BUND fordert: Klima wirksam schützen, Schadstoffe endlich eindämmen und Wald schonender behandeln

Berlin. Angesichts alarmierender Zahlen im heute veröffentlichten Waldzustandsbericht des Bundeslandwirtschaftsministeriums warnt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vor einem neuen Waldsterben. „Der Wald ist durch Stickstoffeinträge, Dürre, intensive Forstwirtschaft sowie mangelhafte Jagd nach wie vor im Dauerstress“, mahnt Jörg Nitsch, Sprecher des BUND-Arbeitskreises Wald. „Nur ein kleiner Teil der Waldbäume ist noch gesund. Die allermeisten Bäume zeigen Auflichtungen im Kronenbereich oder sterben sogar ab.“ Dem Waldzustandsbericht zufolge, aus dem Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner am Mittwoch zitierte, sind 79 Prozent der Fichten, 80 Prozent der Kiefern und Eichen sowie 89 Prozent der Buchen betroffen. Knapp 40 Prozent aller Bäume wiesen eine „deutliche Verlichtung“ auf.

„Die Lage ist ernst. Die Bundesregierung muss endlich wirksame Klimaschutzmaßnahmen ergreifen und gleichzeitig Schadstoffemissionen aus Verkehr, Industrie und Landwirtschaft massiv reduzieren“, so Nitsch.

Der Zustand des Waldbodens verschlechtert sich unter anderem durch den Stickstoffüberschuss aus der Viehhaltung. „Der überfällige Umbau der Nutztierhaltung und eine Halbierung der Nutztierbestände bis 2050 – vor allem bei Schweinen und Geflügel – trägt nicht nur zur Schonung von Tropenwäldern bei, sondern ist wegen der Stickstoffemissionen aus der Gülle auch wichtig für den Erhalt der heimischen Wälder“, so Nitsch.

Eine echte Waldwende braucht vorausschauendes Handeln. „Doch statt eine enkeltaugliche und kluge Waldpolitik zu machen, verteilen Julia Klöckner und einige Bundesländer lieber Steuergelder mit der Gießkanne an Waldbesitzende mit möglichst geringen Auflagen“, kritisiert Nicola Uhde, BUND-Expertin für Waldpolitik. Der BUND fordert, öffentliche Gelder nur für öffentliche Leistungen auszugeben: Nur Waldbesitzende, die ihre Wälder besonders ökologisch verträglich bewirtschaften und so der Allgemeinheit Gutes tun, sollen Unterstützung erhalten. Für eine verfehlte, zu intensive Forstwirtschaft sollte künftig kein einziger Euro Steuergeld mehr fließen.

Außerdem bedarf es nach Auffassung des BUND einer grundlegenden Wende im Waldmanagement. „Unsere Wälder müssen endlich schonender bewirtschaftet werden“, erklärt Jörg Nitsch. „Konkret bedeutet dies: Es müssen weniger Bäume gefällt und Wälder dürfen nicht länger entwässert werden. Schwere Holzerntefahrzeuge verdichten den Waldboden und erschweren die Wasseraufnahme, vielerorts lässt sich das vermeiden.“ Außerdem muss es wieder mehr Naturwälder ohne Holznutzung geben, mindestens auf zehn Prozent der Waldfläche in Deutschland.

Beim Waldumbau sind vielfältige Laubwälder naturfernen, anfälligen Nadelforsten vorzuziehen. Dafür sind Regelungen im neuen Bundesjagdgesetz überfällig, die einer Vielfalt von jungen Laubbäumen das Aufwachsen ermöglichen. „Die Regierung muss ihr Wort halten und bei der aktuellen Novelle des Bundesjagdgesetzes die jagdrechtlichen Regelungen waldfreundlich gestalten“, fordert Uhde.

Mehr Informationen:
„Waldwende statt Waldsterben! Neun BUND-Forderungen zu Deutschlands Wäldern in der Klimakrise“, Download unter www.bund.net/waldkrise

Auch das aktuelle BUNDmagazin widmet sich dem Schwerpunktthema Wald:
www.bund.net/service/publikationen/detail/publication

Quelle Text: BUND

 

NewsFlash - Kurz & Knapp

Justizdienststellen beteiligen sich an Baumpflanzaktionen

[Hessen] Auch in diesem Jahr hat sich die hessische Justiz im Rahmen des sechsten Hessischen Tages der Nachhaltigkeit engagiert. Insgesamt fünf Dienststellen pflanzten Bäume im Außenbereich und setzten damit ein Zeichen für den Klimaschutz. Neben der Außenstelle des Amtsgerichts Kassel in Hofgeismar beteiligten sich auch die IT-Stelle der hessischen Justiz in Bad Vilbel, das Amtsgericht Michelstadt, das Amtsgericht Lampertheim und das Amtsgericht Büdingen an der von der Landesregierung koordinierten Aktion. Der seit 2014 veranstaltete Hessische Tag der Nachhaltigkeit fand zwar bereits am 10. September 2020 unter dem Motto „Lebendig – Vielfältig – Nachhaltig“ statt, die Pflanzungen zogen sich aber, auch aufgrund der Witterung, über einen längeren Zeitraum hin.

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