Neues von der Pandemiefront: Shoppen mit Festivalbändchen (Corona)

Sonntag, den 19. Dezember 2021 um 08:55 Uhr News Ticker - CORONA Infos
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Hier kommt nicht jeder rein: Café im Bad Orber Kurpark (c) HESSENMAGAZIN.de

[Deutschand] Schon gehört? Anstatt Impf- und Genesenennachweis (plus Personalausweis) in Lokations mit der 2G-Regel vorzulegen, zeigt man nun einfach am Eingang ein Armbändchen her: Absolut fälschungssicher und garantiert nicht übertragbar. Oder etwa doch? Aber auf alle Fälle ist das Weitergeben oder Nachmachen (Fälschen) bisher noch nicht strafbar. Ernsthaft auf Echtheit von der Obrigkeit kontrolliert werden nur Ausweise und amtliche Bescheinigungen :-)

Da haben findige Marketingleute ein Schlupfloch gefunden, um dem Einzelhandel und den Gastronomen die Kundschaft vor Weihnachten zu sichern.

Mehr dazu: HIER <-KLICK.

Und ganz nebenbei werden dabei die Müllberge vergrößert: Vor der Tür fliegen möglicherweise nicht nur die Masken der Corona-genervten Menschen, sondern nun auch unterschiedlich farbige Tagesbändchen oder Wochendauerbändchen in die Gegend...

Übrigens: Auf der Touristeninsel Langeoog in Ostfriesland gibt es ab Weihnachten die (durchnummerierten) Bändchen bereits am Fährhafen. Bemerkenswert: Sie sind kostenlos zu haben... obwohl die Insulaner sich sonst eigentlich alles "vergolden" lassen.

Doch nicht alle Geschäftsleute fahren auf die Bändchenmethode ab. Sie fürchten, belangt zu werden und Strafe zahlen zu müssen, wenn sich herausstellt, dass ein unkontrollierter Bändchenträger gar nicht im Laden / Kino oder Café sein dürfte, weil er nicht in die 2G-Kaste hineingehört.

Trotzdem kommt die Methode ausnehmend gut an, zumal nun sogar leseuntrainierte nicht richtig Deutsch sprechende Verkäufer*innen / Bedienungen / Saftschubser*innen zu Kontrolleur*innen avancieren können Zunge raus.

Nachteil für den Rest der Menschheit: Für Nichrgeimpfte, Vorerkrankte, noch nicht fertig Geboosterte wird es doppelt gefährlich. Unter all diesen Sorglosen spazieren auf jeden Fall auch Virenträger, Schwindler und Ignoranten herum, bei denen man sich leider trotz allem anstecken kann...

Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de