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Unverständliches Hühhott einer scheinbar ratlosen Obrigkeit (Corona)

Fahrweise auf der Autobahn: Links-rechts-unentschieden - Symbolbild (c) HESSENMAGAZIN.de

[MKK / Hessen] Sorry, aber es nervt. Eben gerade wurden die kostenlosen Corona-Bürgertests und die Maskenpflicht nach den Herbstferien an Schulen abgeschafft. Nun bereiten die Gesundheitsämter im Rhein-Main-Gebiet doch wieder die Einführung der Mund-Nasenbedeckung in den Bildungsstätten vor. Die Überschrift dazu lautet: „Zugang zu Präsenzunterricht absichern“.

Der Main-Kinzig-Kreis lässt in seiner heutigen Pressemitteilung Nr. 701 dazu wissen:

Gegen eine Coronavirus-Übertragung in geschlossenen Räumen hilft wirksam die Kombination aus Lüften, Abstand und Mund-Nasen-Bedeckungen. Während das Lüften manuell und auch technisch über Luftreinigungsgeräte leicht umsetzbar ist, ist es mit dem Abstandhalten in volleren Räumen schon schwieriger. Umso wichtiger ist die Pflicht zum Tragen einer geeigneten Maske. So auch in Schulen: Der Main-Kinzig-Kreis hat vor einigen Tagen eine dringende Empfehlung ausgesprochen, das Tragen einer Maske auch am Sitzplatz in den Schulklassen umzusetzen.

Solche Fakten sind keineswegs neu! Und um das Ganze zu toppen, folgt diese Erkenntnis:

„Jeder Tag, den wir ohne weitere Schutzmaßnahmen und ohne politisches Eingreifen zubringen, wird die Corona-Situation immer schlimmer. Wir stehen vor einer Katastrophe im medizinischen Bereich, vor einer völlig aus dem Ufer laufenden Infektionsgeschehen, vor ständig neuen Inzidenzrekorden bei den jüngeren Menschen. Wir müssen den Schutz erhöhen, gerade für die jungen Menschen“, so Landrat Thorsten Stolz.

Allheimittel "polititsches Eingreifen", um die Situation nicht aus dem Ruder (nee: nicht Ufer!) laufen zu lassen???

Erst hieß es vor einiger Zeit, die Jugend hätte eigentlich kein großes Problem mit Corona. Nun konstatiert man: "Bei den Unter-15-Jährigen liegt die Sieben-Tages-Inzidenz im Kreisgebiet seit Tagen über 300."

Ach nee...

Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler hat erkannt: „Rasant steigende Infektionszahlen kommen nicht von ungefähr, sondern haben mit der hohen Zahl an Kontakten etwas zu tun und mit dem Verhalten miteinander und nebeneinander, gerade über eine lange Dauer und in Innenräumen.“

Und wer ist schuld am sogenannten "philosophischen Diskurs"?

In den vergangenen Tagen hatten der Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Hanau das Land Hessen bereits zu einer einheitlichen Erhöhung der Schutzstandards für die Bereiche Bildung und Betreuung aufgefordert, um die teils unklare rechtliche Basis für sinnvolle Maßnahmen wie eine Maskenpflicht zügig zu verbessern.

„Das Land Hessen macht gerade ein Ping-Pong-Spiel, indem es auf Entscheidungen aus Berlin wartet und die Verantwortung in die Kommunen und Landkreise verlagert. Das hilft den Bürgerinnen und Bürgern nicht und erst nicht der kommunalen Ebene, die jetzt wichtige Entscheidungen treffen wollen und müssen“, sagt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky. „Jetzt ist nicht die Zeit für einen philosophischen Diskurs, wie wir mit der vierten Welle umgehen, sondern die handfeste Frage zu beantworten, wie wir die Menschen wirksam und rechtssicher schützen.“

Rückendeckung gesucht und gefunden

Der Main-Kinzig-Kreis hat mit den großen Städten des Rhein-Main-Gebiets notwendige Schritte eruiert, die auf lokaler Ebene für den Schutz junger Menschen schnell umsetzbar sind. Dazu gehört das verpflichtende Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch im Unterricht ebenso wie das möglichst gruppengetrennte Arbeiten. Beides gilt im Main-Kinzig-Kreis bereits als dringende Empfehlung. In Kürze wird der Main-Kinzig-Kreis nun, gemeinsam mit Stadt und Landkreis Offenbach sowie Frankfurt, eine Anordnung herausgeben, um aus der bisherigen Empfehlung zum Tragen einer Maske eine Pflicht zu machen. Dann soll nicht mehr nur auf den Plätzen und Fluren auf dem Schulgelände die Maske getragen werden, sondern auch am Sitzplatz. Die Maßnahme ist zunächst bis zu den Weihnachtsferien vorgesehen.

Die Regelung soll in Kürze in Kraft treten. Die entsprechende Anordnung wird derzeit juristisch ausgearbeitet. Das Staatliche Schulamt ist über die Schritte informiert.

Landrat Thorsten Stolz ergänzt hinsichtlich der horrenden Infektionszahlen: „Die Lage ist dramatisch. Wir sollten uns verabschieden von dem, was wir für wünschenswert halten und hinwenden zur Frage, wie wir das Allerschlimmste in den Krankenhäusern verhindern. Der Blick nach Sachsen und Bayern zeigt, wo auch für Hessen die Reise hingeht. Kontaktbeschränkungen müssen ein Mittel der Wahl sein. Aber auch hier kann man Landkreise und kreisfreie Städte rechtlich nicht im Regen stehen lassen, hier braucht es eine klare Linie im Bund, zumindest aber mal im Land Hessen.

Quelle: Alles Schräge MKK


Nachtrag von Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de

Remember:

Einerseits schlug man die unterbezahlten und hochgradig überlasteten Pflegekräfte in die Flucht, denen im Anfang der Pandemie lediglich Applaus von dem Balkons geboten wurde. Sie fehlen jetzt auf den Krankenstationen - genauso wie die aus Kostengründen "abgebauten" Pflegebetten.

Das heißt, ein Teil der Überlastung in den Krankenhäusern ist hausgemacht!

Die dazu passende Pressemeldung Nr. 603 des Main-Kinzig-Kreises vom 17. November 2021 um 12:01 Uhr

Die Corona-Lage in den hiesigen Krankenhäusern beschreibt der Main-Kinzig-Kreis als „höchst problematisch“. Die Zahl der freien Intensivkapazitäten ist erheblich eingeschränkt, und der Aufbau neuer Kapazitäten ist aufgrund des Personalmangels nur begrenzt möglich.

"In den vier Kliniken befinden sich derzeit 49 Patientinnen und Patienten mit Covid-19, davon 15 auf den Intensivstationen. Wiederum 10 Menschen müssen beatmet werden", berichtet Landrat Thorsten Stolz.

Mehr Testen, mehr Impfkapazitäten, schärfere Schutzkonzepte: So wichtig diese Bausteine in der Pandemie sind, an der derzeitigen Akutlage im Rettungsdienst und bei den Krankenhäusern können die Kreise und Kommunen so nur bedingt etwas ändern. Und so fallen die jüngsten Sachstandsmeldungen an die Kreisspitze in immer größerer Dramatik aus. Zum Beispiel im Rettungsdienst: Wenn ein Patient oder eine Patientin als intensivpflichtiger Notfall per Rettungswagen ins Krankenhaus muss, ist es bereits seit Tagen ein großes Problem, ein freies Bett zu finden.

Die Intensivstationen der Krankenhäuser im Kreisgebiet haben in den vergangenen Tagen regelmäßig „rot“ gemeldet – keine weitere Aufnahme über den Rettungsdienst. Und damit waren sie bei weitem nicht alleine. Für das Rhein-Main-Gebiet sei die Lage „schon sehr dramatisch“.

Von Mitte Oktober bis Mitte November hat sich die Gesamtzahl der Covid-Neuinfizierten in den Krankenhäusern von 18 auf fast 50 mehr als verdoppelt. Und der Höhepunkt bei der Zahl der täglichen neuen Fälle ist aktuell noch gar nicht in Sicht“, verdeutlicht Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler. Auf den Intensivstationen liegen ebenfalls deutlich mehr Menschen mit Covid-19, teils jünger als 60 Jahre und mit längerer Aufenthaltsdauer. „Eine Besserung ist auf Wochen, vielleicht auf Monate nicht in Sicht. Nicht weil Betten oder Gerätschaften fehlen, sondern weil es nicht genug Fachkräfte gibt“, so Simmler.

Leicht ist es für Kliniken nicht, weitere Kapazitäten zu schaffen, weil der Personalumfang endlich ist. Nach den kräftezehrenden Monaten der vorangegangenen Pandemiewellen habe der eine oder andere Kollege den Beruf beziehungsweise die fachliche Richtung gewechselt

Dieter Bartsch, Geschäftsführer der Main-Kinzig-Kliniken, kann das für die Standorte Gelnhausen und Schlüchtern bestätigen. „Einerseits sind die Kliniken besser auf eine anhaltende Notlage vorbereitet als noch vor 20 Monaten. Dank des großen Engagements und der Flexibilität der Mitarbeiter werden permanent Strukturen angepasst, zudem haben sich die Krankenhäuser besser untereinander vernetzt.“

Andererseits reiche eine gute Infrastruktur allein nicht aus, um die tagtäglichen Herausforderungen zu bewältigen, deren Ursache in der dauerhaft hohen Belastung der Mitarbeiter liege. Schon vor der Pandemie waren aufgrund der geringen Personalressourcen die Intensivkapazitäten extrem knapp. Diese Situation habe sich nochmals verschärft, wobei insbesondere die gesetzlichen, bundespolitischen Vorgaben aktuell die Versorgung für Krankenhäuser deutlich erschwere.

Für Landrat Thorsten Stolz sind all diese Entwicklungen Grund genug für schärfere Vorsichts- und Schutzmaßnahmen. „Wenn der Punkt aber erreicht ist, an dem das Gesundheitssystem massiv Überlastung meldet, dann ist es allerhöchste Zeit, hier auch landeseinheitlich mit politischen Maßnahmen gegenzusteuern.“

Und irgendwie fragt man sich: Ob die Obrigkeit eine zündende Idee hat, nun endlich die "Personaldecke" im Pflegebereich aufzustocken. Oder ob man einfach alternativ und medienwirksam den Nichtgeimpften eine Ausgangssperre aufbrummt...

Übrigens: Die 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt in dieser Woche "nur" bei 5,15. Im letzten Jahr hatte sie am 24. Dezember 2020 ihren Höchststand mit 15,75. Selbst nachgucken beim RKI <-KLICK.


Es ist nicht verwunderlich, dass Schuldige für das Hochkochen der vierten Welle gesucht werden -  und man sie scheinbar bei den "Impfverweigerern" findet. Denn es wird schon lange nicht mehr von einer längst erreichten "Herdenimmunität" gesprochen, sondern schlicht und einfach propagiert: Würden die letzten 30 Prozent der Deutschen sich nun gefälligst ihren "Piks" abholen, könnten alle 2G-Menschen sich endlich unbesorgt auf den Weihnachtsmärkten tummeln.

Wo allerdings das Delta-Virus auf jeden von uns lauert... und bekannt ist, dass der Impfschutz spätestens nach einem halben Jahr nachlässt.

Besides that:

Wenn unserer Obrigkeit eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen beschließt, werden alle, die sich früher schon nicht zwingen ließen, ihr Gemüse zu essen, den Job wechseln. Wetten?!

Bemerkenswert: Hessens Gesundheitsminister Kai Klose hat als studierter Lehrer den klaren Durchblick. Er machte zusätzlich auf die Grippeschutzimpfung aufmerksam: „Die Influenza-Impfung ist für besonders gefährdete Personen eine wichtige Schutzmaßnahme. Studien zeigen zudem, dass eine Impfung gegen Grippe auch vor gefährlichen Nebenwirkungen einer COVID-Erkrankung wie Thrombosen, Schlaganfällen oder Blutvergiftungen schützen kann.

Selbst in der Pressemeldung vom 8.11.2021 nachlesen:
www.hessen.de/Presse/Corona-Warnstufe-1-Landesregierung-reagiert-mit-Massnahmenpaket

Kompakte Corona-Regeln in Hessen ab 11. November 2021 <-KLICK

Für Veranstaltungen gilt ab 25 Personen <-KLICK.


PS: Wir haben noch keine gesicherten Erkenntnisse über die angeblich seit Samstag, den 13.11.2021 wieder eingeführten kostenlosen Corona-Schnelletests... *SEUFZ*

 

Humor ist, wenn man trotzdem lacht!

Cool bleiben: Tipps gegen Langeweile (c) Brigitta Möllermann / HESSENMAGAZIN.de
November ist, wenn es morgens auf dem Weg zur Arbeit oft spiegelglatt ist  ...

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Mehr über den Kalender 'Shit Happens' im Zeichen der Zeit <-KLICK

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NewsFlash - Kurz & Knapp

Wieder ein Luchs im Werra-Meißner-Kreis

[Hessen] Freude beim Arbeitskreis Hessenluchs: Anfang September 2021 hatte ein Luchs eine Fotofalle ausgelöst, die von Hannah-Sophie Boschen, der Tochter des örtlichen Luchsbeauftragten, im November 2021 kontrolliert wurde. Thomas Norgall, Koordinator des Arbeitskreis Hessenluchs und Naturschutzreferent beim hessischen Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Hessen) sagt dazu: „Immer wieder einmal werden in Nordhessen Luchse festgestellt, aber wir warten weiter auf eine erneute dauerhafte Besiedlung.“

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TOURen auf dem Vulkan

Reiseführer: Touren Sie mal im Vogelsberg <-KLICK

 

 

 

 

 

 

 

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Alle sagten, das geht nicht. Dann kam einer, der wusste davon nichts und hat es einfach gemacht :-)

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