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Unterstützung zur Pandemiebewältigung im Amt (Corona)

Sich schlau machen - Grafik (c) Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de[Main-Kinzig-Kreis] Das ungebremste Wachstum bei den Coronavirus-Neuinfektionen hat die Verwaltung des Main-Kinzig-Kreises veranlasst, weitere interne Maßnahmen zu treffen, um die Arbeitsbelastung im Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr zu entschärfen. So wird in diesen Tagen Personal aus anderen Bereichen der Verwaltung abgezogen, um in der Abarbeitung der Fälle mitzuhelfen. Das wiederum kann bedeuten, dass die Öffnungszeiten und Erreichbarkeiten in anderen Teilen der Kreisverwaltung sowie an Außenstellen eingeschränkt werden müssen.

Die digitalgestützte Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, z. B. bei der Vermittlung von PCR-Test-Terminen oder bei der Übermittlung und Zuordnung von Schnelltestergebnissen über das DAICY-Portal, hat bereits Personalkapazitäten freigeschaffen.

Doch diese "Puffer" seien angesichts von wöchentlichen Fallzahlen von mittlerweile über 900 irgendwann aufgezehrt, wie Landrat Thorsten Stolz klarmacht. „Unser besonderes Augenmerk liegt in der Eindämmung von Ausbruchsgeschehen und im Schutz besonders sensibler Bereiche. Dazu zählen die Pflege, Schule, Betreuung und Krankenhäuser. Auf diese Fälle legen wir die größte Priorität. Das führt jedoch auch dazu, dass wir bei anderen positiv Getesteten sehr stark auf deren Eigenverantwortung und Mithilfe setzen“, so Stolz.

Der Main-Kinzig-Kreis appelliert in diesem Zusammenhang an die Bürgerinnen und Bürger, die Corona-Situation sehr ernst zu nehmen. Dabei könne und müsse jeder einen Beitrag leisten.

Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler: „Wer sich unwohl fühlt, wer Erkältungssymptome hat, wer vielleicht auch konkreten Grund zur Annahme hat, sich angesteckt zu haben, der sollte sich an seine Hausarztpraxis wenden und testen lassen. Der sollte sich fernhalten von Feiern und Veranstaltungen, von Menschansammlungen. Und der sollte auch schon mal seine Kontakte der vergangenen Tage protokollieren, um sie schnell und selbstständig zu informieren, wenn ein Testergebnis positiv ausfällt. Rasches eigenverantwortliches Handeln ist in diesen Zeiten ungebrochen hoher Mobilität und vieler Kontakt elementar.“

Für die Kreisspitze, die am Montag in der Sitzung des Verwaltungsstabs über die Corona-Situation beraten hat, hängen die großen Themen dieser Tage eng zusammen: Impfen, Testen, Infektionsgeschehen.

Die Impfkampagne sei bundesweit schon im Sommer ins Stocken geraten, woraufhin auch Kapazitäten wie Impfzentren abgebaut wurden. Und auch die leicht zugänglichen und gut verfügbaren Schnellteststationen gibt es erst seit dem Wochenende wieder.

Gleichzeitig breitet sich das Coronavirus in allen Alters- und Bevölkerungsschichten ungebremst aus – selbst in der Altersgruppe der Über-60-Jährigen liege der Inzidenzwert mittlerweile wieder bei über 150 – da die Kontaktmöglichkeiten, die sich im öffentlichen Raum ergeben, auch reichlich genutzt werden.

„Ich will es mal so deutlich sagen: Es sind gerade die Gesundheitsämter und der Öffentliche Gesundheitsdienst, bei denen sehr viel abgeladen wird und bei denen eine sehr hohe Verantwortung liegt. Die Kolleginnen und Kollegen gehen schon wieder seit Wochen hart an ihre Belastungsgrenze und darüber hinaus, und sie werden mitunter noch beschimpft“, sagte Landrat Stolz. „Selbst mit einer Verdopplung des Personals können wir aber nicht mehr jeder infizierten Person im Main-Kinzig-Kreis in langen, ausführlichen Telefonaten vorbuchstabieren, dass sie zu Hause bleiben, sich auskurieren und testen muss. Das ist bei diesen Zahlen und Infektionswerten nicht möglich. Das sollte aber nach 20 Monaten Pandemie mittlerweile auch jeder selbst wissen und mittragen können, und man sollte auch die Tragweite kennen, wenn man die Notwendigkeiten ignoriert.“

Massiver Anstieg der Impfnachfrage in den vergangenen Tagen

Neben der weiteren Stärkung des Amts für Gesundheit und Gefahrenabwehr stockt der Main-Kinzig-Kreis auch das Team auf mit der Impfleiterin Dr. Silke Hoffmann-Bär. Die Arbeit der Dein-Pflaster-Impfstellen in Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern wird kurzfristig zeitlich und personell ausgedehnt, die Personalakquise läuft bereits. Außerdem sollen zusätzliche Kapazitäten für mehr dezentrale Impfaktionen in der Fläche geschaffen werden.

„Ich denke, dass hier das aktuelle Infektionsgeschehen eine starke Rolle spielt und sich viele Menschen jetzt noch so schnell wie möglich ihre Erstimpfung oder ihre Auffrischung abholen wollen“, vermutet die Erste Kreisbeigeordnete Simmler. Sie wies erneut darauf hin, dass die erste Adresse für Impfungen, insbesondere auch Auffrischungsimpfungen, die niedergelassene Ärzteschaft ist.

Bei den ambulanten noch den stationären Impfangeboten eine Unterscheidung gemacht, wo jemand herkomme und ob es nun der erste oder der dritte Piks sei, sofern der rechtliche Rahmen eingehalten werde. „Dennoch bitte ich um Verständnis, dass der Öffentliche Gesundheitsdienst hier nur ergänzend wirken kann und der Hauptanteil der Impfungen durch die Arztpraxen übernommen werden sollten. So hat es das Land Hessen in Abstimmung mit der Kassenärztlichen Vereinigung klar geregelt.“

Schul- und Jugenddezernent Winfried Ottmann sieht die Empfehlungen des Kreises an die Bereiche Bildung und Betreuung bestätigt, die auf stärkeres Testen, Kohortierung* und Schutz hinauslaufen. „Die Schulträger Main-Kinzig-Kreis und Stadt Hanau haben sehr früh auf die positive Wirkung der Präventionswochen auf das Infektionsgeschehen hingewiesen. Kaum wurden die Maßnahmen gelockert, sehen wir bereits erste Ausbrüche in Schulklassen und Jahrgängen. Wenn wir eine weitere Zunahme verhindern wollen, braucht es stärkere Anstrengungen. Denn das Risiko sich anzustecken, wird für die Kinder und Jugendlichen leider täglich größer“, so Ottmann.

Die Infektionszahlen haben sich im Kreisgebiet seit Mitte Oktober drastisch erhöht

Derzeit gelten 1.790 Menschen im Kreisgebiet als infektiös. Die Sieben-Tages-Inzidenz der Neuinfektionen liegt bei 223. Die Belegungszahlen in den Krankenhäusern ist ebenfalls deutlich angestiegen. In den vier Kliniken werden derzeit 47 Patientinnen und Patienten mit Covid-19 behandelt, elf intensivmedizinisch. Mitte Oktober lag diese Zahl noch bei 18 Personen insgesamt beziehungsweise fünf, die auf den Intensivstationen lagen.

Quelle Text: MKK


* Gut zu wissen

Eine Kohorte kennen wir aus den Heften von Asterix und Obelix. Sie ist ein kleiner Teil des römischen Heeres.

"Kohortierung" ist jedoch ein neuer Begriff, den der Duden (noch) nicht kennt. Er stammt aus dem Reich der Pandemiebekämpfung und bedeutet, dass infizierte Menschen als Gruppe zusammengefasst und gemeinsam untergebracht werden.

Das könnte einen doch glatt an die alten Zeiten erinnern, als Lepra noch nicht geheilt werden konnte

Zur Zeit sind es aber nur die "Ungeimpften", die gefälligst in naher Zukunft von allem ausgeschlossen werden sollen, wenn es nach manchen Politikern geht. Sie sind jedoch nicht krank und auch nicht viel ansteckender als ungetestete 2G-Leute, die jetzt überall in Massen -  ohne Abstand und Maske - genauso wie die Schüler herumwuseln dürfen.

Das kann einem richtig Angst machen!

Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de

 

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November ist, wenn es morgens auf dem Weg zur Arbeit oft spiegelglatt ist  ...

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NewsFlash - Kurz & Knapp

Fahrverbote als letztes Mittel nötig

Neuer Luftreinhalteplan für Limburg tritt am 22. November 2021 in Kraft

[Hessen] „Für den neuen Luftreinhalteplan Limburg gilt das Ziel, die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Der aktuelle Trend der Stickstoffdioxid-Belastung an der Schiede gibt weiterhin keinen Grund zur Entspannung. Deshalb haben wir in dem Luftreinhalteplan auch Fahrverbote vorgesehen, wenn sich die Luftqualität nicht schnell genug verbessern sollte“, fasste Umweltministerin Priska Hinz die zentralen Inhalte des am in Kraft getretenen Luftreinhalteplans zusammen.

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