Update: Sollen die Daumenschrauben angezogen werden? (Corona)

Donnerstag, den 09. September 2021 um 06:29 Uhr News Ticker - CORONA Infos
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So what: Redaktionshund guckt symbolisch nach oben (c) HESSENMAGAZIN.de[Armes Deutschland] Jeder will bei wichtigen Themen unbedingt mitreden und seine Meinung verbreiten, auch wenn er nicht mehr in der blühenden Mitte des Lebens steht, einen gänzlich unmodernen grauen Schnurrbart unter der Nase trägt und wohl längst eine unsportliche körperliche Breite angenommen hat. Um Gehör zu finden, braucht es lediglich einen erhöhten Posten (Vorsitzender von XY) plus ein paar eifrige Medienvertreter. Die verbreiten - wie zum Beispiel heute Morgen - sensationsgierig das Plädoyer von Herrn Montgomery, der sich für eine weitreichende 2G-Regel ausspricht.

Das hieße demnach: Wenn alle Leute, die bis jetzt noch nicht geimpft oder genesen sind, von bestimmten Locations ausgeschlossen werden können, werden wir seiner Meinung nach die vierte Corona.pandemie.welle in den Griff kriegen... alldieweil dann nämlich die restlichen 40 % der Deutschen sich ENDLICH DOCH impfen lassen (müssen). Selbst nachlesen: www.tagesschau.de/inland/montgomery-2g-101.html

Tja, das nennt man dann positive Konditionierung oder so...

Eine Tatsache kommt als Grund zu der vorgeschlagenen Maßnahme noch hinzu: Unsere Gesundheitsämter kriegen die Kontaktnachverfolgung nicht mehr hin. Mehr dazu HIER <-KLICK. Das hat bestimmt keiner kommen sehen und das Faxgeräte gegen einen Computer ausgetauscht...

Nachtrag: Bald soll nun auch noch die Lohnfortzahlung für Ungeimpfte, die in Quarantäne müssen, ausgesetzt werden... AHA!


Update am 10. September 2021:

Der Handelsverband Hessen mit seinen 7.200 Mitgliedsunternehmen / 200.000 Beschäftigten in 17.000 Arbeitsstätten auf einer Verkaufsfläche von 22 Mio. qm und einem Jahresumsatz der Branche von 44 Mrd. Euro lässt uns heute in einer Pressemeldung wissen:

Präsident Ruths begrüßt Option zu 2G für den Handel und nennt klare Bedingungen

Wenn drei wichtige Bedingungen erfüllt seien, könnte 2G dem Handel zum nächsten Schritt in Richtung Normalität helfen, stellt Jochen Ruths, Präsident des Handelsverbands Hessen, fest:

  1. 2G müsse eine freiwillige Option sein
  2. 2G müsse weitere Freiheiten, wie den Verzicht auf die Maskenpflicht, mit sich bringen
  3. 2G müsse flexibel umsetzbar sein, insbesondere zeitlich und räumlich

„Unter diesen Bedingungen birgt 2G eine Chance für den Handel. Lebensmittelkaufleute wollen wieder Produktverkostungen durchführen. Modehändler wollen im kleinen Kundenkreis wieder auf Modenschauen aktuelle Trends präsentieren, aber auch ein Abendshopping unter 2G und ohne Maske hätte Charme“, führt Ruths aus. „Es muss eine Chance sein und keine Bürde“, ergänzt Sven Rohde, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Hessen. „Die Einlasskontrollen bringen einen erheblichen Mehraufwand für Händlerinnen und Händler mit sich, deshalb darf es keinen Zwang geben!“

Der Handel habe in den letzten Monaten gezeigt, dass er mit der Situation, seinen Mitarbeitenden und Kundinnen wie Kunden gleichermaßen verantwortlich umzugehen weiß. Dies gelte es nun vonseiten der Landesregierung anzuerkennen und Möglichkeiten daraus abzuleiten, die den Handel endlich wieder ins Handeln bringen würden. Wichtig seien vor allem bundesweit einheitliche Regelungen. Das Regelchaos der vergangenen Monate hat für große Verunsicherung gesorgt, sowohl in den Handelsbetrieben als auch unter Kundinnen und Kunden. Jetzt über weitere Fortschritte bei den Impfungen Stück für Stück mehr Normalität zurückzugewinnen, sei der richtige Weg. Mit seiner Impfkampagne leistet der Handel bereits einen eminenten Beitrag. Weiterimpfen sei das Gebot der Stunde.

Die Einführung einer inzidenzbasierten 2G-Pflicht, wie es der Vorsitzende des Weltärztebundes Montgomery vorgeschlagen hat, hält Ruths für „realitätsfern“. Auch sein Vorschlag, mindestens einen PCR-Test im ÖPNV vorzuhalten, sei „weltfremd“.


Weiterhin offene Fragen

Wie verhindern wir, dass der Virus über die Grenzen bei uns einfliegt, beispielsweise aus jenen Ländern, die kaum Imfstoff haben?

Und wie schützen wir uns vor der nächsten Mutation, bei denen alle bisherigen Mittel eventuell versagen?

Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de

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