Eiskalt und neblig: Hessische Winterland-Hotspots gesperrt (Corona)

Samstag, den 02. Januar 2021 um 08:38 Uhr News Ticker - CORONA Infos
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Seit dem 30. Dezember 2020 sind die Zufahrten zum Hausberg der Vogelsbergs von allen Seiten gesperrt (c) HESSENMAGAZIN.de
Seit dem 30. Dezember 2020 sind die Zufahrten zum Hausberg der Vogelsbergs von allen Seiten gesperrt (c) HESSENMAGAZIN.de

[Hessen] Nun wird es noch enger für Stadtflüchtlinge. Die ab 500 Meter mit Schnee bedeckten Berge sind dicht gemacht worden, weil zu viele gleichzeitig dorthin ausgeflogen sind. Remember: Wie aus Geheimtipps Hotspots werden <-KLICK. Das heißt also, mit allen anderen, die dieselbe Idee hatten, zusammen Rodeln, Schneemänner bauen, durch Schneewehen stiefeln und auf Langlaufskiern durch den Wald gleiten, das ist in Coronazeiten nun erstmal ausgeträumt!

Touristen parken am ehemaligen Schottenring (c) HESSENMAGAZIN.de . Poppenstruth - Bushaltestelle im Oberwald (c) HESSENMAGAZIN.de . Bushaltestelle im OberwZugeparkt: Bushaltestelle im Oberwald (c) HESSENMAGAZIN.deald (c) HESSENMAGAZIN.de
Links: Touristen parken am ehemaligen Schottenring, an der Landstraße und an einer Bushaltestelle im Oberwald (c) HESSENMAGAZIN.de

Und so stellen sie - angereist aus F / HR / AB / MKK / FD / GI und weiteren Regionen sowie tatsächlich auch dem VB - enttäuscht oder trotzig, doch auf jeden Fall verbotenerweise, ihre Blechkarossen entlang der Landstraßen ab, versperren Waldwege und riskieren Kopf und Kragen beim Walking am Straßenrand mitten im Nebel.

Das alles kam eigentlich nicht so richtig überraschend. (Rückblick siehe weiter unten!) Doch die Touristiker hielten sich wohl noch entspannt im Weihnachtsurlaub auf und deshalb konnte die Obrigkeit nur die Tageszeitungen über die Sperrung informieren. Doch wer liest die denn schon in Aschaffenburg oder im Schwalm-Eder-Kreis..?!?

Zudem: Kaum einer kennt wahrscheinlich noch alte Schneetelefone - mal reinhören: 06044-6666 :-))))

Die Einheimischen, die sich an der kleinen Winterreise ebenfalls beteiligten, glaubten wohl, sie könnten, wie sonst üblich, ihre Schleichwege benutzen und sozusagen von hinten herum ins Schneeparadies gelangen. Das aber war diesmal ausschließlich zu Fuß und bergauf möglich.

Vielleicht sollte man ein Leitsystem anbieten

Im Vogelsberg nur wenige km vom Hoherodskopf entfernt spazieren gehen - sogar gänzlich ohne Nebel (c) HESSENMAGAZIN.de
Im Vogelsberg nur wenige km vom Hoherodskopf entfernt spazieren gehen - sogar gänzlich ohne Nebel (c) HESSENMAGAZIN.de

So wie manche Städte ein Park-Leitsystem entwickelt haben, um Besucher zu lenken, könnte man auch die Touristen von den Hotspots ab-lenken, gäbe man echte Alternativen zu den bekannten Highlights bekannt...

Rückblick: Touristenschwemme - zum Beipiel im Vogelsberg

26. April 2020: Selbstbedienungsladen: Vogelsberger Natur? <-KLICK

17. Juli 2020: Woran man Touristen erkennt...? <-KLICK

09. November 2020: Achtung Touristen im Vogelsberg: Ne schaurig-schöne Invasion! <-KLICK

Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de


Blitzentscheidung im Vogelsberg am 30. Dezember 2020


Erster Hinweis in Schotten (c) HESSENMAGAZIN.de

[Vogelsberg] Im öffentlichen Raum gilt zwischen 21 und 5 Uhr eine Ausgangssperre. Kommunen und Städte können gesonderte Regeln – wie beispielsweise das Verbot in der Stadt Alsfeld – treffen. Außerdem gelten die Kontaktbeschränkungen des Landes. Danach dürfen Menschen alleine, oder mit maximal zwei Hausständen und fünf Personen (ausgenommen Kinder bis zum Alter von einschließlich 14 Jahren) in der Öffentlichkeit unterwegs sein.

Vor diesem Hintergrund haben sich das Polizeipräsidium Osthessen, die Ordnungsämter der Städte und Gemeinden Schotten, Ulrichstein und Grebenhain sowie der Vogelsbergkreis dazu entschieden, in der Zeit von Donnerstag, 31. Dezember, bis Montag, 4. Januar, die Zufahrt zur Herchenhainer Höhe und dem Hoherodskopf einzuschränken.

An den Tagen rund um den Jahreswechsel sind dort jeweils von 8 bis 17 Uhr die Straßen für den Autoverkehr gesperrt. Anlieger sind davon ausgenommen. Nach gemeinsamer Bewertung ist das hohe Besucheraufkommen und die damit verbundene angespannte Parksituation nicht mit den derzeitigen Corona-Beschränkungen vereinbar. Weiterhin seien teilweise Rettungswege versperrt gewesen.

Zu dieser Entscheidung hat maßgeblich eine gemeinsame Begehung vor Ort von Polizei, den Ordnungsämtern und dem Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises beigetragen, bei der immer wieder Regelverstöße gegen die geltenden Corona-Beschränkungen dokumentiert wurden.

Quelle: Landkreis Vogelsberg (KLICK - Passwort leer 2 x mit OK bestätigen :-)


Was ist los im Taunus am Feldberg: HIER <-KLICK

Auf der Wasserkuppe in der Rhön sind die Parkplatze ständig überfüllt. Mehr Info bei Radio FFH: HIER <-KLICK.

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