Corona: Verstehen Sie das mit der Infizierten-APP?

Montag, den 11. Mai 2020 um 08:32 Uhr News Ticker - CORONA Infos
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Von links: Dr. Bernd Hölper, Einrichtungsleiterin Sophia Büdel und Bürgermeister Daniel Christian Glöckner (c) Gelnhausen
Von links: Dr. Bernd Hölper, Einrichtungsleiterin Sophia Büdel und Bürgermeister Daniel Christian Glöckner (c) Gelnhausen

MyBodyPass = ready to take off

[Hessen] Wir sind die Ersten und damit auch gleichzeitig die Besten... Das ist oft das Credo (die Überzeugung) von Politikern. Man glaubt offenbar, als einflussreiche Führungskraft immer vorne dran sein zu müssen. So profiliert sich mancher Bürgermeister mit besonderen Entscheidungen. Nach dem Hanauer OB Kaminsky, der als erster in Hessen schon Mitte April 2020 die Maskenpflicht in "seiner" Stadt anordnete, ist es nun der Gelnhäuser Rathauschef Glöckner, der auf eine vor Ort im "Kinzig-Valley" programmierte Corona-App einlässt. Und das lange, bevor die offzielle Staats-App an den Start geht - gehen kann -> KLICKmal!

Die Unbesorgtheit, mit der man mit seiner Unterstützung in Gelnhausen jetzt eine Kindertagesstätte zum Testen heranzieht, macht Gänsehaut. Im Falle der offiziellen App waren es "nur" Bundeswehrsoldaten. Nun sind Erzieher, Kinder und Eltern beteiligt... und möglicherweise auch noch stolz auf ihre Rolle als Versuchskaninchen?

Dann dröseln wir doch mal das Vorgehen auf:

Akteure

Vorgehen

  1. A + B erhalten die "Mitmach-Karten" G und melden sich bei C an.
  2. B signalisiert GELB und "warnt" über das System alle A.
  3. Alle A GRÜN sollten sich jetzt testen lassen - heute - morgen... und nach einer Woche erneut
    = B oder nicht?

Unwillkürlich taucht die Frage auf:

WAS macht B als registrierter Corona-Infizierter in der Gruppe oder draußen auf der Straße? Oder besser formuliert: Wenn die Daten (noch als A Grün) anonym gespeichert werden, WIE kann man dann nach der Infizierung die anderen A (ebenfalls ja völlig anonym) warnen - etwa per NICHT zugeordneter Nummer?

Abgesehen davon, dass sich der Status JEDERZEIT ändern kann und außerdem nicht alle Tests sicher sind: (KLICKmal!).


Die Pressemeldung vom 11. Mai 2020 der Stadt Gelnhausen im Original

Gelnhäuser Kita testet Corona-App

„MyBodyPass“ geht mit Entwicklungskompetenz aus Gelnhausen an den Start – Testphase im Krippenhaus, Teilnahme freiwillig

Die Kinderbetreuung soll durch eine flexible und stufenweise Erweiterung der Notbetreuung spätestens ab dem 11. Mai 2020 in allen Bundesländern wieder starten. Wie die schrittweise Öffnung der Kitas im Main-Kinzig-Kreis genau aussehen wird, dafür werden derzeit Konzepte erarbeitet.

In besonderer Weise hat sich die Stadt Gelnhausen auf die Öffnung des zentralen Krippenhauses am Hallenbad vorbereitet

Eine anonymisierte Warn-App, die in der Region entwickelt wurde, soll helfen, Infektionsketten nachzuvollziehen und die Kinder so besser zu schützen. „Die App wird bereits im medizinischen Bereich im Triangulum und einigen Firmen getestet. In Absprache mit dem Krippenhaus-Team und den Eltern werden wir als Leuchtturm-Projekt fungieren und als erste Kita die Applikation im Corona-Alltag erproben – alles natürlich auf freiwilliger Basis“, so Bürgermeister Daniel Christian Glöckner.

Die App nennt sich „MyBodyPass“. In ihr steckt jede Menge Entwicklerkompetenz aus dem Main-Kinzig-Kreis und dem Kinzig-Valley in Gelnhausen, einer modernen Ideenschmiede für junge Unternehmen. Christian Romeis aus Gründau-Rothenbergen hat sich um die Entwicklung und Programmierung gekümmert, für Grafikdesign, Mediengestaltung, konzeptionellen Aufbau und Marketing zeichnet Tim Schätzke verantwortlich.

Initiiert wurde die Entwicklung der App von Neurochirurg Dr. Bernd Hölper und Dr. med. Michael Eichler, den Betreibern des Wirbelsäulenzentrums Main-Kinzig-Fulda, sowie dem Ingenieur Daniel Auerbach.

Dr. Hölper testet aktuell in seiner eigenen Praxis im Triangulum in Gelnhausen den Prototypen der neuen Corona-App, die mit dem Smartphone oder in Kombination mit einem Tablet genutzt werden kann.

Die App, die kostenlos heruntergeladen werden kann, analysiert das Bewegungsprofil der Nutzer und kann so Hinweise geben, ob diese Kontakt zu möglicherweise mit Corona-Infizierten hatten.

Bürgermeister Daniel Christian Glöckner ließ sich das Projekt mit Tracking- und Monitoring-Funktionen vor Ort vorstellen

„Der Nutzer kann jederzeit selbst entscheiden, ob er die App anonym oder mit einer E-Mail-Adresse nutzen möchte. Wir speichern E-Mail-Adressen nur, wenn der Benutzer es so will. Der Benutzer kann sein Konto auch jederzeit wieder entfernen“, so Christian Romeis. Die Daten würden verschlüsselt in deutschen Rechenzentren gespeichert.

MyBodyPass arbeitet mit einem QR-Code und einem farbigen Statussystem. Sobald sich der eigene Status oder der Status eines zugeordneten Kontakts ändert – also beispielsweise von Grün (Alles in Ordnung) in Gelb (gesicherter Kontakt mit einem durch offizielle Stellen positiv gemeldeten Menschen) – wird der Nutzer über die App benachrichtigt.

Der Corona-Pass soll in Unternehmen, Kitas und Schulen und in der Gastronomie zum Einsatz kommen

Im Fall der Kita erhält jedes Kind seine eigene „Scheckkarte“ mit QR Code/RFID. „Die Eltern können den QR-Code dieser Karte in der App einlesen und so einen Familienverbund anlegen. Hierüber ist es möglich, den Eltern eine Statusmeldung für ihr Kind datenschutzsicher und anonym zu senden.

Mit der MyBodyPass-Karte checkt sich jedes Kind und die Erzieherin – für die die Teilnahme selbstverständlich auch freiwillig ist - täglich in die eigene Gruppe an einem Kontaktpunkt - zum Beispiel einem Tablet mit der entsprechenden Software ein“, so IT-Spezialist Romeis.

Dadurch bildeten die Kinder zusammen mit den Erzieherinnen einen Verbund. Werde in der Gruppe bei einem Kind oder einem Mitglied des Kita-Teams eine Corona-Infektion festgestellt, würden alle anderen Kinder, der Familienverbund sowie die entsprechenden Betreuerinnen informiert.

„Nach Rücksprache mit Krippenhaus-Leiterin Sophia Büdel und den Eltern haben wir uns bereit erklärt, dieses Projekt zu unterstützen und uns an der Testphase zu beteiligen. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich weitere heimische Unternehmen so für den Schutz der Bevölkerung einsetzen würden“, so der Gelnhäuser Rathauschef.

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