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Home Tipps für die Freizeit Natur (Outdoorspaß • Sport) WetterAusflug: Auf der Engelthaler Pilgerrunde

WetterAusflug: Auf der Engelthaler Pilgerrunde

Blick auf Wickstadt (c) Wetteraukreis
Blick auf Wickstadt (c) Wetteraukreis

[Wetterau] Diese 14 km lange Wanderung steht ganz im Zeichen des Glaubens. Die dreistündige Tour beginnt und endet am Kloster Engelthal bei Altenstadt und führt zur Wallfahrtskirche Maria Sternbach, zum Teil wird dabei die Bonifatiusroute begangen. Am Sonntag, den 9. Oktober 2016, lädt der Wetterauer Landrat zu einer geführten Tour auf dieser Runde ein.

Wir starten unsere Wanderung am Hoftor von Kloster Engelthal, halten uns rechts und gehen zwischen Klostermauer und Pferdegestüt bergan. Wir befinden uns schon auf der „Bonifatiusroute“, jenem historischen Weg, auf dem der Leichnam des Apostels der Deutschen im Jahre 754 von Mainz nach Fulda zu seiner letzten Ruhestätte getragen wurde, nachdem er von den ungläubigen Friesen erschlagen wurde.

Der Asphaltweg geht sanft ansteigend in einen Schotterweg über, verschiedene Versionen des Schotterweges werden uns die heutige Wanderung begleiten. Wir folgen dabei dem charakteristischen Wanderzeichen mit dem Bischofsstab.

Nach 1 ½ Kilometern trennen sich die Wege: Die Bonifatiusroute führt geradeaus, wir nehmen den frisch geschotterten Weg nach rechts (1) und folgen dabei dem Wegweiser „grünes Kreuz“ und dem „Waldenserpfad“, der den Weg der Glaubensflüchtlinge, der in Deutschland von Schaffhausen nach Bad Karlshafen reicht und über Wächtersbach und Büdingen eine Schleife durch die Wetterau zieht. Das Wanderzeichen ist der „blaue Kreis“, der von einer grün geschwungenen Linie unterstrichen wird.

Übersichtskarte der Engelthaler Pilgerrunde (c) Wetteraukreis
Übersichtskarte der Engelthaler Pilgerrunde (c) Wetteraukreis

Nach rund 2 ½ Kilometer stoßen wir auf einen Weg, der verführerisch breit nach halb rechts führt, wir aber müssen mit einem 90 Grad Winkel nach rechts auf den schmalen Pfad(3). Nur bei genauerem Hinsehen erkennt man das „grüne Kreuz“, das uns den richtigen Weg weist. Rund 200 Meter folgen wir dieser Spur, dann kreuzen wir einen weiteren Weg und gehen weiter geradeaus, jetzt aber können wir uns an einem Hinweisschild in Richtung Maria Sternbach orientieren (3).

Wir begegnen jetzt einigen wilden Gesellen, Holzfiguren, die mit bunten T-Shirts und Kappen begleitet sind. Ob es ein Künstler oder kreative Waldarbeiter waren, weiß man nicht. Lustig sind sie schon, mitten im Wald. Der schmale Pfad verbreitert sich zu einem Forstweg, vorbei an einer Waldhütte gehen wir immer weiter geradeaus und erreichen nach der zweiten Waldhütte die Kreisstraße, die wir geradeaus überqueren (4).

Alsbald folgen wir dem nach rechts abknickenden Weg, leicht bergan. Vorbei an der dritten Waldhütte gehen wir geradeaus. Ein Hinweisschild zeigt uns, dass es nur noch 15 Minuten nach Maria Sternbach sind. Wir stoßen schließlich auf eine große Wiese (5), an deren Ende der Kirchturm von Wickstadt hervorlugt. Wir gehen rechts und stoßen, kurz nachdem wir wieder in den Wald eingetreten sind, nach rund 250 Metern, linker Hand, auf Maria Sternbach (6).

Für den Rückweg folgen wir nun zunächst einmal dem „grünen Kreuz“ und am Haupteingang der Kirche nach links (7). Wir überqueren wieder die Kreisstraße, und nach einem knappen Kilometer gehen wir an der ersten Wegekreuzung nach rechts (8) und stoßen nach einem langgezogenen Linksbogen nach rund 1,5 Kilometer auf eine Lichtung, wo wir uns nach rechts und sofort wieder nach links wenden (9).

Hier befand sich einst eine römische Niederlassung. Rechter Hand die „Winner Höfe“ erinnern an die „Wüstung Winnen“, ein Dörfchen, das wie Sternbach auch, von seinen Menschen verlassen wurde. Von weitem sehen wir den Kirchturm von Erbstadt, bevor wir uns abermals nach links wenden, um an der Südseite der Lichtung den bequemen Weg leicht bergan zu nehmen.

Wir kreuzen unser „grünes Wanderzeichen“ und gehen weiter, um an der zweiten Kreuzung für rund 200 Meter nach rechts zu gehen. Hier stoßen wir wieder auf die „Bonifatiusroute“, der wir nach links folgen und sind nach gut einem weiteren Kilometer zurück im Kloster Engelthal.


Gut zu wissen

Kloster Engelthal

Kloster Engelthal wurde Mitte des 13. Jahrhunderts als Zisterzienserinnenkloster gestiftet. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Kloster völlig zerstört und ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wieder aufgebaut. Dabei erhielt das Kloster im Wesentlichen seine heutige Gestalt.

1803 wurde das Kloster säkularisiert. Aus dem gesamten Kloster wurde ein landwirtschaftliches Hofgut. Die Kirche blieb glücklicherweise erhalten. Nach dem Zweiten Weltkrieg erwarb das Bistum Mainz den Klausurbezirk von der letzten Besitzerfamilie.

1962 wurde das Kloster von Benediktinerinnen neu besiedelt und 1965 zur Abtei erhoben.  Die wichtigsten Arbeitsgebiete sind neben der Restaurierungswerkstatt für kirchliche Kunst die Aufnahme und Betreuung von Gästen.

Wallfahrtskirche Maria Sternbach

Verehrung Marias: Altar in der Wallfahrtskirche (c) WetteraukreisDas Besondere an dieser Kirche ist nicht ihre Ausschmückung oder die grob bedeutende Architektur, es ist das Alter dieser Kirche, in der fast seit den Zeiten Bonifatius Gottesdienst gefeiert wird.

Maria Sternbach wurde urkundlich erstmals im Jahre 778 erwähnt. Die heutige Kirche hat allerdings mit diesem ersten Bau nichts mehr zu tun. Ein zweiter Bau dürfte im 9. Jahrhundert errichtet sein, ein dritter im 12. Jahrhundert.

Der gotische Chorraum, der jetzt zu sehen ist, entstand Mitte des 15. Jahrhunderts. Die heute allein im Wald stehende Kirche war einst Mittelpunkt des Dorfes Sternbach, das vermutlich Ende des 15./Mitte des 16. Jahrhunderts aufgegeben wurde.

Nachdem im 18. Jahrhundert in Wickstadt eine Kirche gebaut wurde, verlor Sternbach im Wald seine Bedeutung, wurde aber nach wie vor als Wallfahrtskirche geschätzt. Besonders an Marienfesten besuchte man die Kapelle. So entstand die Wallfahrt zur „Gottesmutter von Sternbach“. Mit dem Anbau eines Außenaltars, der Sakristei und der Vorhalle erhielt die Kirche dann im 19. Jahrhundert ihre jetzige Gestalt.

Rund 50 Pilgergruppen aus der Wetterau und der Region besuchen jährlich die Kapelle. Die Wallfahrten beginnen regelmäßig in Wickstadt, Termine gibt es im Internet unter www.pfarrei-wickstadt.de - Übrigens: Maria Sternbach wurde in einer Online-Befragung des Hessischen Rundfunks unter die 30 schönsten Kirchen Hessens gewählt.

Quelle: Pressestelle, Wetteraukreis

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