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Ausflugstipps zu interessanten Museen

Modell eines Schlosses (c) HESSENMAGAZIN.de
Modell eines Schlosses (c) HESSENMAGAZIN.de

[Hessen - Deutschland] Zur Zeitgeschichte - so wie wir sie verstehen - gehören auch Gegenstände, Kuriositäten und Bestaunenswertes der Jetztzeit. Es muss also nicht immer nur das Staubige, Rostige oder Abgebrochene und Ausgegrabene sein. In unseren deutschen Museen setzt sich zudem seit einiger Zeit die Idee durch: Besucher wollen unterhalten und nicht ausschließlich informiert werden. Ein karges Schildchen neben einem Exponat reicht definitiv nicht mehr aus, um uns als Besucher zu faszinieren und zum Wiederkommen zu animieren. HESSENMAGAZIN hat sich deswegen auf Entdeckungsreise zu interessanten und ungewöhnlichen Museen gemacht.


Das Automuseum Dr. Carl Benz

[Ladenburg / Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg] Ein Besuch in der Stadt Ladenburg am Neckar, etwas nördlich und nicht weit von Heidelberg entfernt, lohnt sich nicht nur wegen der historischen Altstadt mit ihren vielen Baudenkmälern und sehenswerten Fachwerkhäusern. Carl Benz (1844 – 1929) lebte von 1904 zusammen mit seiner Frau Bertha Benz in Ladenburg. Zu Ehren dieses berühmten Ingenieurs, Erfinders und Automobilpioniers präsentiert das Automuseum des Sammlers Winfried A. Seidel in seinen fast 100 Jahre alten Fabrikhallen viele wunderschöne Exponate zur Motorgeschichte. Die alte Fabrik, in der Benz Autos gebaut wurden, ist mit Unterstützung der DaimlerChrysler AG standesgemäß saniert worden. Neben Events, die dort gefeiert werden können, ist ein Besuch der Ausstellung lohnenswert.

Öffnungszeiten nach der Winterpause: Mittwoch, Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr
Eintrittspreise: Erwachsene 5 Euro, Kinder 3 Euro.

Automuseum Dr. Carl Benz, Ilvesheimer Straße 26 in 68526 Ladenburg
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Magie des Universums unter der Kuppel des Fuldaer Planetariums

[Fulda in Osthessen] In der virtuellen Welt des Planetariums wird der Innenhof des Vonderau Museums zu einem Weltraumbahnhof, von wo man aufbricht, um Galaxien an den Grenzen von Raum und Zeit zu besuchen. Um die Aspekte unseres nächtlichen Sternenhimmels zu zeigen, Sternbilder, Planetenbewegungen, Finsternisse, Tag und Nacht Bewegungen usw., projiziert ein spezieller Projektor mehr als 10.000 Sterne naturgetreu in eine sechs-Meter-Kuppel über die Köpfe der Zuschauer. Mit einem "Raumschiff" entdeckt man die Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun unseres Sonnensystems. Die Vorführung "Kosmische Horizonte" schaut über die Milchstraße hinaus und nimmt mit zu einer fiktiven Reise bis an die Grenzen des uns bekannten Universums. Die "Schnitzeljagd durch das Universum" ist eine Vorführung für Kinder ab 6 Jahren. Da veranstalten in einer Geschichte Plüschtiere ein Suchspiel im ganzen Sonnensystem.

Planetarium des Vonderau Museums werden immer am Wochenende - Freitag 19 Uhr, Samstag 15 und 16 Uhr, Sonntag 14, 15 und 16 Uhr - Vorführungen angeboten. Jede der spektakulären 45-Minuten-Reisen durch Zeit und Raum kosten pro Erwachsenen 4,00 Euro, Kinder ab 6 Jahre zahlen 2,30 Euro. Da das Planetarium nur über 35 Sitzplätze verfügt, wird eine Platzreservierung empfohlen: Telefon; 0661-92835-12 von Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 17 Uhr.

Planetarium im Vonderau Museum, Jesuitenplatz 2 in 36037 Fulda
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Diskuswerfer von Naukydes (c) HESSENMAGAZIN.de
Diskuswerfer-Statue des griechischen Bildhauers Naukydes in der römisches Villa Pompejanum (c) HESSENMAGAZIN.de

Eine römische Villa am Main: Das Pompejanum

[Aschaffenburg im bayerischen Regierungsbezirk Unterfranken] In einem mediterranen Hain, umgeben von Mandelbäumen und anderen Wärme liebenden Gehölzen, entstand in Aschaffenburg Mitte des 19. Jahrhunderts das "Pompejanum", der Nachbau eines mondänen römischen Hauses, das König Ludwig I. von Bayern als Atriumhaus aus Pompeji in königlichen Ausmaßen oberhalb des Mains errichten ließ. Nach der Zerstörung des Gebäudes im Zweiten Weltkrieg wurde es im Jahr 1994 wiedereröffnet. Seither präsentiert man dort zusätzlich über 200 originale Bildwerke und Ausstattungsgegenstände aus der Antike  - Skulpturen aus Marmor und Bronze, Gläser sowie zwei wertvolle Götterthrone. Im "Zimmer der Hausfrau" werden Wechselausstellungen gezeigt.

Der König - damals sehr beeindruckt von den Ausgrabungen im italienischen Pompeji - wollte den Kunstliebhabern seines Landes mit dem prachtvollen Bau die alte römische Kultur präsentieren. Der Luxus der von ihm errichteten palastähnlichen Anlage "Pompejanum" bestand aus einer großzügig dimensionierten Grundfläche und einem zweiten Stockwerk. Zur Ausschmückung ließ er prachtvolle Wandmalereien und Mosaikfußböden nach antiken Vorbildern gestalten. Ein von Säulen umgebener Innenhof und ummauerter Garten, mit Brunnen und Wasserbecken versehen, sollten neben dem Atrium, dem zentralen Aufenthaltsraum der Familie, zusätzlich der standesgemäßen Unterbringung von Gästen dienen.

Kommt man nicht mit dem Auto nach Aschaffenburg, sondern mit einem Ausflugsdampfer, legt man direkt unterhalb des Renaissanceschlosses Johannisburg an und kann die zwei Stunden Landgang vor der Rückfahrt nutzen, um an einer Besichtigung des imposanten Bauwerkes teilzunehmen. Das Gebäude im westlichen Bereich des Schlossgartens ist frei zugänglich. Eine Besichtigung von innen ist außer an Montagen von 9 bis 18 Uhr möglich und kostet pro Person 5,50 Euro, plus Führung dazu 3,50 Euro. Von Anfang bzw. Mitte Oktober ist das Haus bis einschließlich März geschlossen.

An jedem Sonntag um 16 Uhr finden öffentliche, museumspädagogische Führungen statt. Dabei erhalten die Besucher einen ersten Einblick in "Das römische Haus". Regelmäßig ist die erste Führung im Monat als "Besuch bei Familie Nigidius beim römisch-antiken Alltagsleben" gestaltet. An bestimmten Terminen werden Themenführungen zur Historie "König Ludwigs Traumhaus im bayerischen Nizza" oder "Lucius Pfiffikus lernt lesen" angeboten. Hin und wieder erleben Besucher auch das römisch-antike Sittenleben bei "Sex & Crime im alten Rom". Und sogar zur antiken Götterwelt erfahren Eltern mit Kindern von 6 bis 11 Jahren bei den Familienführungen eine Menge Interessantes. Wer das historische Italien möglichst authentisch erleben möchte, meldet sich zu einer Erlebnisführung an. Diese wird im historischen Kostüm aus der Sicht der Herrin einer angesehenen pompejanischen Familie veranstaltet: "Patrona Julia aus dem Hause Nigidius".

Pompejanum, Pompejanumstraße 5, 63739 Aschaffenburg
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Grube Messel: Rückblick in die Welt vor 47 Millionen Jahren

[Messel im Landkreis Darmstadt-Dieburg in Hessen, nordöstlich von Darmstadt] Als ehemalige Ölschiefer-Tagebaustätte hat die rund 800 Meter breite und lange "Grube Messel" international Karriere gemacht. Die Fossilienfundstätte vulkanischen Ursprungs ist im Jahr 1995 in die Weltnaturerbeliste der UNESCO aufgenommen worden. 2010 wurde ein neues Besucherzentrum eingerichtet, das Neugier auf die wissenschaftlichen Funde wecken und auf interessante Weise Informationen vermitteln soll. Seine schrägen Wände verdeutlichen sinnbildlich die Erdschichten des bituminösen Tongestein, in dem die Fossilien gefunden wurden: Vögel mitsamt ihren Federn, bei einigen Säugetieren sieht man noch das Fell und bei Fledermäusen von vor 50 Mio. Jahren die Flughaut. Manchmal weiß man sogar, was die Tiere damals vor ihrer Konservierung gefressen hatten, weil der Mageninhalt erhalten blieb.

Auf einem Rundgang durch verschiedene Räume des Gebäudes erfahren Besucher Wissenswertes zu unterschiedlichen Themen, wie z. B. Vulkanismus oder das Klima im Regenwald. Am Ende bewundert man in einer "Schatzkammer" vielfältige und fantastisch erhaltene Skelette der Tierfauna aus dem Tertiär. Das bekannteste, das hier gefunden wurde, ist das filigran erhaltene Urpferdchen.

Von einer Plattform, dem so genannten "Finger" aus, ist es möglich, in die 65 Meter tiefe Grube ganzjährig und eintrittsfrei hinunter zu schauen, die man ansonsten nur im Rahmen von Führungen aufsuchen kann. In drei Themengärten im Außenbereich kann man zusätzlich unterschiedliche Naturgegebenheiten erkunden.

Führungen bucht man von Anfang April bis Ende Oktober. Täglich wird während der Kernöffnungszeiten zwischen 11 bis 17 Uhr ein einstündiger Spaziergang über das Gelände angeboten. Etwas ausführlicher sind die zweistündigen Sonderführungen mit Wanderungen über das Grabungsfeld, die ergänzend zu verschiedenen Veranstaltungen zum Preis ab 9 Euro pro Person wahrgenommen werden können.

Grube Messel in der Roßdörfer Straße 108, 64409 Messel
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Anfahrt: Zwischen Frankfurt am Main und Darmstadt liegt die Grube Messel an der Landstraße L3094. Parkplätze sind ausreichend vorhanden.


Nachbildung der wertvollen Statue des Keltenfürstes im Museum (c) HESSENMAGAZIN.de
Nachbildung der wertvollen Statue des Keltenfürstes im Museum (c) HESSENMAGAZIN.de

Das Keltenmuseum am Glauberg

[Glauburg im Wetteraukreis in Hessen] Als neuer Meilenstein der hessischen Museumslandschaft wurde das Keltenmuseum am Glauberg im hessischen im Wetteraukreis in rund zweijähriger Bauzeit errichtet. Es bietet seit Mai 2011 spannenden Einblick in eine kaum bekannte Vergangenheit der Kelten. Das Museumsgebäude im umgebenden Archäologischen Park am Glauberg fügt sich mit seinen auffallend klaren Konturen als eindeutiger Baukörper in die Landschaft ein. Halb in den Hang gebaut, ist es mit direkter Aussicht auf den Keltenhügel ausgerichtet. Im unteren Bereich befinden sich die Einganghalle und ein Café. Von dort gelangt der Besucher über eine breite Treppe nach oben in die Ausstellung. Hier bietet ein großes Fenster Ausblick auf den keltischen Grabhügel, der auf diese Weise in die Ausstellung integriert wird. Eine Etage höher, auf dem flachen Dach des Gebäudes, ermöglicht eine Aussichtsplattform einen besonders weiten Rundblick auf die umgebende Landschaft.

Nach den ersten Ausgrabungen zwischen 1933 und 1939, bei denen Keramiken und eine Befestigungsanlage aus dem ausgehenden 6. Jahrhundert v. Chr. am Glauberg gefunden wurden, schlug die Nachricht von einem Fund dort im Jahr 1994 wie eine Bombe ein. Aus einem geöffneten Grabhügel förderten Archäologen neben Schmuck- und Gebrauchsgegenständen eine einzigartige, lebensgroße Sandsteinskulptur eines keltischen Herrschers zu Tage. Seine auffällige Kappe, ursprünglich aus Holz mit einer Krone aus blattförmig gebogenen Eisendrähten, die lt. Forschungen mit Leder überzogen war, galt sicher als ein Symbol für seine Macht und Stellung als Herrscher.

In der Ausstellung des Museums werden den Besuchern das Leben und die Kultur der Kelten anhand vieler gefundener Gegenstände nahegebracht. Auf moderne und anschauliche Weise vermitteln zusätzlich multimediale Installationen mittels einer fiktiven Begleitgeschichte einen interessanten Zugang zu den Menschen aus der Eisenzeit.

Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Erwachsene zahlen 5 Euro Eintritt, Kinder 3 Euro. Standard-Führungen durch die Ausstellung werden separat gebucht und kosten 2 Euro extra bei mindestens zehn Teilnehmern. Daneben gibt es weitere Führungen: "Komfort", "Kompakt" und die "Keltenwelt von A bis Z" sowie noch mehr für unterschiedliche Ansprüche.

Keltenwelt am Glauberg, Am Glauberg 1, 63695 Glauburg
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Interessant: Historische Musikinstrumente im ehemaligen Rittersitz, dem Brömserhof in Rüdesheim c) HESSENMAGAZIN.de
Interessant: Historische Musikinstrumente im ehemaligen Rittersitz, dem Brömserhof in Rüdesheim c) HESSENMAGAZIN.de

Siegfrieds Mechanisches Musikkabinett im Brömser Hof in Rüdesheim: LINK

Auto- und Technikmuseum in Sinsheim: LINK

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