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Home Gesund oder ungesund bis giftig Süß oder gesund: Stevia ist auf dem Markt

Süß oder gesund: Stevia ist auf dem Markt

Kuchen mit Bernd Brot Figur - Foto: (bm) HESSENMAGAZIN.de[Hessen - Deutschland] Seit Ende des Jahres 2011 ist der natürliche Süßstoff Stevia aus der tropischen Pflanze gleichen Namens nach langem Warten endlich von der EU-Kommission zugelassen worden. Steviolglycosid aus ihren Blättern soll 300 Mal kräftiger süßen als üblicher Zucker und eine Menge Aromastoffe einsparen. Zudem soll es den Blutzuckerspiegel nicht hochtreiben.

Wunderwaffe gegen Übergewicht oder Diabetes?

Jahrhundertelang schon ist Zucker ein Energiespender für unseren Körper. Schädlich war immer das Zuviel. Oder anders herum: ein Zuwenig an Bewegung bzw. Energieverbrauch. Die Manipulation unseres Empfindens mit "leeren" Geschmacksstoffen kann aber zur Folge haben, dass unser Körper irritiert reagiert. Das Gehirn sendet Signale, Appetit stellt sich ein. Wir essen dann wahrscheinlich mehr, als wir benötigen. 

Das Problem ist bereits von anderen Süßstoffen bekannt. Verzichtet man auf die Verwendung von "echtem" Zucker, verlangt der Körper trotzdem nach Kohlehydraten (Glucose / Traubenzucker, auch noch Dextrose genannt) als Energiequelle. So nimmt man schnell überflüssige Nahrung zu sich. Das natürliche Sättigungsgefühl geht dabei irgendwann verloren. Wer glaubt, auf diese Weise abnehmen zu können, könnte sich leicht geirrt haben.

Forscher und Hersteller streiten sich über diesen Punkt seit Jahren. Das Geheimnis des "schlanken" Erfolges liegt in einer radikalen Reduzierung oder im Komplettverzicht auf zusätzlich Gesüßtes. Der Geschmack stellt sich nach einiger Zeit um. Vor allem, wenn als Belohnungsstrategie bei einer Heißhungerattacke nicht unbedingt ein Stück Torte oder Cola eingesetzt wird.


Januar 2012: Das Produkt STEVIA jetzt im Supermarkt

STEVIA Produktaufkleber - Foto: (bm) HESSENMAGAZIN.deDie niederländische Firma Heartland Sweeteners Europe hat als erste den Fuß in die Tür gestellt und neue Pillchen plus Pulver auf unseren Markt gebracht. Ihre Marke heißt Nevella Low Calorie Sweetener. Sie enthält laut Produktaufkleber (KLICK für Download in voller Originalggröße der 75 g Pulverpackung Streusüße) STEVIA Pflanzenextrakte. Wenn man genauer hinschaut, sind es ganz genau 3 Prozent (Rebiana). Der Rest besteht aus der "Sportlernahrung" Maltodextrin (siehe unten). Und genau daher kommen auch die 371 kcal und die 92,8 Kohlehydrate pro 100 Gramm. Als unverbindlicher Verkaufspreis werden 2,99 Euro für die 75 g Streudose angegeben - in der Warengruppe "Diät-, Reform- bzw. Naturkost".

WOW, da runzelt sogar Bernd, das Brot, die Stirn!


Für "kalorienreduzierte / Light- und Softdrinks", Obstkonserven, Fruchtjoghurts u. ä. sind mit Stevia nun insgesamt 10 Ersatzstoffe für Zucker als Zusatz in unseren Lebensmitteln zugelassen:

Saccharin / E 954 = Benzoesäure-Sulfimid = wird durch chemische Reaktion aus Toluol oder Phtalsäure hergestellt, ist 450 bis 550 Mal süßer als normaler Zucker, kann vom Körper nicht verwendet werden und hat einen Beigeschmack.

Cyclamat / E 952 = Salze der Cyclohexylsulfaminsäure = ist 35 Mal süßer als normaler Zucker, wird vom Körper nicht zur Energieaufnahme verwendet. Ist in USA verboten und bei uns z. B. für Bonbons und Kaugummi nicht zugelassen.

Aspartam / E 951 = Kristalle der Asparaginsäure und Phenylalanin = ist 200 Mal süßer als normaler Zucker, wirkt schlecht beim Erhitzen und in Zusammenhang mit Säuren. Liefert Energie, da es vom Körper verwertet wird wie Eiweiß. Dient als Geschmacksverstärker. Seine Verwendung wird heftig kritisiert.

Aspartam-Acesulfam-Salz  / E 962 = chemische Verbindung beider Stoffe = ist 350 Mal süßer als normaler Zucker.... Rest - wie oben

Neotam / E 961 = Süßstoff, der aus Aspartam in Reaktion mit 3,3-Dimethylbutyraldehyd künstlich hergestellt wird = ist 7.000 bis 13.000 mal süßer als normaler Zucker und 30 bis 50 Mal süßer als Aspartam. Dieses "verbesserte" Aspartam, von dem viel weniger - auch im Futter für Tiere - eingesetzt werden kann, wird von Kritikern bereits als toxisch (giftig) eingestuft.

Acesulfam K / E 950 = chemische Verbindung - Kristalle aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel und Kalium = ist 200 Mal süßer als normaler Zucker. Wird vom Körper nicht zur Energieaufnahme verwendet. Dient als Geschmacksverstärker.

Neohesperidin DC / E 959 = chemisch gewonnen aus dem bitter schmeckenden Flavonon in der Schale von Zitrusfrüchten = ist 600 Mal süßer als normaler Zucker. Dient in geringer Konzentration als Geschmacksverstärker, wird auch bei Speiseeis, alkoholischen Getränken und Fleischerzeugnissen verwendet.

Sucralose / E 955 = Trichlorgalactosaccharose oder "Chlorzucker" = ist 600 Mal süßer als normaler Zucker. Wird vom Körper kaum zur Energieaufnahme verwendet. Man findet die Substanz auch in Nahrungsergänzungsmitteln sowie in Knabber-Erzeugnissen.

Thaumatin / E 957 = Eiweißgemisch mit Extrakten aus Süßholzbaumsamen, wird seit neustem auch mithilfe gentechnisch veränderter Microorganismen hergestellt = ist rund 2.000 Mal süßer als normaler Zucker. Hat einen Beigeschmack von Lakritze, ist nicht hitzestabil und dient als Geschmacksverstärker. Wird vom Körper wie Eiweiß aufgenommen.


Zucker und Stärke = Kohlehydrate

Neben Eiweiß (Proteinen) und Fett sind Kohlehydrate ein wesentlicher, aber nicht wirklich lebensnotwendiger Bestandteil menschlicher Nahrung. Sie sind in Getreide, Kartoffeln und Hülsenfrüchten enthalten und liefern uns schnell verwertbare Energie für Muskelarbeit und Organismus. Werden sie nicht verbraucht, lagert der Körper sie als Fettreserve ab. Ein Gramm Kohlehydrate (also auch Zucker) liefert ca. 17,2 Kilojoule / 4,1 Kilokalorien. 1 Teelöffel fasst rund 5 Gramm. "Schlechte" Kohlehydrate (Dickmacher) sind Zucker und Weißmehl, Pizza und Kuchen. Zu den "besser" verwertbaren gehören Vollkornprodukte, Gemüse und Obst.

Glucose = Traubenzucker (auch tw. noch Dextrose genannt) - Energielieferant für das Gehirn
Fructose* = Fruchtzucker - Früchte - Honig
Saccharose = Rohr- oder Rübenzucker
Lactose = Milchzucker

Melasse = zuckerhaltiger Sirup / Pelletbinder bei Viehfutter

Stärke = aus Mais, Weizen oder Kartoffeln
Glycogen = tierische Stärke

Maltose = Malzzucker - ein wasserlösliches Abbauprodukt von Stärke, kommt in Gersten- und Kartoffelkeimen vor.

Maltodextrin = aus Maltose (Malzzucker) und Dextrose = das wasserlösliche Kohlehydratgemisch ist kaum süß und ein fast geschmacksneutraler Energiegeber. Es wird als Füllstoff, Verdickungsmittel in Lebensmitteln und bei Sportler- oder Sondennahrung für Kranke verwendet.

Cellulose = Pflanzenstoff aus Mehl / Baumwollfasern - wird als unverdaulicher Stabilisator und Füllstoff (Ballaststoff) in kalorienreduzierten Lebensmitteln verwendet (E 460)


* Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kam bei der Auswertung von Studien zum Schluss, dass eine weitere Verwendung von Fruktose als Zuckeraustauschstoff in industriell gefertigten Lebensmitteln als Bestandteil sogenannter Diabetiker-Lebensmittel anstelle von handelsüblicher Saccharose aus ernährungsmedizinischer Sicht nicht sinnvoll ist, da sich eine erhöhte Fruktoseaufnahme ungünstig auf den Stoffwechsel wirkt und zudem ein Übermaß an Fruktose in der Ernährung die Entwicklung von Adipositas (Fettleibigkeit) sowie des metabolischen Syndroms begünstigt - so nennt man das "tödliche Quartett "= das gemeinsame Auftreten von Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck sowie Insulinresistenz. (Quelle: Wikipedia)

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