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Bioenergie Region: Energiewende und Klimaschutz

[Vogelsberg - Mittelhessen] Mit dem "Energiekonzept 2050" hat sich Deutschland zum Ziel gesetzt, den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern, entsprechende Technologien zu entwickeln und Potenzial dafür zu erschließen. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) unterstützt die Umsetzung der energetischen Nutzung nachwachsender Rohstoffe mit seiner Energiepolitik seit Anfang 2009 in 25 Regionen. Bedeutend für deren Auswahl aus 210 Bewerbern war, ob die jeweiligen Konzepte unter Beachtung der regionalen Wertschöpfung auf nachhaltige Weise umgesetzt werden können.

Biogasanlage - Konzeptbild (c) Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe
Biogasanlage - Konzeptbild (c) Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe

Nach der Atomkatastrophe von Fukushima im Frühjahr 2011 beschloss Deutschland, so schnell wie möglich aus der Energieproduktion mittels Kernreaktoren auszusteigen. Einst war sie als sichere und sauberste Lösung unserer Zeitalters angesehen. Doch inzwischen verursacht Kernkraftnutzung große Ängste, u. a. wegen mangelnder Reaktorsicherheit und radioaktiver Strahlung in Atommüll-Lagern.

Da jedoch unsere Alternativen - die fossilen Brennstoffe Kohle, Erdgas und Öl - auf der Erde zur Neige gehen, besinnt man sich auf neue Wege. Eigentlich war es sowieso nie eine gute oder dauerhafte Lösung, Rohstoffe einfach zu verbrennen, um Energie zu erzeugen. Doch ohne solche Prozesse hätte kein Fabrikschornstein in der Mitte des 19. Jahrhunderts je begonnen zu rauchen.

Holzenergie - Konzeptbild (c) Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe
Holzenergie - Konzeptbild (c) Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe

Leider wusste kaum jemand damals, was er anrichtet mit qualmenden Hochöfen, rußenden Eisenbahnen und durch riesige Kessel befeuerte Dampfschiffe. Hinzu kamen viele menschlich verständliche Wünsche nach der täglichen Dusche, einer warmen Stube plus Strom aus der Steckdose. Im Gleichschritt mit unserer Lebensqualität stiegen dadurch aber auch die Emissionen: Ausstoß der Treibhausgase Kohlenstoffdioxid (CO2) und Kohlenmonoxid (CO).

An Klimaschutz dachten bis vor einigen Jahrzehnten wenige. Wegen der globalen Erderwärmung ist genau das jedoch jetzt zu einer der vordringlichsten Aufgaben unserer modernen Welt geworden. Zugleich mit den Themen Energiesparen, Wärmedämmung und effizientes Heizen muss sie in Zukunft verstärkt angegangen werden. So soll z. B. klimaneutrales Bauen und Sanieren von Häusern bis 2050 selbstverständlich werden. Das heißt, Gebäude dürfen nur so viel Energie für Heizung, Warmwasseraufbereitung und Strom verbrauchen, wie aus erneuerbaren Energien gedeckt werden kann.

Energie soll erschwinglich, umweltfreundlich und ungefährlich sein

Zu regenerativen bzw. erneuerbaren Energien (EE) zählen in erster Linie Windenergie (bis 2010 betrug der Anteil 49 %), Sonnenenergie (Solaranlagen / Photovoltaik 30 %), Wasserkraft (9 %) und Erdwärme (Geothermie). Auch nachwachsende Rohstoffe, aus denen Strom und Wärme gewonnen werden können, gehören in diesen EE-Bereich - und zwar mit steigendem Anteil. Holz und Holzreste sind solche Rohstoffe und gehören zur "Biomasse" genauso wie Mais und Gülle. Der Gesamtanteil der EE soll bis zum Jahr 2020 mindestens 35 Prozent betragen.

Grafik: Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe (c) Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe
Grafik: Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe (c) Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe

Energie aus biologischen Stoffen zu erzeugen, ist ein komplexes Thema. Im Gegensatz zu Wind und Sonne hat Biomasse den Vorteil, ständig verfügbar zu sein. Dazu kommen eine gute "Speicherfähigkeit" und jede Menge Möglichkeiten, sie dezentral in ländlichen Regionen zu produzieren. Doch um sinnvoll damit Strom zu erzeugen, Wärme zu gewinnen und Biokraftstoff zu herzustellen, braucht es neue Leitungsnetze, mutige Investoren und eine innovative Logistik.

Bioenergie bringt Vorteile in ländliche Regionen

Ein Zukunftskonzept für den Vogelsberg und Mittelhessen: Wenn nicht hier, wo denn?

Am 1. Januar 2012 ist ein neues Gesetz für Erneuerbare Energien (EEG) in Kraft getreten. Es soll die landwirtschaftliche Produktion stärken, verbunden mit der regionalen Wertschöpfung. Das bedeutet, Energie auf dem Land so zu produzieren, dass die Aktionen Nutzen und Gewinn bringen. Von zentraler Wichtigkeit sind in diesem Zusammenhang kommunale Netzwerke und private Zusammenschlüsse wie Genossenschaften. Nicht der Einzelne soll die ganze Last tragen: Für Investitionen ist es sinnvoll, lokale Kräfte zu bündeln.

Strukturwandel in der Landwirtschaft

Wenn Bauern ihre Betriebe aufgeben, Äcker nicht mehr bestellt werden und Viehherden von den Weiden verschwinden, kann für solche stillgelegten Flächen eine neue wirtschaftliche Verwendung gefunden werden. 2009 schlossen sich der Vogelsbergkreis und der Landkreis Gießen zur "Bioenergieregion Mittelhessen" zusammen, um für die Produktion von Energie natürliche Quellen vor Ort zu erschließen. Wind- und Sonnenenergie gibt es hier frei Haus. Zusätzlich sollen mit dem Rohstoff Holz und weiterer nachwachsender Biomasse Einnahmen für die Region generiert werden.

Kraftsstoff - Konzeptbild (c) Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe
Kraftsstoff - Konzeptbild (c) Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe

Der Zusammenschluss der Regionen wurde von der Idee gesteuert, mit dem Ausbau von Biogasanlagen nicht nur Strom zu erzeugen und an E-Werke zu verkaufen, sondern weitergehende Konzepte zu entwickeln. Zum Beispiel kann bei der Nutzung von Flächen in der Land- und Forstwirtschaft die so genannte Reststoffverwertung (Wald und Hecken) gleich mit einbezogen werden. Zudem können mit der Aufbereitung von Holz zu Hackschnitzeln oder Pellets in entsprechenden Anlagen wirtschaftliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, bei denen obendrein Arbeitsplätze bereitgestellt werden. Am Ende ist es für die Kooperationspartner durch den Austausch fossiler Energieträger gegen erneuerbare Energien möglich, von der Versorgung großer Konzerne unabhängig zu werden.

Die erste Förderphase von 2009 bis 2012

Der Träger des staatlich geförderten Projektes "Bioenergieregion Mittelhessen", die Klimaschutz- und Energieagentur Mittelhessen (KEM), hat sich zur Aufgabe gemacht, nach Feststellung vorhandener Potenziale für das Gießener Land und den Vogelsberg Machbarkeitsstudien zu erstellen.

Unter der Maßgabe, die Natur und die Kulturlandschaft der Gebiete zu erhalten, sollen entsprechende regionale Wirtschaftskreisläufe gestärkt werden. Dabei ist der Einsatz erneuerbarer Energien mit dem Schwerpunkt Biomasse und Energiepflanzenanbau in Aussicht gestellt. Bei der Dorferneuerung und aktuellen Dorfentwicklungsmaßnahmen überzeugt die KEM die Akteure, gleich mit System ans Energiesparen zu gehen.

Exkursion zum Anbau von Miscanthus (Chinagras) - Foto: Bioenergie-Region Mittelhessen / KEM
Miscanthus-Briketts: Exkursion zum Anbau von Chinagras - Foto: Bioenergie-Region Mittelhessen / KEM

In Kampagnen wurde während der drei Förderjahre die Öffentlichkeit aufgeklärt und informiert. Zweck der kommunikativen Maßnahmen war, zusammen die Anwendung des Wissens, der Technik und der Biomasse anzustreben. Dazu trugen einerseits das jährliche Bioenergieforum und andererseits die Berichte über Vorzeigeprojekte bei. Gleichermaßen wurde in Ausstellungen und auf Messen bei den Kommunen auf Investitions- und Beteiligungsmöglichkeiten hingewiesen. Dort, mit den regionalen Unternehmen plus vielen aktiven Einzelpersonen, wird gemeinsam die Energiewende an der Basis gestaltet.

Stand März 2012 - Quelle Text: (bm) HESSENMAGAZIN, Video + Fotos: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) sowie Bioenergie-Region Mittelhessen (KEM)


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